Abschlussbericht der Universität Utrecht zum EU-Türkei Deal

Dieses Forschungsprojekt der Universität Utrecht in Kooperation mit borderline-europe bietet eine kritische Bewertung der Kollaborationen in gemischten Migrationsbewegungen zwischen Europa und den Herkunftsländern von Migrant*innen. Der Schwerpunkt dieses Projekts liegt auf Rückübernahmeabkommen mit der Türkei. Im Kern zielen die EU-Türkeiabkommen darauf ab, die irreguläre Migration zu verringern, Schmuggel- und Menschenrechtsverletzungen sowie die Zahl der Todesfälle von Migranten zu verringern. Im Gegenzug versprachen die EU-Mitgliedstaaten, die Neuansiedlung syrischer Flüchtlinge in der Türkei zu erhöhen, die Visaliberalisierung für türkische Staatsangehörige zu beschleunigen und die bestehende finanzielle Unterstützung für die türkische Flüchtlingsbevölkerung zu verstärken. Wie hat der Deal die Migrationsströme und die Abhängigkeit der Menschen von Menschenschmugglern verändert? Welche Auswirkungen hatte der Deal auf die Geflüchteten auf den griechischen Inseln und in der Türkei? Dabei wurde Feldforschung betrieben (Dokumentenanalyse und Interviews mit Rückkehrern und Migranten in Bewegung) um evidenzbasierte Erkenntnisse über die Umsetzung des Abkommens zu erhalten.

Aktuelle Projekte

alle ansehen


ITALIEN - Hintergrundinfos zu Geflüchteten und Migrant*innen

Hier finden Sie unser Streiflicht, unsere Scirocco Kurzinfo (ab März 2021) und weitere Informationen zur Situation von Geflüchteten und Migrant*innen in ITALIEN.

Mehr lesen

Geflüchtete in Sizilien - das Monitoringprojekt von Borderline Sicilia Onlus und borderline-europe

Seit 2011 gehört das Monitoring, das heißt Überwachung und Beobachtung der Situation, aber auch advocacy zu den Kernaufgaben unseres Schwestervereins Borderline Sicilia Onlus. Ankünfte, die Situation der Zentren, der Zugang zum Asylverfahren sind nur einige der Bereich, zu denen Berichte in drei Sprachen veröffentlicht werden.

Mehr lesen

Central Mediterranean Info 2.0

borderline-europe hat im März 2019 begonnen, Informationen über die Situation im zentralen Mittelmeer für interne Forschungszwecke zusammenzustellen. Im Jahr 2021 haben wir beschlossen, Teile der Daten über Social Media und auf unserer Website zu veröffentlichen.

Mehr lesen

Kriminalisierung von Migration und Solidarität

Migration und Solidarität mit migrierenden Menschen wird zunehmend kriminalisiert. Widerstand gegen diese Kriminalisierung zu leisten, ist zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Wir recherchieren zu und dokumentieren gesellschaftspolitische Entwicklungen und Fälle von Kriminalisierung. Dabei leisten wir konkrete Unterstützungsarbeit für Betroffene und betreiben Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit in Form von Infomaterialien, öffentlichen Veranstaltungen und Kampagnen.

Mehr lesen

EU ad hoc relocation- A LOTTERY FROM THE SEA TO THE HOTSPOTS AND BACK TO UNSAFETY

Als Folge der Maßnahmen des ehemaligen italienischen Innenministeriums, die Ankunft von aus Seenot geretteten Personen zu blockieren, wurde im September 2019 in Malta ein EU-ad-hoc Verteilungsmechanismus beschlossen. Mit unserem neuen Projekt beobachten und dokumentieren wir die Umsetzung dieser Maßnahmen gemeinsam mit Sea Watch, Borderline Sicilia und dem Flüchtlingsrat Berlin. Wir fordern, dass Sicherheitsüberprüfungen durch den deutschen Verfassungsschutz in Italien und Malta eingestellt werden und die Menschen nach ihrer Ankunft ihren Aufenthaltsort selbst bestimmen- und dort bleiben können, wo sie sich wohl fühlen.

Mehr lesen

Sahara: Externalisierung der EU-Grenzen

Die 9 Millionen Quadratkilometer der Sahara bilden mittlerweile eine externalisierte Grenze der Europäischen Union. Rückschiebungen, Quarantäne-Lager, militärische Patrouillen und Check-Points in einem Gebiet ohne Infrastruktur lassen diese Grenze immer unüberwindlicher werden. Wir dokumentieren Menschenrechtsverletzungen an Migrant*innen und Flüchtenden in der Sahara.

Mehr lesen