Push back Solidarity - Wie die Europäische Union Solidarität mit Schutzsuchenden kriminalisiert

Überall in der EU werden Organisationen und Einzelpersonen diffamiert, schikaniert, behindert und strafrechtlich verfolgt, weil sie sich solidarisch mit Schutzsuchenden zeigen. Diese Broschüre gibt einen Ein- und Überblick über die zunehmende Kriminalisierung von Solidarität innerhalb der Europäischen Union; ihre Hintergründe, Formen und Auswirkungen und zahlreiche Fälle. Doch staatliche Repressionen stoßen auf Widerstand. Betroffene lassen sich nicht einschüchtern. Auf Repression folgen neue Wellen der Solidarität und befeuern den gemeinsamen Kampf gegen das rassistische europäische Grenzregime.

Sprache(n): Deutsch / German
Herausgeber: Julia Winkler, borderline-europe

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Dänemark-Ruanda-Deal: Abschiebung von Menschen, Outsourcing und Offshoring von Asyl

Im September 2022 unterzeichneten Dänemark und Ruanda ein Abkommen über die mögliche Überstellung von Asylbewerber*innen in das ostafrikanische Land. Das künftige "Transfersystem" ähnelt dem von Großbritannien im April angekündigten System. Jährlich könnten etwa 1 000 Menschen in ein Tausende Kilometer entferntes Land abgeschoben werden, in dem Geflüchtete von Milizen getötet und zwangsrekrutiert werden. Nachdem sie aus ihren Ländern geflohen sind, Grenzen überquert und ihr Leben riskiert haben, um einen sicheren Ort zu erreichen, werden die Menschen in einen Zustand unmittelbarer Gefahr zurückgedrängt. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über das geplante Abkommen zwischen Dänemark und Ruanda und seine möglichen Auswirkungen.
Sprache(n): Englisch / English

Die Torwächter der Europäischen Union: Der Sudan nach El-Bashir

Vor fünf Jahren veranstaltete borderline-europe eine erste Externalisierungskonferenz in Berlin. Wir haben die Verträge, Abkommen und Kontrollmechanismen unter die Lupe genommen, die zur Abschottung der EU-Grenzen geschaffen wurden. 2012 wurde die Europäische Union mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Zehn Jahre später ertrinken immer noch Menschen im Mittelmeer und verdursten beim Durchqueren der Wüsten - weil es immer noch keine sicheren Fluchtwege gibt. Unter der Herrschaft von Diktator Omar El-Bashir hat der Sudan eine entscheidende Rolle bei der Sicherung der nach Afrika ausgelagerten Grenzen gespielt. Das Land ist zu Europas Torwächter für Geflüchtete und Migrant*innen aus Ostafrika und anderen Teilen der Welt geworden. Mit der Revolution von 2019 keimte im Sudan die Hoffnung auf eine neue demokratische Regierung auf. Der Staatsstreich von 2021 hat diese Hoffnung zunichte gemacht. Wie ist die Lage heute? Diese Broschüre ist das Ergebnis einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Africa Center for Justice and Peace Studies in Karthoum. Sie erörtert, wie die Situation heute ist und welche Folgen der Gegenputsch für Flüchtende hat. Eine Aufzeichnung unserer fünften Externalisierungskonferenz, auf der die Veranstaltung stattfand, könnt ihr auch hier nachsehen: https://www.youtube.com/watch?v=_u1MiUZVdAE&ab_channel=BorderlineEurope-MenschenrechteohneGrenzene.V.
Sprache(n): Englisch / English

Relocation von Griechenland nach Deutschland: Entlastung des Hotspot-Systems oder Alibi-Politik?

Unser Bericht ‘Relocation von Griechenland nach Deutschland: Entlastung des Hotspot-Systems oder Alibi-Politik?’ setzt sich kritisch mit der tatsächlichen Umsetzung der Relocation-Maßnahmen auseinander, die von der EU als ‘solidarische’ Lösung für die verheerenden Zustände in den Hotspot-Lagern in den Jahren 2020 und 2021 propagiert wurden.
Sprache(n): Deutsch / German