Report zur Situation an der Spanischen Außengrenze - Die Kanarischen Inseln

After border closures have made it more and more difficult for some migrants to use other routes to Europe, the Canary Islands became the main entrance for people on the move to Spain in 2020. The Spanish archipelago, which lies off the coast of north-west Africa, has experienced a massive rise in arrivals compared with the previous years. 2020 was one of the worst and most tragic years in the migratory routes of access to Spain as a whole, because of the high mortality rate of the Canary route. This report documents the situation in the port of Arguineguín, where most disembarkations take place and conditions in Arguineguín camp, the role and response of the local government and the day by day situation.

Sprache(n): Englisch / English
Herausgeber: Angélica Cárdenas Piñero

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Report zur Situation an der Spanischen Außengrenze - Die Kanarischen Inseln

Nachdem die EU immer mehr Routen für Migrierende verschließt, wurden die Kanarischen Inseln im Jahr 2020 zum Hauptzugangspunkt von Menschen auf dem Weg nach Spanien. Die spanische Inselgruppe, die vor der Küste Nordwestafrikas liegt, verzeichnete einen massiven Anstieg der Ankünfte im Vergleich zu den Vorjahren. Das Jahr 2020 war zudem aufgrund der hohen Sterblichkeitsrate auf der Kanarenroute eines der schlimmsten und tragischsten Jahre hinsichtlich Migration nach Spanien insgesamt. Dieser Bericht dokumentiert die Situation im Hafen von Arguineguín, wo die meisten Menschen ankommen, sowie die Bedingungen im Lager Arguineguín, die Rolle und Reaktion der lokalen Regierung und die generelle Situation vor Ort.
Sprache(n): Englisch / English

Verurteilt zu 50 Jahren Haft - Freiheit für Amir und Razuli

Als Amir und Razuli im März 2020 versuchten, auf einem Schlauchboot Griechenland zu erreichen, wurden sie von der griechischen Küstenwache angegriffen, die versuchte, sie unter Gewaltanwendung zurück in türkische Gewässer zu drängen. Sie beschädigten das Boot dabei so, dass es unterzugehen drohte, sodass die Küstenwache die Menschen letztlich an Board nehmen musste. Amir und Razuli wurden willkürlich festgenommen und der "Beihilfe zur illegalen Einreise" und "Verursachen eines Schiffsunglücks" angeklagt, außerdem für ihre eigene Einreise. Am 8. September wurden sie daraufhin zu 50 Jahre Gefängnisstrafe verurteilt.
Sprache(n): Französisch / Français

Stigmatisiert, inhaftiert, kriminalisiert - Der Kampf gegen vermeintliche "Schleuser" auf den griechischen Hotspot-Inseln

Beinahe täglich werden in Griechenland Menschen unter dem Vorwand der "Schleuser- und Schmugglerbekämpfung" zu drakonischen Gefängnis- und Geldstrafen verurteilt. Dieser Bericht zeigt, wie die Gesetze der Europäischen Union und des griechischen Staates genau diejenigen treffen, die sie zu beschützen vorgeben: Die Betroffenen sind häufig selbst Geflüchtete, die ein Boot von der Türkei auf die griechischen Inseln steuern. Die Analyse folgt dem Schicksal von 48 Personen von ihrer Festnahme bis in den Gerichtssaal. Ohne Ausnahme wurden sie in Gerichtsverfahren verurteilt, die grundlegende rechtliche Standards unterlaufen. In den meisten Fällen wird eine lebenslange Gefängnisstrafe verhängt. Die Betroffenen werden als Sündenböcke einer verfehlten Europäischen Migrationspolitik eingesperrt.
Sprache(n): Deutsch / German