Das Schweigen brechen

borderline-europe ist als gemeinnütziger Verein unabhängig von politischen Parteien oder Regierungen. Unsere Arbeit ist als Akt des zivilen Widerstands gegen die Abschottung der EU und ihre tödlichen Folgen gedacht. Ziele sind die umfassende Information der Öffentlichkeit, die Vernetzung europäischer Initiativen und die Lobbyarbeit auf nationaler- und EU-Ebene.

 
Die täglichen Dramen
25.07.2014, Aargauer Zeitung

Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht

51,2 Millionen Menschen waren es 2013, so viele waren es noch nie. 1993/1994 (Ruanda-Völkermord, Jugoslawien-Krieg) bewegten sich die Zahlen ebenfalls in Richtung 50-Millionen-Grenze, blieben aber unterhalb. Jetzt kann man sagen, dass heute mindestens so viele Menschen verfolgt und vertrieben werden wie zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die Ursachen für das Flüchtlingselend sind klar: In Syrien zerfällt ein Staat, in Afghanistan und in Somalia gibt es gar keinen. Was kann man tun? Leider nicht viel mehr, als die UNO schon versucht: Konflikte entschärfen und Blauhelme entsenden.

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Region(en): Weltweit

 

25.07.2014, Abendzeitung München

Jugendämter nehmen so viele Kinder in Obhut wie nie

Rund 42 100 Kinder und Jugendliche sind 2013 zu ihrem eigenen Schutz in Obhut genommen worden. Das waren so viele wie noch nie und 1896 (5 Prozent) mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Allerdings: Der Anstieg zum Vorjahr geht fast ausschließlich auf minderjährige unbegleitete Flüchtlinge zurück. Die Jugendämter nahmen 6584 Jungen und Mädchen aus den Krisen- und Kriegsgebieten in Obhut, 1817 mehr als im Vorjahr. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) waren schon 16 oder 17 Jahre alt und die meisten (89 Prozent) Jungen.

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Region(en): Deutschland

 

25.07.2014, Spiegel Online

Minderjährige Flüchtlinge: Der tragische Exodus aus Mittelamerika

Zehntausende zentralamerikanische Kinder und Jugendliche suchen ihr Heil in den USA. Ohne Begleitung fliehen sie vor Gewalt, Armut - und weil sie einem Irrtum aufsitzen. Präsident Obama reagiert alarmiert. Silvia und Gilberto haben sich vermutlich nie getroffen. Aber vielleicht sind sie mal auf dem gleichen Zug mitgefahren, haben den gleichen Schlepper bezahlt oder sind von dem gleichen korrupten mexikanischen Polizisten ausgenommen worden.Ihre Geschichten sind so unterschiedlich wie ihre Heimatländer. Aber beide Kinder suchten eine Zukunft in den USA. Die beiden Minderjährigen stehen für ein Drama, das sich seit einigen Monaten zehntausendfach wiederholt.

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Region(en): Amerika

 

25.07.2014, Blick.ch

Italien sucht Unterkünfte für immer mehr Flüchtlinge

Schulen, Kasernen und Turnhallen: Die italienischen Behörden, die mit einer Flüchtlingswelle ohnegleichen konfrontiert sind, suchen nach Unterkünften für die Flüchtlinge, die auf Sizilien eintreffen. Die Regierung rechnet bis Ende Sommer mit 100'000 Bootsflüchtlingen. Jede italienische Region muss einen Beitrag im Umgang mit dem Flüchtlingsnotstand leisten, lautete der Slogan der Regierung Renzi.

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Region(en): Italien / Malta

 

25.07.2014, To Bhma

Küstenwache rettet 77 Migranten vor Mykonos, 30 vor Samos

Die griechische Küstenwache gab bekannt, dass sie 77 Migranten an der Nordöstlichen Küste von Mykonos gesichtet und gerettet haben. Erst wurden erst zwei Boote entdeckt mit 21 Migranten an Bord. Nachdem sie gerettet wurden, wurden 56 weitere Migranten an Land gesehen. Insgesamt wurden 53 Männer, 12 Frauen und 12 Kinder gerettet. Außerdem hat die Küstenwache 30 Migranten von einem beschädigten Boot gerettet, es waren 15 Männer, 5 Frauen und 10 Kinder.

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Region(en): Griechenland / Türkei

 

25.07.2014, Pro Asyl

Von Taliban bedrohte Bundeswehr-Helfer appellieren an deutsche Öffentlichkeit

Afghanische Dolmetscher aus dem Camp Marmal in Afghanistan wenden sich an die deutsche Öffentlichkeit: »Wir brauchen Schutz«. Afghanische Dolmetscher, die für die Bundeswehr arbeiten, wenden sich mit dem beigefügten Aufruf an die deutsche Öffentlichkeit. Sie bitten darum, Druck auf die Verantwortlichen zu machen, damit ihre Aufnahme in Deutschland zugelassen wird. PRO ASYL dokumentiert den uns zugesandten Aufruf hier im Wortlaut und ungekürzt lediglich mit wenigen orthografischen Korrekturen.

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Region(en): Deutschland, Asien

 

25.07.2014, Sueddeutsche Zeitung

Obama empfängt wegen "Migrantenkrise" Präsidenten aus Zentralamerika

In der humanitären Krise um den massenhaften Zustrom von Kindermigranten in die USA empfängt US-Präsident Barack Obama heute drei Staatschefs aus Zentralamerika. Mit den Präsidenten von Guatemala, Honduras und El Salvador will Obama über das Problem der unbegleiteten Kinder und deren mögliche Abschiebung sprechen. Tag für Tag versuchen derzeit Hunderte minderjährige Migranten und Flüchtlinge, über die südliche Grenze der USA ins Land zu gelangen. Seit Oktober sind bereits rund 57 000 unbegleitete Kinder und Jugendliche aus Mittelamerika in die USA geströmt.

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Region(en): Amerika

 

25.07.2014, Der Freitag

Volle Kraft zurück

Fast täglich scheitern Flüchtlinge bei dem Versuch, aus Krisengebieten nach Europa zu kommen. Die "verbesserten" Regeln von Frontex machen es ihnen nur noch schwerer. Auch Frontex nun zur Nothilfe zu verpflichten schafft Probleme. Die Behörde wäre dazu schon längst in der Lage, schließlich ist das Mittelmeer so gut überwacht wie kein anderes auf der Welt. Die Observierung durch Satelliten und Drohnen nimmt ständig zu – allerdings nicht, um Schiffe in Seenot zu orten, sondern zur Abwehr illegaler Einwanderung.

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24.07.2014, UNHCR

Immer mehr tote 'Boatpeople' – Europa muss jetzt handeln

Mehr als 800 Menschen sind in diesem Jahr allein im Mittelmeer umgekommen. Viele von ihnen suchten Zuflucht vor Konflikten und Bürgerkrieg. Allein in den letzten zehn Tagen starben 260 Menschen bei dem Versuch das Mittelmeer Richtung Europa zu überqueren. Die Überlebenden berichten, viele seien ertrunken, erstickt oder mutmaßlich von anderen Passagieren erstochen worden. Die traurige Bilanz sind 800 Tote auf hoher See in diesem Jahr. 2013 waren es 600 und ein Jahr zuvor 500.

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24.07.2014, UNHCR

UNCHR appelliert für sofortige europäische Maßnahmen

Der Flüchtlingsrat der Vereinten Nationen (UNHCR) plädiert für soforte Europäische Maßnahmen, um mehr tote Flüchtlinge und Migranten im Mittelmeer zu vermeiden. Der UNHCR appellierte am Donnerstag für dringende, soforte Europäische Maßnahmen zur Beendigung des Sterbens im Mittelmeer nachdem mehr als 260 Menschen allein in den letzten 10 tagen im Mittelmeer gestorben sind bei dem Versuch Europa zu erreichen.

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Region(en): Nordafrika, Europäische Union, Europa

 

24.07.2014, Zeit Online

Kinder in australischem Flüchtlingslager höchst gefährdet

Die australische Menschenrechtskommission hat sich am Donnerstag bestürzt über die Lebensbedingungen besonders für Kinder in einem Flüchtlingslager auf der Weihnachtsinsel gezeigt. Seit dem letzten Besuch in dem Camp vor vier Monaten habe sich die Lage dort "entscheidend verschlechtert", sagte die Vorsitzende der Kommission, Gillian Triggs, die das Lager in der vergangenen Woche gemeinsam mit einer Kinderärztin besucht hatte. Vor allem um die 174 Kinder in dem mehr als 1100 Asylbewerber zählenden Lager mache sie sich ernste Sorgen.

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Region(en): Australien

 

24.07.2014, Focus

Pro Asyl gegen Vorstoß zur Neuverteilung von Flüchtlingen

Die Organisation Pro Asyl lehnt den Hamburger Vorstoß ab, mehr Flüchtlinge zugunsten der Großstädte auf dünner besiedelte Regionen zu verteilen.
„Alle reichen Großstädte beziehungsweise auch die Stadtstaaten (...) müssen generell alle sozialen Hausaufgaben auf ihrem Territorium erledigen können“, sagte Vize-Geschäftsführer Bernd Mesovic am Donnerstag in Frankfurt/Main auf dpa-Anfrage. „Man kann seine sozialen Probleme doch nicht outsourcen.“

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Region(en): Deutschland

 

24.07.2014, Repubblica

Schiffbruch nachdem sie 2000$ für die Flucht bezahlt haben

Die zwei syrischen Brüder Thamer und Thayer haben es geschafft dem syrischen Bürgerkrieg zu entfliehen, den Unruhen und Libyen zu entkommen aber dem Tod im Mittelmeer sind sie nur knapp entkommen. Als sich ihr Boot mit Wasser füllt beginnen die Brüder zu beten. Sie wissen, dass sie in den Tiefen des Mittelmeers sterben werden wenn keine Rettung kommt. Für die Überfahrt haben sie 2000$ gezahlt sowie mehr als 200 andere Passagiere auch. Niemand kann ihnen garantieren, dass sie Europa sicher und gesund erreichen werden.

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24.07.2014, Thurgauer Zeitung

Fast 100'000 Mittelmeer-Flüchtlinge

Seit Jahresanfang haben sich fast 100'000 Flüchtlinge auf den gefährlichen Weg nach Europa über das Mittelmeer gemacht. Dies seien 60 Prozent mehr gewesen als im gesamten vergangenen Jahr, teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) am Donnerstag mit. Unter den Flüchtlingen seien 10'500 Kinder gewesen. Zwei Drittel von ihnen seien allein auf die Reise nach Italien, Spanien, Griechenland oder Malta geschickt oder von ihren Familien getrennt worden. Die Zahl der Flüchtlinge sei in letzter Zeit sprunghaft angestiegen, hiess es weiter. Allein seit Anfang Juli seien 21'000 Menschen in Italien angekommen.


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24.07.2014, Neue Osnabrücker Zeitung

Vier Flüchtlinge dürfen vorerst in Osnabrück bleiben

Osnabrück. Nachdem Osnabrücker Bürger in den vergangenen Monaten zahlreiche Abschiebungen verhindert haben, müssen nun offenbar die Asylanträge von vier Flüchtlingen in Deutschland geprüft werden. Die Mitglieder des Runden Tisches Rosenplatz nahmen diese Nachricht bei ihrem aktuellen Treffen mit großer Freude auf.

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Region(en): Deutschland

 

24.07.2014, Repubblica

Mehr als 800 Menschen sind dieses Jahr im Mittelmeer gestorben

Mehr als 800 Menschen sind dieses Jahr auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Hunger im Mittelmeer gestorben. Allein in den letzten 10 Tagen sind mehr als 260 Personen in der Straße von Sizilien gestorben und werden vermisst; sie alle versuchten das Mittelmeer auf dem Weg nach Europa zu überqueren. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) fordert einen europäischen Einsatz um das Sterben im Mittelmeer zu beenden.

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24.07.2014, Zeit Online

BGH-Urteil "Die Flüchtlinge müssen jetzt freigelassen werden"

Gleich zwei Urteile stärken die Rechte von Flüchtlingen. Trotzdem werden sie weiterhin auf absurde Weise durch die EU verschoben, sagt Bernd Mesovic von Pro Asy im Interview. " Wir erleben momentan eine verzweifelte Binnenwanderung von Flüchtlingen, die nicht in Italien bis zum Ende des Verfahrens unter der Brücke schlafen wollen oder ohne Zugang zur Gesundheitsversorgung in Bulgarien leben müssen. Und das ändert sich nicht dadurch, dass man in Deutschland neue Haftgründe einführt. Diese Menschen wollen gar nicht untertauchen. Sie kommen ja explizit nach Deutschland, um der Not zu entgehen, sind also für die Behörden greifbar."

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Region(en): Deutschland

 

24.07.2014, Pro Asyl

Nach BGH und EuGH-Urteil: Abschiebungshaft beenden

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat gestern klargestellt, dass die Abschiebungshaft in Dublin-Verfahren überwiegend rechtswidrig ist. Damit ist der Großteil aller Abschiebehäftlinge von dem Urteil betroffen. Die betroffenen Personen müssen umgehend freigelassen werden. Innerhalb kürzester Zeit ist dies die zweite höchstrichterliche Ohrfeige für die exzessive Anwendung der Abschiebungshaft in Deutschland. Bereits letzte Woche hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass die Inhaftierung von Abschiebehäftlingen in normalen Justizvollzugsanstalten gemeinsam mit Strafhäftlingen rechtswidrig ist.

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Region(en): Deutschland

 

24.07.2014, ORF

Österreich: Erst 400 Syrien-Flüchtlinge anerkannt

Angesichts der humanitären Katastrophe in Syrien mit Millionen Flüchtlingen ist Österreich stark dafür kritisiert worden, dass nur so wenige aufgenommen worden sind. Daraufhin hat es weitere acht Monate gedauert, bis das Kontingent um weitere 1.000 besonders schutzbedürftige syrische Flüchtlinge erhöht wurde. Allerdings sind von diesen insgesamt 1.500 bis jetzt erst etwas mehr als 400 auch wirklich in Österreich angekommen.

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Region(en): Österreich / Schweiz, Asien

 

24.07.2014, Palermo Mania

Mare Nostrum rettete heute Nacht 700 Migranten vor Lampedusa

Die Schiffe der italienischen Marine haben im Rahmen der Operation Mare Nostrum in zwei verschiedenen Operationen insgesamt 700 Migranten gerettet. Bei der ersten Operation nahm das Schiff "Uraina" 620 Migranten auf, darunter 167 Frauen und 37 Minderjährige die kurz vorher von dem Militärschiff Etna gerettet wurden. Bei der zweiten Operation nahm das italienische Schlepperboot "Almisan" 97 Flüchtlinge auf, die auf einem Schlauchboot südlich von Lampedusa gesehen wurden.

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Region(en): Italien / Malta