Lesbos: Geflüchtetem droht zweimal lebenslänglich Haft, nachdem er bei einem Schiffbruch versuchte, 33 Menschen zu retten

This Thursday, 13th May 2021, 27-year-old Mohamad H., father of four children, has to stand trial in Mytilene, Lesbos. Mohamad H., who tried to save his own life and that of the other 33 passengers on board during a shipwreck, is charged by Greek authorities with endangering the life of others and causing the death of two. For this, he is facing two life sentences and a further ten years imprisonment for each passenger.

Sprache(n): Griechisch / ελληνικά

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Lesbos: Geflüchtetem droht zweimal lebenslänglich Haft, nachdem er bei einem Schiffbruch versuchte, 33 Menschen zu retten

Diesen Donnerstag, den 13. Mai 2021, steht der 27-jährige Mohamad H., Vater von vier Kindern, in Mytilene auf Lesbos vor Gericht. Die griechischen Behörden werfen Mohamad H., der bei einem Schiffsunglück versucht hatte, sein eigenes Leben und das der anderen 33 Passagier*innen an Bord zu retten, Schmuggel, Gefährdung von Menschenleben und das Verschulden des Todes von zwei Personen vor. Dafür droht ihm eine zweimal lebenslänglich Freiheitsstrafe plus weitere zehn Jahre Haft für jede Person, die sich an Bord befand.
Sprache(n): Griechisch / ελληνικά

Jahresbericht 2020: Widerstand gegen das europäische Grenzregime

Im Kontext der Corona-Pandemie wurden bestehende Gewaltverhältnisse 2020 besonders sichtbar und in vielerlei Hinsicht noch verstärkt. Keineswegs galt die ausgiebig beschworene „Solidarität" für alle gleichermaßen. Die Politik der Abschottung, Abschreckung und Abschiebung ließ auch während der Corona-Krise nicht nach, im Gegenteil. Vielfach wurden Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung von Regierungen für weitere Ausgrenzung instrumentalisiert und damit gerechtfertigt. Wenngleich auch unsere Arbeit durch die Pandemie vor neue Herausforderungen gestellt wurde, haben wir auch 2020 die europäische Politik der Ausbeutung und Ausgrenzung nicht ohne Widerstand hingenommen und unser Bestes gegeben, sie zu unterlaufen und zu bekämpfen. Wie das konkret aussah, ist in diesem Jahresrückblick nachzulesen.
Sprache(n): Deutsch / German

Report zur Situation an der Spanischen Außengrenze - Die Kanarischen Inseln

Nachdem die EU immer mehr Routen für Migrierende verschließt, wurden die Kanarischen Inseln im Jahr 2020 zum Hauptzugangspunkt von Menschen auf dem Weg nach Spanien. Die spanische Inselgruppe, die vor der Küste Nordwestafrikas liegt, verzeichnete einen massiven Anstieg der Ankünfte im Vergleich zu den Vorjahren. Das Jahr 2020 war zudem aufgrund der hohen Sterblichkeitsrate auf der Kanarenroute eines der schlimmsten und tragischsten Jahre hinsichtlich Migration nach Spanien insgesamt. Dieser Bericht dokumentiert die Situation im Hafen von Arguineguín, wo die meisten Menschen ankommen, sowie die Bedingungen im Lager Arguineguín, die Rolle und Reaktion der lokalen Regierung und die generelle Situation vor Ort.
Sprache(n): Englisch / English