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Das Schweigen brechen

borderline-europe ist als gemeinnütziger Verein unabhängig von politischen Parteien oder Regierungen. Unsere Arbeit ist als Akt des zivilen Widerstands gegen die Abschottung der EU und ihre tödlichen Folgen gedacht. Ziele sind die umfassende Information der Öffentlichkeit, die Vernetzung europäischer Initiativen und die Lobbyarbeit auf nationaler- und EU-Ebene.

Die täglichen Dramen
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27.01.2012, GoSee.de

Film News: "Implosion"

Als nahe des Hotels ein Flüchtlingsboot sinkt und die hübsche junge Freundin nicht wie vermutet aus Frankreich sondern aus Afrika kommt ist die Harmonie zwischen den Generationen komischerweise gestört. Thomas kämpft mit aller macht die nur einem jungen Herzen innewohnt - beeindruckend! - für die schöne Djamile, für Gerechtigkeit und nicht zuletzt für die Liebe.
26.01.2012, Focus Online

Norden der EU blockt Asylregelung ab

Flüchtlinge können in der EU nicht auf koordinierte Hilfe hoffen. Der Norden verlangt von den Südländern, mehr zu leisten – doch Lager in Griechenland sind jetzt schon überfüllt. Mancherorts landen Asylbewerber erst mal im Knast.
26.01.2012, greenpeace magazine

Kein Abschiebestopp für syrische Flüchtlinge

Trotz der anhaltenden Übergriffe gegen die syrische Protestbewegung plant die Bundesregierung keine zusätzlichen Abschiebe-Hindernisse für Flüchtlinge aus dem arabischen Land. Innenstaatssekretär Christoph Bergner (CDU) verwies am Donnerstagabend im Bundestag auf die Zuständigkeit der Bundesländer. Dort seien auf Empfehlung des Bundesinnenministeriums bereits im vergangenen April alle Abschiebungen nach Syrien vorläufig ausgesetzt worden.
26.01.2012, dw world

Junge Afghanen hoffen auf Asyl

Alltägliche Gewalt und Perspektivlosigkeit bestimmen das Leben vieler Jugendlicher in Afghanistan. Kein Wunder, dass immer mehr eine Perspektive in Europa suchen. Mehr als 1000 waren es 2011 allein in Deutschland.
26.01.2012, Tagesschau

Kompromisssuche bei der Flüchtlingspolitik

Vor einem Jahr war die Angst groß, dass Europa infolge der arabischen Revolte von einer Flüchtlingswelle überrollt wird. Es kam anders: Zwar kamen viele Flüchtlinge, aber Europa wurde damit fertig. Verbesserungen des Asylsystems sind weiter nötig, die Kompromissbereitschaft ist aber gering.
26.01.2012, Der Standard

"Ohne Afrika würde Europa zugrundegehen"

Wären die Grenzen der EU offen, dann "würde es keine Invasion geben", glaubt die senegalesische Aktivistin Madjiguène Cissé. Vier Jahre lang kämpfte die Senegalesin Madjiguène Cissé in Frankreich für die Rechte von Zugewanderten ohne Aufenthaltserlaubnis. Seit zwölf Jahren arbeitet Cissè für Frauenprojekte im Senegal, um Familien in ländlichen Gebieten die Existenz zu sichern
26.01.2012, welt online

USA: Illegale Einwanderung

Inzwischen erschwert ein elektronisch überwachter Grenzzaun über weite Strecken der 3000 Kilometer langen Landgrenze die illegale Einwanderung. Außerdem hat sich die Zahl der Grenzschützer versechsfacht – auf inzwischen 20.000. Striktere Migrationsgesetze und mehr als eine Million Abschiebungen in den vergangenen drei Jahren haben ebenfalls abschreckend und preistreibend gewirkt. Kostete ein Schlepper in den 80er-Jahren noch 700 Dollar, sind es mittlerweile 2500 und mehr.
26.01.2012, NZZ

Schweiz: Aussenminister sichert Tunesien Hilfen zu

Derzeit ersuchen viele Tunesier in der Schweiz um Asyl. Ein Rückübernahmeabkommen müsse mit der Regierung in Tunis besprochen werden, sagte Crevoisier. Gleichzeitig habe der tunesische Minister betont, dass das Land selber Migrationsprobleme habe, seien doch während des blutigen Umsturzes im Nachbarland Libyen über eine Million Flüchtlinge gekommen. Davon seien immer noch 200'000 Menschen in Tunesien. Zum Vergleich: 2011 haben in der Schweiz 22'551 Menschen um Asyl ersucht.
26.01.2012, Focus online

Verteilung von Asylbewerbern: EU einigt sich nicht

Zuständig bleibt das Land, in dem ein Flüchtling erstmals europäischen Boden betreten hat – und zwar ohne Ausnahmen. Das vereinbarten die EU-Innenminister bei ihrem Treffen am Donnerstag in Kopenhagen. Die Mittelmeerstaaten Griechenland, Zypern und Malta, wo die meisten Flüchtlinge ankommen, hatten von den Nordländern die Übernahme von Asylbewerbern verlangt. Die Mehrheit – darunter Deutschland – lehnte das ab. „Für eine neue interne Verteilung von Flüchtlingen gab es keine Unterstützung“, sagte der dänische Justizminister Morten Bodskov.
26.01.2012, bundestag.de

Streit um Untersuchungen vor Abschiebungen

Ärztliche Untersuchungen vor der Abschiebung liegen im Spannungsverhältnis zwischen Asylrecht, Medizin und Menschenrechten. Das zeigte ein öffentliches Fachgespräch des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe am Donnerstagvormittag, bei dem Bundes-, Ärzte und Opfervertreter die Situation sehr unterschiedlich einschätzten. Seit Jahren kritisieren Menschenrechtler, dass die Situation traumatisierter Flüchtlinge, deren Asylantrag abgelehnt wurde, im Rahmen einer Reisefähigkeitsuntersuchung nur ungenügend berücksichtigt werde.
26.01.2012, Handelsblatt

EU-Länder streiten um gemeinsame Asylpolitik

Missbrauch verhindern und Asylbewerbern gleiche Bedingungen bieten - so lautet das Ziel der EU. Doch eine gemeinsame Asylpolitik liegt in weiter Ferne. Mittelmeerstaaten und Nordländer geben sich gegenseitig die Schuld.
26.01.2012, oönachrichten.at

Familie wartet seit 8 Jahren auf Asylbescheid

Im Volkshilfe Flüchtlingshaus in Lambach leben 40 Menschen aus Syrien, Tschetschenien, der Mongolei, Kirgisistan und der Mongolei. Eine sechsköpfige tschetschenische Familie wartet seit 2004 auf ihren Asylbescheid. Trotz aller Beteuerungen, dass die Asylverfahren künftig schneller abgeschlossen werden, gibt es noch immer etliche Fälle wie diese.
26.01.2012, Norddeutscher Rundfunk

80 Fälle - Schleuserbanden gut organisiert

Die Ermittlungsgruppe Schleuser des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern hat nach Informationen von NDR 1 Radio MV im vergangenen Jahr rund 80 Fälle registriert, in denen illegale Einwanderer nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht wurden. Die Zahlen sind in etwa so hoch wie im Vorjahr. Vietnamesen machen rund 20 Prozent der illegalen Einwanderer aus. An zweiter Stelle stehen Einwanderer aus dem Irak und Russland.
26.01.2012, Neues Deutschland

Ansichten eines Aliens

»2012 Planet paradox« bei den Stachelschweinen erklärt die Welt aus Sicht von Besuchern (...) Bis in den Zynismus, auch er wohlfeile Zutat im Kabarett, steigern sich die finalen Sketche. Mallorca-Urlauber fühlen sich gestört von Bootsflüchtlingen, an denen sogar ein NATO-Schiff tatenlos vorbeifährt: Lieber tote Quallen im Meer als tote Tunesier.
25.01.2012, Wiener Zeitung

Frankreich: Kritik an EU-Zuwanderungspolitik

Fakt ist: Viele junge Menschen fliehen nach wie vor aus Afrika. Der Flüchtlingsstrom nach Europa reißt nicht ab. "Der Staat bietet ihnen keine Perspektiven", meint Cissé. Mignane Diouf, der in Dakar Professor für Menschenrechte ist, bestätigt: "Viele junge Menschen sind sogar zwei, drei weitere Male nach Europa geflohen, nachdem sie wieder zurückgebracht worden sind."
25.01.2012, The European Circle

EU-Asylpolitik inakzeptabel

Derzeit befinden sich die vier SyrerInnen in München-Stadelheim in sogenannter Abschiebehaft. Die Inhaftierten müssen eine Ausweisung nach Ungarn fürchten, um im Anschluss an ihr Heimatland ausgeliefert zu werden. "Wir sehen keine Veranlassung, von Überstellungen gemäß der Dublin-Verordnung nach Ungarn abzusehen". Man gehe davon aus, dass Ungarn das Flüchtlingsrecht wahre, so der Sprecher Friedrichs weiter. Somit besteht für den Innenminister zurzeit kein weiterer Handlungsbedarf. Ohne Frage werden hier die Grenzen und Probleme der Dublin-II-Verordnung ersichtlich. Für eine Europäische Gemeinschaft, die sich das Credo der Menschenrechte auf die Fahnen schreibt, sei solch eine Handlungsweise ein "Armutszeugnis".
AKTUELLE LESETIPPS
„Lambadusa“ – Recherfahrt auf die Insel Lampedusa vom 12.-15.05.2011 [...mehr lesen]
Gabriele del Grande: Das Meer zwischen uns – Flucht und Migration in Zeiten der Abschottung
Herausgegeben von borderline europe e.V. und dem Förderverein PRO ASYL e.V., Deutsche Übersetzung von Judith Gleitze

Auf seiner Reise begegnet Gabriele del Grande bewegenden menschlichen Schicksalen: Mütter, Väter, Ehemänner und -frauen, Geschwister und Freunde, die geliebte Menschen bei der Flucht übers Mittelmeer verloren haben; Menschen, die seit Jahren in Abschie- bungshaftzentren und Gefängnissen ohne Kontakt zu ihren Familien einge- sperrt sind; und Behörden, die sich keinerlei Schuld am Schicksal dieser Menschen bewusst sind.
[...mehr lesen]
Flüchtlinge, Fischer, Abgeschobene – eine Recherchefahrt durch Tunesien in Zeiten des libyschen Krieges [...mehr lesen]
borderline-europe Jahresbericht 2010 – Unsere Arbeit im letzten Jahr [...mehr lesen]
borderline-europe Jahresbericht 2009 [...mehr lesen]
Europas neuer eiserner Vorhang
Die zweite Zeitschrift von borderline-europe, Menschenrechte ohne Grenzen e.V. Mit einem Vorwort von Günter Grass

„Es ist dringend nötig, dass sich in Europa Bürgerinnen und Bürger zusammentun, um auf einen ungeheuer- lichen Skandal aufmerksam zu machen: das tausendfache, von unseren Behörden und Regierungen weitgehend vertuschte, Massensterben an den Außengrenzen der Europäischen Union!" Aus dem Vorwort von Günter Grass

Das EU-Grenzregime und seine tödlichen Folgen: die Situation an den Grenzabschnitten in Wort und Bild.
Das Heft ist ab sofort über unsere Geschäftsstelle zu beziehen.
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Liberté, dignité - Freiheit, Würde
Eindrücke der tunesischen Revolution

Mitte Februar kommen über 5000 tunesischem Flüchtlinge auf der italiensichen Insel Lampedusa an – nach dem Sturz des Diktators Ben Ali.
Warum haben sich diese Menschen gerade jetzt entschlossen, Tunesien zu verlassen? Wie steht es um die tunesische Revolution?
Eindrücke einer Kurzreise.

>> Broschüre (PDF)
>> Fotodokumentation (PDF)

Zurück in Teboulba - Die zweite Reise zu den tunesischen Fischern [...mehr lesen]
Die Reise nach Teboulba - Besuch bei den tunesischen Fischern [...mehr lesen]
Elias Bierdel
Ende einer Rettungsfahrt
Das Flüchtlingsdrama der Cap Anamur

Die Rettung von 37 schwarzafrika- nischen Schiffbrüchigen im Mittelmeer durch die "Cap Anamur" löste im Sommer 2004 diplomatische Verwicklungen und weltweite Schlagzeilen aus. Mit exklusiven Dokumenten und Fotos von Bord erzählt Elias Bierdel die wahre Geschichte hinter diesem angeblichen Fall von "Schlepperei", der nach dreijähriger Prozessdauer mit Freispruch endete. [...mehr lesen]


Verlag Ralf Liebe, 232 Seiten, EUR 19,80
ISBN-13: 978-3935221658
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