Das Schweigen brechen

borderline-europe ist als gemeinnütziger Verein unabhängig von politischen Parteien oder Regierungen. Unsere Arbeit ist als Akt des zivilen Widerstands gegen die Abschottung der EU und ihre tödlichen Folgen gedacht. Ziele sind die umfassende Information der Öffentlichkeit, die Vernetzung europäischer Initiativen und die Lobbyarbeit auf nationaler- und EU-Ebene.

 
Die täglichen Dramen
06.03.2015, Die Zeit

Sichere Herkunftsländer lassen Asylzahlen nicht sinken

Die Bundesregierung hat mehrere Balkanstaaten als sichere Herkunftsländer einstufen lassen. Doch die Zahl der Asylbewerber hat sich dadurch nicht spürbar verändert.

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Region(en): Osteuropa, Deutschland

 

06.03.2015, Katholische Sonntagszeitung

Pfarrer von Lampedusa beklagt Zustände im Aufnahmelager

Angesichts des andauernden Zustroms von Bootsflüchtlingen hat der katholische Pfarrer von Lampedusa unmenschliche Zustände im Aufnahmezentrum der Mittelmeerinsel angeprangert. Mehr als 1.000 Migranten, die Tragödien hinter sich hätten, unter unwürdigen Verhältnissen und ohne ausreichende Betreuung alle zusammen in eine Einrichtung für 250 Personen zu zwingen, sei "nicht hinnehmbar", sagte Mimmo Zambito am Mittwoch zu "Radio Vatikan". Dies sei eine "ungeheure Schande" für die Regierungen in Rom und Brüssel, aber auch für die Bewohner der Insel, auch wenn letztere keine Verantwortung dafür trügen.

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Region(en): Italien / Malta

 

06.03.2015, Junge Welt

Knast für Flüchtlinge

Der Bundestag diskutiert am heutigen Freitag über Verschärfungen im Abschiebungs- und Ausweisungsrecht. Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf setzen SPD, CDU und CSU zwei wesentliche Vorhaben des Koalitionsvertrags um: eine Bleiberechtsregelung für langjährig Geduldete und die »konsequente Aufenthaltsbeendigung von ausreisepflichtigen Ausländern«. Herausgekommen ist ein Paket mit den härtesten Einschnitten in das Aufenthaltsrecht seit der faktischen Abschaffung des Rechts auf Asyl 1993.

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Region(en): Deutschland

 

06.03.2015, Stranieriinitalia

Italienische Küstenwache: bisher 40% mehr Flüchtlinge gerettet als 2014

Die Zahl der geretteten Flüchtlinge in 2015 durch die italienische Küstenwache, die Handelsmarine und die Einsatzschiffe der Frontex-Operation Triton ist hat nach eigenen Aussagen mehr als 40% höher als im gleichen Zeitraum des Jahres 2014, in dem noch die Operation Mare Nostrum lief.

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Region(en): Italien / Malta

 

05.03.2015, Aljazeera

Griechenland verkündet radikale Einwanderungsreform

Die neue linke griechische Regierung möchte die Haftzentren für Migranten, die illegal einreisen, abschaffen.

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Region(en): Griechenland / Türkei

 

05.03.2015, RP online

"Die Flüchtlinge sind hier willkommen"

Bürgermeister Günter Thönnessen bereitet die Viersener auf Veränderungen vor. "Es rollt eine Flüchtlingswelle auf Deutschland zu, die wird auch unsere Stadt treffen", sagt Thönnessen. Doch der Verwaltungschef weiß auch: Was genau Viersen erwartet, kann derzeit niemand mit Sicherheit sagen. "Den Verteilungsmechanismus können wir als Kommune nicht mitbestimmen, sicher ist nur, dass die Menschen bei uns vor der Türe stehen. Und wir werden sie in unserer Stadt willkommen heißen."

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Region(en): Deutschland

 

05.03.2015, Zeit Online

Die Profiteure des Elends

Touristen oder Flüchtlinge: Wer bringt Hostel-Betreibern mehr ein? Flüchtlinge! Jedenfalls in Berlin. Denn die Stadt zahlt gut – auch für schlechte Zimmer.

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Region(en): Deutschland

 

05.03.2015, Die Welt

Berlin schiebt immer mehr Flüchtlinge ab

Berlin - Immer mehr Flüchtlinge und Asylbewerber werden aus Berlin abgeschoben: Im vergangenen Jahr waren es 602 Menschen. Das geht aus der Antwort der Innenverwaltung auf eine Parlamentarische Anfrage der Piratenfraktion hervor. Im Jahr 2013 seien es 500 Menschen und im Jahr 2012 erst 363 Menschen gewesen, teilte der flüchtlingspolitische Sprecher der Piraten-Fraktion, Fabio Reinhardt, am Donnerstag mit. «Die Abschiebepraxis in Berlin ist unter dem CDU-Hardliner Henkel deutlich rigider geworden, kritisierte Reinhardt.

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Region(en): Deutschland

 

05.03.2015, Vice

Frontex nimmt Stellung zu der „Geisterschiff“-Kontroverse

Kaum eine europäische Agentur ist in den letzten Jahren so in die Kritik geraten wie Frontex. Die Agentur wurde 2004 ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit der europäische Staaten zu stärken, wenn es um den „Schutz der Außengrenzen" geht. In den letzten zwei Jahren hat eine Rekordzahl von Menschen versucht, nach Europa zu fliehen. Ein Interview mit Klaus Rösler.

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Region(en): Italien / Malta, Europäische Union

 

05.03.2015, Migazin

Libanon hat 715 Mal mehr Flüchtlinge aufgenommen als die gesamte EU

Im Bericht zur weltweiten Lage der Menschenrechte zieht Amnesty International eine bestürzende Bilanz: Die zunehmende Gewalt bewaffneter Gruppen hat zur größten Flüchtlingskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg geführt.

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Region(en): Nordafrika, Weltweit

 

05.03.2015, rbb

Berlin schiebt immer mehr Flüchtlinge ab

Vor drei Jahren waren es noch 363, dann 500, zuletzt 602: Die Zahl der Asylbewerber, die nach einer Ablehnung abgeschoben werden, ist in den letzten Jahren in Berlin gestiegen. Die Piraten kritisieren eine aus ihrer Sicht "rigide Abschiebepraxis" und machen den "CDU-Hardliner" Henkel verantwortlich. Der Senator seinerseits hält das Vorgehen für völlig angemessen.

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Region(en): Deutschland

 

05.03.2015, swissinfo

Italien: 179 Flüchtlinge auf 2 Schlauchbooten gerettet

In einer von der Rettungszentrale in Rom koordinierten Rettungsaktion wurden 179 Flüchtlinge von zwei Schlauchbooten ca. 30-40 Seemeilen von der libyschen Küste entfernt gerettet. Sie waren auf dem Weg nach Italien und riefen um Hilfe an, da die Seeverhältnisse sehr schlecht waren. Das erste Boot wurde von dem Schlepper "Gagliardo" der Ölplattformen gerettet, das zweite von der unter maltesichen Flagge fahrenden "Kreta" abgeschleppt, beide waren von Rom dorthin beordert worden.

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Region(en): Italien / Malta

 

05.03.2015, Unione Sarda

Spanien: 23 Flüchtlinge in der Alboran See gerettet

23 Flüchtlinge, die manövrierunfähig in der Alboran See(Spanien) trieben wurden in der Nacht von der Guardia Civil gerettet. Die Subsaharianer wurden nach Motril (Granada) gebracht, wo sie am Morgen ankamen. Insgesamt 340 Flüchtlinge sind in diesem Jahr vor der andalusischen Küste in 15 Booten gestoppt worden. Seit Anfang März kamen drei Boote mit 78 Personen, darunter auch 11 Frauen und ein Neugeborenes.

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Region(en): Spanien

 

05.03.2015, La Repubblica

Schiffsunglück: wohl 50 Opfer

Sie sind von Zuwara (Libyen) losgefahren, in einem überfüllten Boot. 121 haben überlebt, als sich das Boot 50 Seemeilen vor der libyschen Küste überschlug. 10 Tote sind sicher zu verzeichnen, doch nun sagen die Überlebenden aus, dass es sich um gut 50 Opfer handeln könnte, so Carlo Pinto, Verantwortlicher der Abteilung zur Abwehr der irregulären Migration der Staatsanwaltschaft Syrakus. 2 Tunesier, einer von ihnen war an Bord des Bootes, wurden verhaftet.

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Region(en): Italien / Malta

 

05.03.2015, Die Zeit

Geschäfte machen mit Flüchtlingen

Täglich kommen mehr Asylbewerber nach Berlin. Jeder Zweite landet in einer privaten Unterkunft. Die Zustände sind oft schlecht, doch die Betreiber verdienen gut.

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Region(en): Deutschland

 

04.03.2015, Repubblica

Tote im Mittelmeer: wenn nur noch Privatpersonen retten

Die menschenfreundliche Mission von Regina und Christopher Catrambone. "So haben wir die Organisation MOAS - Migrant Offshore Aid Station gegründet und mit unserem zur Verfügung stehendem Budget haben wir angefangen ein geeignetes Schiff zu suchen. Wir sind keine Milliardäre, aber wir haben uns dagegen entschieden in andere Unternehmen zu investieren, weil wir überzeugt sind, dass anderen Menschen zu helfen auch eine Hilfe für sich selber ist und man die Gesellschaft in der man lebt verbessern kann.

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Region(en): Italien / Malta

 

04.03.2015, Middle East Eye

Tunesien rettet dutzende Migranten vor lybischer Küste

Das tunesische Militär hat 86 Migranten an Bord eines behelfsmäßigen Bootes, das Richtung der italienischen Insel Lampedusa unterwegs war, auf dem Meer vor der Küstenstadt Zarzis gerettet, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Die Gruppe floh vor dem Konflikt im benachbarten Lybien, vom lybischen Hafen Zuwarah aus, rund 60 Kilometer von Tunesien entfernt, begann am Dienstagnachmittag Wasser in ihr Boot einzudringen, berichtete die tunesische Küstenwache.

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Region(en): Nordafrika

 

04.03.2015, Fox News

Türkei ersucht Hilfe der EU um "Geistersschiffe" zu stoppen

Brüssel – Die Türkei wendet sich an die Europäische Union, damit sie hilft das Phänomen der Geisterschiffe zu bekämpfen, die von Schmugglern genutzt werden, um hunderte von Migranten auf einmal Richtung europäischer Küsten zu schicken. Der türkische Botschafter in Brüssel, Selim Yenes sagte am Mittwoch zu EU Abgeordneten, dass sein Land „ richtige Informationen [und] Koordination bei diesen Themen.“, braucht. Er forderte die EU auf Satellitenbilder und andere Nachrichtedienste zu Verfügung zu stellen.

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Region(en): Griechenland / Türkei, Europäische Union

 

04.03.2015, giornale.it

Migranten: 2015 wird ein Jahr des Rekords sein

2015 könnte ein Jahr des Rekords für die Ankünfte von Migranten werden, auch aufgrund der unkontrollierbaren Situation in Lybien, von wo aus eine grosse Mehrheit von Migranten losfährt. Laut den offiziellen Zahlen des Innenministeriums sind in den ersten zwei Monaten von diesem Jahr 7.882 Migranten an den Küsten Italiens gelandet. Das ist eine Steigerung von 43% im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2014, als die Ankünfte 5.506 waren.

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Region(en): Italien / Malta, Europa

 

04.03.2015, Greek Reporter

Aufruhr wegen angeblichen Änderungen in der Immigrationspolitik

Der Vize-Innenminister, Yiannis Panousis, reagierte vehement auf ein Polizeidokument, dass am Dienstag in Umlauf war und eine „neue Politik zu Inhaftierungsprozeduren von Migranten“ thematisierte. In dem Dokument heißt es, dass illegale Immigranten, die an der griechischen Grenze aufgegriffen werden, nicht inhaftiert werden, sondern erneuerbare Aufenthaltsgenehmigungen in Griechenland bekommen. Bei einer Notfallpressekonferenz, sagte der stellvertretende Minister das Dokument wurde zurückgezogen.

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Region(en): Griechenland / Türkei