Das Schweigen brechen

borderline-europe ist als gemeinnütziger Verein unabhängig von politischen Parteien oder Regierungen. Unsere Arbeit ist als Akt des zivilen Widerstands gegen die Abschottung der EU und ihre tödlichen Folgen gedacht. Ziele sind die umfassende Information der Öffentlichkeit, die Vernetzung europäischer Initiativen und die Lobbyarbeit auf nationaler- und EU-Ebene.

 
Die täglichen Dramen
25.01.2015, Pester Lloyd

Ungarn will Flüchtlinge mit "islamischer Identität" sofort abschieben

Der Vizechef der Regierungspartei FIDESZ, Lajos Kósa, hat eine verschärfte Flüchtlingspolitik angekündigt. Diese beruhe sowohl auf dem "Willen der Ungarn" (ein regierungsnahes Institut hatte kürzlich herausgefunden, dass sich 70% der Bürger schärfere Regeln wünschen) sowie dem Umstand, dass ohnehin die meisten der hier ankommenden Flüchtlinge das Land vor Abschluss eines Asylverfahrens wieder verlassen und zudem "95% der Flüchtlinge eine islamische Identität" hätten.

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Region(en): Osteuropa

 

25.01.2015, Tages Anzeiger

«Das ist extrem wenig»

Die EU arbeitet seit mehreren Wochen an einem Pilotprojekt zur Aufnahme von 10'000 Flüchtlingen aus Syrien, wie die «NZZ am Sonntag» meldet. Nach der Aufnahme sollen die Flüchtlinge, so der Plan, auf alle europäischen Staaten aufgeteilt worden. Wird das Vorhaben der EU umgesetzt, kommt dies in zweierlei Hinsicht einem Durchbruch gleich: Einerseits ist es ein humanitärer Akt von ganz Europa, andererseits eine Neuorganisation der Asyllasten unter den europäischen Staaten.

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Region(en): Österreich / Schweiz, Europäische Union

 

25.01.2015, Junge Freiheit

Menschenhandel als einträgliches Geschäft

Daß sie schlußendlich noch gerettet worden sind, gleicht einem kleinen Wunder: Fast 1.200 Menschen kreuzten zum Jahreswechsel über Tage an der Adriaküste des Mittelmeeres umher. Eingepfercht wie Vieh auf tatsächlichen Viehtransportern, ohne Wasser, Nahrung und lebensnotwendige Medikamente, das Ruder der beiden Schiffe – der „Ezadeen“ und der „Blue Sky“ – auf Autopilot geschaltet. Dabei wurden der Crew horrende Summen für die gefahrvolle Überfahrt gezahlt. Umgerechnet zwischen 3.500 und 7.000 Euro.

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Region(en): Europäische Union, Europa

 

24.01.2015, Rundfunk Berlin-Brandenburg

Getöteter Asylbewerber Khaled in Berlin bestattet

Mehrere hundert Menschen haben dem in Dresden getöteten Asylbewerber Khaled Idris Bahray aus Eritrea die letzte Ehre erwiesen - auf einem Friedhof in Berlin-Gatow. In Dresden war keine islamische Beerdigung möglich. Die dortigen Vorschriften widersprechen den traditionellen Beerdigungsriten.

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Region(en): Deutschland, Europa

 

24.01.2015, Tiroler Tageszeitung

Flüchtlinge - Bulgarien schickt Soldaten zur türkischen Grenze

Sofia - Soldaten der bulgarischen Armee sollen zum besseren Schutz der EU-Außengrenze an die Grenze zwischen Bulgarien und der Türkei entsandt werden. Das gab am Samstag Bulgariens Verteidigungsminister Nikolaj Nentschew gegenüber dem Staatsradio BNR bekannt. Die Maßnahme erfolge angesichts der erwarteten neuen Flüchtlingswelle aus dem Nahen Osten.

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Region(en): Osteuropa

 

24.01.2015, Focus Online

Mängelliste: Flüchtlinge kritisieren ihre Unterkunft

Dortmund. Es gibt keinerlei Privatsphäre, das Essen reicht nicht aus und zudem stehen nachts keine Duschmöglichkeiten zur Verfügung. Diese „katastrophalen Bedingungen“ kritisieren Flüchtlinge in einer Mängelliste. Sie wollen raus aus der Sporthalle und endlich in Wohnungen ziehen.

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Region(en): Deutschland, Europa

 

23.01.2015, Express

Polizei informierte Stadt nicht: Übergriffe auf Kölner Flüchtlinge?

Köln – Die Übergriffe auf Flüchtlinge in Unterkünften im nordrhein-westfälischen Burbach haben zu einer Anfrage im Landtag geführt. Bei der Antwort von Innenminister Ralf Jäger (SPD) kam heraus, dass auch in Köln fünf Anzeigen gegen Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes vorliegen.

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Region(en): Deutschland, Europa

 

23.01.2015, VICE

Die größte Polizeiaktion Europas ging gegen Flüchtlinge

Die größte Polizeiaktion Europas ging nicht gegen die Mafia, sondern gegen Flüchtlinge. Heute wurden die Resultate der europaweit koordinierten Polizeiaktion „Mos Maiorum" bekannt, die im Oktober 2014 angefangen hatte. In den darauffolgenden zwei Wochen wurden über 19.000 Flüchtlinge abgefangen, wie aus dem von Statewatch geleakten internen Abschlussbericht an den Rat der Europäischen Union hervorgeht. „Die Ergebnisse haben die Erwartungen übertroffen", heißt es in dem Bericht abschließend.

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Region(en): Europäische Union, Europa

 

23.01.2015, RTL

Syrische Flüchtlinge kämpfen in libanesischen Notunterkünften gegen die Kälte

Eine Millionen Flüchtlinge hat der Libanon aufgenommen. Viele von ihnen leben in der Bekaa-Ebene, und leiden dort unter dem ebenso langen wie harten Winter. Ihre Dörfer aus Zelten bieten kaum Schutz vor der Kälte. Doch obwohl sie völlig unverschuldet in ihre missliche Lage geraten sind, geben die Flüchtlinge nicht auf und bieten den Schneemassen sowie der durch die Zeltplanen ziehenden Kälte die Stirn.

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Region(en): Weltweit

 

23.01.2015, Süddeutsche Zeitung

Gericht stoppt Bau von Flüchtlingsheim in Villenviertel

Das Verwaltungsgericht Hamburg gibt einem Eilantrag von Anwohnern gegen den Bau eines Flüchtlingsheims in Harvestehude statt. In der Begründung des Gerichts heißt es, die Gegend sei ein "besonders geschütztes Wohngebiet", ein Flüchtlingsheim jedoch keine "reine Wohnnutzung". Das Bezirksamt Eimsbüttel will gegen die Entscheidung Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht einlegen.

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Region(en): Deutschland

 

23.01.2015, Hannoversche Allgemeine

Hannover nimmt Flüchtlinge ohne Asylantrag auf

Weil immer mehr Flüchtlinge Zuflucht suchen, schickt das zuständige Bundesamt jetzt auch Personen in die Kommunen, die noch keinen Asylantrag gestellt haben. Normalerweise landen diese Flüchtlinge erst in einer zentralen Anlaufstellen. Auf Hannover kommen dadurch bald zusätzliche Kosten zu.

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Region(en): Deutschland

 

23.01.2015, Westdeutsche Zeitung

Wohncontainer für Flüchtlinge auf NS-Lazarettgelände

Düsseldorf. Die Suche nach geeigneten Unterkünften für die steigende Zahl an Flüchtlingen bringt NRW-Kommunen in Bedrängnis. Der Stadt Düsseldorf geht da es nicht anders. Aktuell werden ihr monatlich 300 Neuankömmlinge zugewiesen. Die Idee, Wohncontainer für bis zu 300 Personen im Stadtteil Ludenberg aufzustellen, sorgt allerdings für viel Kritik. Auf dem Gelände befand sich ab 1940 ein Lazarett für französische und später auch sowjetische Kriegsgefangene. Viele von ihnen waren Zwangsarbeiter.

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Region(en): Deutschland, Europa

 

23.01.2015, Philenews.com

Betrug zu Lasten der Migranten von Kokkinotrimithias (Zypern)

Nicosia: Mit dem Versprechen, dass sie sie nach Italien bringen, nutzten Gauner die Migranten aus, die in den Flüchtlingslagern leben, die in Kokkinotrimithia errichtet wurden. Insgesamt erbeuteten die Betrüger von 64 Migranten den Betrag von 148.290 Euro und 211.550 Dollar. Die Migranten hatten sich das Geld von Verwandten, die sich in europäischen Ländern befinden, schicken lassen.
In diesem Fall sind bereits zwei Personen vor dem Provinzgericht Nicosias angeklagt, während noch weitere Personen gesucht werden.

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Region(en): Griechenland / Türkei

 

23.01.2015, FinanzNachrichten

Die Lage der Flüchtlinge im türkischen Grenzgebiet ist verzweifelt

Seit dem vergangenen Sommer sind mehrere hunderttausend Flüchtlinge aus Syrien und dem Nordirak in die Türkei geflohen. Viele Flüchtlinge müssen in erbärmlichen Verhältnissen leben. Es fehlen winterfeste Zelte, Decken, Nahrung und Medikamente. Das berichten Ute Hoffmann von action medeor und Dennis Necat Bozan, Mitglied der Gesellschaft ezsidischer Akademiker. Sie besuchten Anfang Januar im Rahmen einer Delegationsreise der Sendener Initiative "Aktion Hoffnungsschimmer" Flüchtlingslager im türkisch-syrischen Grenzgebiet.

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Region(en): Griechenland / Türkei

 

23.01.2015, Statewatch

Über 19,000 Personen während 'Mos Maiorum' festgenommen

Über 19,000 Personen wurden während 'Mos Maiorum', die gemeinsame europaweite Polizei- und Grenzschutzoperation, die im zwei Wochen im Oktober 2014 andauerte, festgenommen. Über ein Viertel der Personen, die von den Grenzschutzbehörden aufgegriffen worden sind waren Syrer, laut einer durchgesickerten Kopie des Abschlussberichts.

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Region(en): Europäische Union, Europa

 

23.01.2015, RAI

Unglück vor Malta: Ein Toter und 20 Vermisste

Ein Mann ist gestorben und 20 weitere Migranten gelten als vermisst, auch wenn sie höchst warscheinlich ertrunken sind. Sie waren Teil der Gruppe von über 100 Migranten an Bord von einem Schlauchboot. 85 von ihnen wurden von der maltesichen Marine gerettet, nach dem Schiffbruch 40 Seemeilen vor der Insel. Der Mann ist im Krankenhaus von Valletta verstorben. Zwei weitere Geborgene wurden in das Krankenhaus eingewiesen und schweben in Lebensgefahr.

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Region(en): Italien / Malta, Europa

 

22.01.2015, Repubblica Palermo

Neue Tragödie im Kanal von Sizilien: 20 vermisste Migranten

Eine neue Tragödie ist im Kanal von Sizilien geschehen. Ein Schlauchboot mit etwa 100 Flüchtlingen an Bord ist circa 40 Seemeilen südwestlich von Malta untergegangen. Nur 85 von ihnen wurden von der maltesischen Marine gerettet, während circa 20 als offiziell vermisst gelten, jedoch höchst warscheinlich ertrunken sind.

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Region(en): Italien / Malta, Europa

 

22.01.2015, ContattoNews

Malta, 90 geretteten Migranten wurden in Quarantäne gesetzt

Die etwa 90 Migranten, die von der maltesischen Marine auf dem Mittelmeer gerettet worden sind, wurden in Quarantäne gesetzt, nachdem sie erzählt hatten, dass ungefähr 20 Personen auf der Überfahrt gestorben sind und über Bord geworfen worden sind.

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Region(en): Italien / Malta, Europa

 

22.01.2015, Süddeutschen Zeitung

Küstenwachen retten rund 150 Flüchtlinge

Direkt aus dem Reuters-Videokanal: Die italienische Küstenwache hat vor der Küste Libyens rund 70 Flüchtlinge aus einem Schlauchboot gerettet. Von dort hatten die Migranten einen Notruf absetzen können und wurden von den Italienern dann in den Hafen der Insel Lampedusa gebracht. Auch die maltesischen Behörden konnten rund 80 Menschen aus einem Schlauchboot retten.

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Region(en): Italien / Malta, Nordafrika

 

22.01.2015, Die Welt

Flüchtlinge trauen sich nicht mehr aus der Wohnung

Vor gut einer Woche wurde der 20-jährige Khaled Asylbewerber in Dresden unter unklaren Umständen getötet. Seine Mitbewohner fürchten ebenfalls um ihr Leben. Sie wollen nur eins: Raus aus Dresden.

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Region(en): Deutschland, Europa