Proti Stassi

Proti Stassi steht weiterhin als Erstanlaufstelle für ankommende Geflüchtete zwischen den Stränden von Korakas und Lagada im Nordosten der Insel Lesvos zur Verfügung. Wir organisieren in Zusammenarbeit mit anderen Akteuren den Transport und die Erstversorgung der Flüchtlinge. In diesem Zusammenhang haben wir Räume in einer leerstehenden Käserei in Kleio in Betrieb genommen, in der es trockene Kleidung, einen Snack, Heizung, Wasser, Toiletten, ein Hygieneset und erste Informationen für die Ankommenden gibt. Das nahegelegene Transitcamp von Ärzte ohne Grenzen in Mantamados ist mittlerweile stillgelegt. Es kommen zur Zeit ca. einmal pro Woche Menschen in unserer Gegend an bis in die Käserei, in anderen Fällen führen Frontex und die Küstenwache einen sofortigen Weitertransport ins Registrierungslager Moria durch. Im Winter wird dieser Zwischenstopp aber zunehmend wichtiger, da die nach der Überfahrt durchnässten Menschen sich in der Kälte schnell unterkühlen. Wir versuchen auch die Ankünfte mobil zu begleiten, also vor Ort Informationen zu geben, wie es weiter geht oder zumindest eine warme Decke, ein Snack und Kleidung zu verteilen. Die Zahl der Ankünfte ist sehr unterschiedlich, in einer Woche sind es plötzlich wieder sehr viele und dann kommt eine Weile niemand mehr. Da wir in der Käserei keine laufenden Kosten haben, können wir so unsere Unterstützung sehr flexibel je nach Bedarf mit Leuten vor Ort organisieren und haben diese Hilfsstruktur auch zur Verfügung, falls sich die politischen Rahmenbedingungen mal wieder ändern sollten.

Infos und Aktuelles unter www.protistassi.com

Zur Unterstützung von borderline-lesvos:

borderline-europe e.V.
IBAN: DE54 4306 0967 4005 7941 02
BIC: GENODEM1GLS
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Seenotrettung ist kein Verbrechen

Die jüngsten Versuche einer Kriminalisiserung von Seenotretter*innen zeigt vor allem eins: die Einreise von Migrant*innen soll mit allen Mitteln
verhindert werden. Nach der Iuventa von Jugend rettet, ist nun auch das Schiff Open Arms der NGO Proactiva Open Arms beschlagnahmt worden und Mitglieder der Besatzung werden wegen "Begünstigung illegaler Migration" angeklagt. Wir fordern eine menschliche Antwort auf Migrationsbewegungen! Solange keine sicheren Fluchtwege eröffnet werden, wird auch das Sterben im Mittelmeer nicht aufhören.

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ITALIEN - Hintergrundinfos zu Geflüchteten und Migrant*innen

Hier finden Sie unseren Newsletter und weitere Informationen zur Situation von Geflüchteten und Migrant*innen in ITALIEN. Dieser Newsletter ist derzeit leider nur in deutscher Sprache erhältlich.

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Mosaik Support Center für Flüchtlinge und Lokalbevölkerung

Das Mosaik Support Center ist ein offener Treffpunkt im Herzen von Mytilene, der Hauptstadt der griechischen Insel Lesbos. Das Mosaik bietet Bildungsangebote, rechtliche und psychosoziale Unterstützung und kreative oder sportliche Aktivitäten. Es gibt neben Sprachkursen (Griechisch, Englisch, Arabisch, Farsi usw.) auch ein breites Angebot an allen möglichen Aktivitäten: Recycling-Kurse, Yoga, IT-Kurse, Nähkurse und viele mehr. Außerdem gehört zum Mosaik auch das Legal Center, das Geflüchteten und Unterstützer*innen für rechtliche Fragen zur Verfügung steht.

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Brücken statt Mauern – Strategien gegen die Stigmatisierung von Geflüchteten

Mit dem Projekt "Brücken statt Mauern – Strategien gegen die Stigmatisierung von Geflüchteten" wollen wir gegen die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft und für ein solidarisches Zusammenleben einstehen. Das Projekt wird zwischen Oktober 2017 und März 2019 von den Kooperationspartnern borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.V. in Deutschland, Borderline Sicilia in Italien und Asyl in Not in Österreich durchgeführt.

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Permanentes Völkertribunal über die Rechte von Migrant*innen und Geflüchteten (2017-2018)

Vom 18.-20.12.2017 tagte das Tribunale dei Popoli in Palermo (Sizilien). Unter dem Titel “Rechte der Migrant*innen und Geflüchteten” wurden Expert*innen und Zeug*innen angehört. Ziel des Völkertribunals ist es, zu überprüfen, ob die Migrationspolitiken der Europäischen Union, deren politischer Ausdruck, Regelungen und jüngste Praktiken in ihren konkreten Auswirkungen auf Geflüchtete und Migrant*innen ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen.

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