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Das Schweigen brechen

borderline-europe ist als gemeinnütziger Verein unabhängig von politischen Parteien oder Regierungen. Unsere Arbeit ist als Akt des zivilen Widerstands gegen die Abschottung der EU und ihre tödlichen Folgen gedacht. Ziele sind die umfassende Information der Öffentlichkeit, die Vernetzung europäischer Initiativen und die Lobbyarbeit auf nationaler- und EU-Ebene.

Die täglichen Dramen
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03.02.2012, migrationsrecht.net

UNHCR: "Mittelmeer tödlichstes Gewässer 2011"

Das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) hat am 31.1.2012 eine Pressemitteilung veröffentlicht, nach der das Mittelmeer 2011 das tödlichste Gewässer für Flüchtlinge und Migranten weltweit war.
03.02.2012, Themen Portal

Kinderrechte sollen auch für junge Flüchtlinge gelten

Mit der vorbehaltlosen Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention hat Deutschland Kinder unter besonderen Schutz gestellt. Alle Kinder? Nein, für 40.000 Flüchtlingskinder unter 18, bei denen die Behörden noch nicht entschieden haben, ob sie in Deutschland bleiben dürfen oder nicht, gelten diese Rechte nur mit Einschränkungen.
03.02.2012, SR Radio

Schweiz: Kein neues Verfahren für Abgewiesene

Die Schweiz will die Praxis bei Asylsuchenden verschärfen, die sie bereits einmal in ein Schengen-Land zurückgeschickt hat. So soll künftig kein neues Verfahren eröffnet werden. Das Vorgehen ist rechtlich umstritten. Die Flüchtlingshilfe warnt vor einem Alleingang.
03.02.2012, Neues Deutschland

Europäische Asylpolitik

Überfüllte Unterkünfte, rassistische Angriffe und überforderte Beamte - wer als Flüchtling in Griechenland Schutz sucht, muss sich auf einiges gefasst machen. Daran zweifelten nicht einmal deutsche Innenpolitiker und verzichteten deshalb letztes Jahr auf die geplante Abschiebung von 5000 Asylsuchenden in das Mittelmeerland. Zuvor hatte der Europäische Menschenrechtsgerichtshof Abschiebungen nach Griechenland aufgrund inhumaner Haftbedingungen untersagt.
03.02.2012, Neues Deutschland

Sicherer Hafen Budapest?

In Syrien tobt ein Bürgerkrieg, der bisher tausende Opfer gefordert hat. Vier syrische Staatsbürger haben es über Ungarn bis nach München geschafft. Ein Asylverfahren konnten sie in der Bundesrepublik jedoch nicht anstrengen. Stattdessen wurden sie erst zwei Monate eingesperrt und anschließend nach Budapest zurückgeschickt. So will es die sogenannte Dublin-II-Verordnung im europäischen Flüchtlingsrecht. Zwei Männer, Deserteure der syrischen Armee, wurden gestern und zwei Frauen vorgestern ausgeflogen.
03.02.2012, bordermonitoring ukraine

Ukraine - Somalier im Hungerstreik

Seit dem 6. Januar befinden sich 58 somalische Flüchtlinge in Zhuravychi, einer Haft in der Nähe von Lutsk, Ukraine, im Hungerstreik. Unter ihnen auch 13 Frauen und 24 Minderjährige. Sie fordern Zugang zum Asylverfahren und Freilassung aus der Haft. (Infos in engl. Sprache)
02.02.2012, Blick.ch

Bund macht Italien Beine bei Asylbewerbern

Italien leidet unter der Asylwelle aus Tunesien und Eritrea. Deshalb weigerten sich die Italiener zunehmend, wenn die Schweiz Asylbewerber, die bereits in Italien ein Asylgesuch gestellt hatten, nach Rom zurückschaffen wollten. Damit ist nun «basta». Italien soll seine Verantwortung wahrnehmen. Eine «Verbindungsperson» soll sich in Rom für Verbesserungen einsetzen.
02.02.2012, europaonline-magazin

Neue Flüchtlinge in Äthiopien erwartet

Wegen der prekären politischen Situation im Krisenland Somalia könnte es schon in den nächsten Wochen zu einem neuen Flüchtlingsstrom ins Nachbarland Äthiopien kommen. «Es werden zwischen 40 000 und 50 000 neue Flüchtlinge erwartet, und zwei neue Camps für die Neuankömmlinge sind bereits in Planung», sagte der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Bundestag, Thilo Hoppe, am Donnerstag nach einem Besuch der Flüchtlingslager im südäthiopischen Dolo Ado.
02.02.2012, taz

EU baut Zäune gegen Flüchtlinge

Obwohl dem Land die Staatspleite droht, unterzeichnete Christos Papoutsis, griechischer Minister für Bürgerschutz, am 19. Januar die Verträge: Für 5 Millionen Euro lässt Griechenland einen Zaun bauen, um die Landgrenze zur Türkei zu versiegeln. Das 12,5 Kilometer lange Bauwerk soll im Mai fertiggestellt sein. Zwei Zäune, drei Meter hoch, gefüllt mit aufgetürmten Rollen Natodraht, sollen künftig Papierlose fernhalten.
02.02.2012, afrika-travel.de

1.500 Migranten auf dem Weg nach Europa ertrunken

Etwas mehr als 58.000 Menschen ist es nach UN-Angaben 2011 gelungen, über den Seeweg bis nach Europa zu gelangen – 1.500 haben diesen riskanten Versuch nicht überlebt. Alleine seit Beginn diesen Jahres sind schon wieder drei Fälle bekannt geworden, in denen ein vollbesetztes Boot versucht hat, trotz der rauen See und des schlechten Wetters, von Libyen aus nach Lampedusa zu gelangen. Eines der Boote, das mit 55 Personen besetzt war, wird seitdem vermisst. Die libysche Küstenwache bestätigte gegenüber dem UNHCR, dass vergangene Woche 18 Leichen, darunter auch Frauen und Kinder, an die Küste angespült worden sind.
02.02.2012, DW world

Der tragische Rekord der Bootsflüchtlinge

Nach Zählung der Vereinten Nationen starben im vergangenen Jahr mehr als 1500 Flüchtlinge bei dem Versuch, Europas Mittelmeerküsten zu erreichen. Es ist die höchste Zahl seit Beginn der Erhebungen 2006.
02.02.2012, net-tribune

Mindestens 14 Flüchtlinge vor Malaysia ertrunken

Vor der malaysischen Küste sind mindestens 14 Flüchtlinge nach dem Kentern ihres Bootes ertrunken. Zehn weitere Menschen wurden aus unruhiger See gerettet, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Das Boot sei vermutlich auf dem Weg nach Australien gewesen, bei den Passagieren habe es sich um Iraker, Afghanen und Pakistaner gehandelt.
01.02.2012, SWR 2

Schiffbruch auf dem Mittelmeer

Der ehemalige Leiter des Organisation Cap Anamur Elias Bierdel spricht über die katastrophale Situation der Flüchtlinge im Mittelmeer. Das Unglück des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia ist erschütternd, nicht weniger erschütternd ist das Schicksal der Bootsflüchtlinge, die auf Schrottkähnen unterwegs sind nach Europa. Für die Überfahrt übers Mittelmeer zahlen sie mindestens genauso viel Geld wie die Vergnügungstouristen. Letztes Jahr kamen schätzungsweise 3000 Bootsflüchtlinge ums Leben. Wenn Flüchtlinge ertrinken, ist das allerdings selten mehr als eine Randnotiz.
01.02.2012, domradio

Ein trauriges Rekordjahr

Menschen, die Aufgrund der politischen Zustände, die aus ihrer Heimat flüchten müssen, verlieren dabei nicht nur ihre Existenz und ihre Heimat, sondern in vielen Fällen auch ihr Leben. Mehr als 1500 Menschen sind im vergangenen Jahr auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken oder verschwunden. Dazu im domradio.de-Interview: Pater Martin Stark vom Jesuiten Flüchtlingsdienst Deutschland.
01.02.2012, Blick.ch

Malta schickt Flüchtling nach Liechtenstein

Malta wird von Asylbewerbern aus Tunesien und Eritrea überschwemmt. Aus diesem Grund hat sich das Fürstentum Liechtenstein bereit erklärt, einen einzigen anerkannten Flüchtling aus Malta zu übernehmen. Auch die Schweiz muss helfen.
01.02.2012, Der Tagesspiegel

Vier syrische Flüchtlinge werden abgeschoben

Zwei syrische Frauen sind am Mittwoch nach Ungarn abgeschoben worden. Zwei Männer sollen morgen folgen. Dort droht ihnen nicht nur Haft, sondern auch die Rückbringung in die Heimat.
AKTUELLE LESETIPPS
„Lambadusa“ – Recherfahrt auf die Insel Lampedusa vom 12.-15.05.2011 [...mehr lesen]
Gabriele del Grande: Das Meer zwischen uns – Flucht und Migration in Zeiten der Abschottung
Herausgegeben von borderline europe e.V. und dem Förderverein PRO ASYL e.V., Deutsche Übersetzung von Judith Gleitze

Auf seiner Reise begegnet Gabriele del Grande bewegenden menschlichen Schicksalen: Mütter, Väter, Ehemänner und -frauen, Geschwister und Freunde, die geliebte Menschen bei der Flucht übers Mittelmeer verloren haben; Menschen, die seit Jahren in Abschie- bungshaftzentren und Gefängnissen ohne Kontakt zu ihren Familien einge- sperrt sind; und Behörden, die sich keinerlei Schuld am Schicksal dieser Menschen bewusst sind.
[...mehr lesen]
Flüchtlinge, Fischer, Abgeschobene – eine Recherchefahrt durch Tunesien in Zeiten des libyschen Krieges [...mehr lesen]
borderline-europe Jahresbericht 2010 – Unsere Arbeit im letzten Jahr [...mehr lesen]
borderline-europe Jahresbericht 2009 [...mehr lesen]
Europas neuer eiserner Vorhang
Die zweite Zeitschrift von borderline-europe, Menschenrechte ohne Grenzen e.V. Mit einem Vorwort von Günter Grass

„Es ist dringend nötig, dass sich in Europa Bürgerinnen und Bürger zusammentun, um auf einen ungeheuer- lichen Skandal aufmerksam zu machen: das tausendfache, von unseren Behörden und Regierungen weitgehend vertuschte, Massensterben an den Außengrenzen der Europäischen Union!" Aus dem Vorwort von Günter Grass

Das EU-Grenzregime und seine tödlichen Folgen: die Situation an den Grenzabschnitten in Wort und Bild.
Das Heft ist ab sofort über unsere Geschäftsstelle zu beziehen.
[...mehr lesen]
Liberté, dignité - Freiheit, Würde
Eindrücke der tunesischen Revolution

Mitte Februar kommen über 5000 tunesischem Flüchtlinge auf der italiensichen Insel Lampedusa an – nach dem Sturz des Diktators Ben Ali.
Warum haben sich diese Menschen gerade jetzt entschlossen, Tunesien zu verlassen? Wie steht es um die tunesische Revolution?
Eindrücke einer Kurzreise.

>> Broschüre (PDF)
>> Fotodokumentation (PDF)

Zurück in Teboulba - Die zweite Reise zu den tunesischen Fischern [...mehr lesen]
Die Reise nach Teboulba - Besuch bei den tunesischen Fischern [...mehr lesen]
Elias Bierdel
Ende einer Rettungsfahrt
Das Flüchtlingsdrama der Cap Anamur

Die Rettung von 37 schwarzafrika- nischen Schiffbrüchigen im Mittelmeer durch die "Cap Anamur" löste im Sommer 2004 diplomatische Verwicklungen und weltweite Schlagzeilen aus. Mit exklusiven Dokumenten und Fotos von Bord erzählt Elias Bierdel die wahre Geschichte hinter diesem angeblichen Fall von "Schlepperei", der nach dreijähriger Prozessdauer mit Freispruch endete. [...mehr lesen]


Verlag Ralf Liebe, 232 Seiten, EUR 19,80
ISBN-13: 978-3935221658
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