Zur aktuellen Lage an den Außengrenzen Europa’s: Die griechische Insel Lesbos

Dieser Bericht entstand auf Grundlage einer zwei wöchigen Reise auf die Insel Lesbos im April 2018. Bereits 2016 haben die borderline-europe Mitarbeiter Stephan Schmidt und Harald Glöde einen Reisebericht zu Lesbos verfasst. Wir haben in diesem Jahr Gespräche mit Anwält*innen, NGOMitarbeiter*innen, Geflüchteten und Aktivist*innen vor Ort geführt. Dieser neue Bericht soll Einblicke zur aktuellen Lage geflüchteter Menschen auf der Insel geben und Verlinkungen zu weiteren Informationsplattformen herstellen.

Language(s): Deutsch / German
Publisher: Doro Bruch, Jan Drunkemölle und Nora Freitag

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Transitzentren und regionale Ausschiffungsplattformen: Wie funktioniert das und wo sollen sie entstehen?

Nach dem EU-Gipfel am 28. und 29. Juni zum Thema Migration und dem „Masterplan Migration“ des deutschen Bundesinnenministeriums, der zu Auseinandersetzungen in der Union geführt hat, gab es wieder ein unüberblickbares Begriffswirrwarr: neben Ankerzentren und Hotspots steht nun auch die Idee von Transitzentren und regionalen Ausschiffungsplattformen im Raum. Aber was genau sind diese Zentren und wie sollen sie funktionieren? Wo und von wem sollen sie gebaut und betrieben werden? Diese Fragen werden in dem vorliegenden Artikel geklärt. Dabei werden auch die Voraussetzungen, möglichen Partner*innen und die Kritik an den sogenannten "Ausschiffungsplattformen" thematisiert.
Language(s): Deutsch / German

Die vorübergehende Schließung des Hotspots auf Lampedusa

Am 13. März entschied das italienische Innenministerium, den Hotspot auf Lampedusa, geleitet von der Misericordia und dem Roten Kreuz nach einem erneuten Brand zu schließen. Nun, so das Innenministerium, soll er saniert werden. Doch nicht nur der Brand hat den Hotspot erneut in den Mittelpunkt des Interesses gestellt, vor allem die wachsende Zahl der negativen Berichte über die dortigen Zustände lässt aufhorchen.
Language(s): Deutsch / German

Keine Ankünfte, mehr Abschiebungen: Matteo Salvinis Abschottungspropaganda

Kaum vereidigt, hat der neue Innenminister Italiens Matteo Salvini sich sofort auf den Weg nach Sizilien gemacht. Kein Zufall, denn hier an „unserer Grenze“, wie Salvini die Insel bezeichnet, kann er die Stoßrichtung seiner Migrations- und Abschottungspolitik so deutlich wie nie vor Augen führen: Hilfsorganisationen sollen nach Vorstellung der neuen italienischen Regierung künftig keine Flüchtlinge mehr retten, die im Mittelmeer in Seenot geraten sind. Die Rettungs-NGOS bezeichnete Salvini als „Vizes-Schlepper“, denen der Zugang zu den italienischen Häfen verweigert werden soll.
Language(s): Deutsch / German