Das Schweigen brechen

borderline-europe ist als gemeinnütziger Verein unabhängig von politischen Parteien oder Regierungen. Unsere Arbeit ist als Akt des zivilen Widerstands gegen die Abschottung der EU und ihre tödlichen Folgen gedacht. Ziele sind die umfassende Information der Öffentlichkeit, die Vernetzung europäischer Initiativen und die Lobbyarbeit auf nationaler- und EU-Ebene.

 
Die täglichen Dramen
26.03.2015, Stuttgarter Zeitung

Flüchtlinge illegal über Grenze gebracht

Am Mittwoch hat nach knapp drei Jahren wieder ein großer Schleuserprozess vor dem Stuttgarter Landgericht begonnen. Ein 57-Jähriger Mann soll mit Hilfe von drei weiteren Schleusern insgesamt 98 Afrikaner von Mailand über die deutsche Grenze gebracht haben.

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Region(en): Italien / Malta, Deutschland

 

26.03.2015, Der Spiegel

Uno-Bericht: Die meisten Asylbewerber kommen nach Deutschland

Berlin - Die Industriestaaten haben im vergangenen Jahr nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR die höchste Zahl von Asylanträgen seit 22 Jahren verzeichnet. Von insgesamt etwa 866.000 Erstanträgen auf Asyl seien die meisten in Deutschland registriert worden, teilte die Behörde in Genf mit.

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Region(en): Deutschland, Europäische Union

 

25.03.2015, africasacountry

Zwischen zwei Feuern: Der Kampf eines Migranten für ein Platz in Deutschland

In Diktaturen, wo ein menschenwürdiges Leben nicht existent ist und der Reichtum einer Nation von der Führungsgruppe kontrolliert und besitzt wird, leiden junge Leute an einer erstickenden Atmosphäre von systematischer Unterdrückung, wenn sie die Führungsgruppe an der Macht kritisieren. Ich schreibe diese Worte aus meiner persönlichen Erfahrung, da ich ein illegaler sudanesischer Immigrant in Europa bin. Ich habe es auf die harte Weise gelernt, dass illegale Immigration nicht die Lössung ist, wenn dich das Mittelmeer nicht vorher verschluckt.

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Region(en): Deutschland

 

25.03.2015, Zeit Online

Deutschland bekommt EU-Mittel für Flüchtlinge und Grenzkontrolle

Brüssel - Die EU hat fast 356 Millionen Euro bereitgestellt, um Deutschland in den kommenden Jahren in der Flüchtlings- und Asylpolitik sowie bei der Grenzsicherung zu unterstützen. 221,4 Millionen Euro kommen aus dem europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF), wie EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos am Mittwoch mitteilte. Weitere 134,4 Millionen Euro stammen aus dem Fonds für die innere Sicherheit (ISF), über den unter anderem die Grenzkontrolle über den Einsatz moderner Technologien verbessert werden soll.

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Region(en): Deutschland, Europäische Union

 

25.03.2015, Kurier.at

Quote soll Flüchtlinge gleichmäßiger in Europa verteilen

Seit Langem ringen die EU-Staaten um eine Reform der gemeinsamen Asylpolitik. Langsam kommt jetzt etwas Bewegung in die Sache: Bei Experten-Anhörung im EU-Parlament wurde Quotenregelung diskutiert.

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Region(en): Europäische Union

 

25.03.2015, Berliner Zeitung

Krieg könnte syrische Flüchtlinge im Libanon einholen

Baalbek – Zwei Millionen Syrer sind vor dem Bürgerkrieg in den Libanon geflohen. Viele von ihnen leben in provisorischen Zelten im grenznahen Bekaa-Tal. Dort droht sie der Konflikt jedoch bald einzuholen.

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Region(en): Asien

 

25.03.2015, efsyn.gr

Diskussion mit den Migranten im Parlament

Das griechische Parlament hat am Samstag zum Anlass des Internationalen Tages des Rasismus seine Türen für antirassistische Organisationen geöffnet. Ungefähr 30 Vertreter von Vereinen und Migranten-gemeinden aus Syrien, den Philipinen, aus Sierra Leone, Albanien, Nigeria, Manila, dem Irak, aus Afghanistan und Marokko fanden sich im Parlamentssaal ein, wobei sie offen 75 Minuten über die Probleme diskutierten, denen sie begegnen – und all das unter der Liveübertragung des Kanals des Parlaments. Das Ereignis bei dem keine Parteien anwesend waren, nur die Vorgesetzte des Parlaments, die das Wort all denen gab, die etwas darlegen wollten. “Das Zeichen, dass wir aussenden wollen ist, dass wenn wir Empfang und Gastfreundschaft sagen, wir dieses auch meinen und nicht Gefangenlager, wie Amygdaleza” betonte unter anderem Zoi Konstantopoulou.
24.03.2015

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Region(en): Griechenland / Türkei

 

24.03.2015, Redattore Sociale

Unhcr: "Todeszahlen an den Außengrenzen steigen; auf 100 Ankommende kommen 5 Tote"

"Die Anzahl der Todesopfer steigt: auf 100 Personen, die angekommen sind, kommen 5 Tote. Seit Jahresbeginn sind schon 400 Personen gestorben". Dies hat Carlotta Sami, Sprecherin des Hohen Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) heute morgen bei dem Treffen “Protect People Not Borders” bestätigt. Das Treffen wurde an der Universität Lumsa in Rom von der Studentengruppe “Good morning youth” organisiert.

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Region(en): Italien / Malta

 

24.03.2015, rbb

Gruppe syrischer Flüchtlinge in Frankfurt (Oder) angegriffen

Mehrere syrische Flüchtlinge sind in Frankfurt (Oder) Opfer eines fremdenfeindlichen Angriffs geworden. Erst attackierten die Täter die Asylbewerber verbal, dann verfolgten sie die Männer auf dem Nachhauseweg und griffen sie an. Gegen drei mutmaßliche Täter wurde wegen Wiederholungsgefahr Haftbefehl erlassen.

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Region(en): Deutschland

 

24.03.2015, Eldiario

Regierung rechtfertigt Betäubungsmitteleinsatz bei Deportationen

EU-Kommission und Regierung rechtfertigen den Einsatz von Betäubungsmitteln bei Abschiebungen per Flugzeug, was der Sicherheit der Passagiere diene. NGOs bemängeln, dass die Menschenrechte der Rückkehrer verletzt werden. Der Einsatz von Betäubungsmitteln bei Abschiebungen ist in der EU eigentlich verboten. In einer parlamentarischen Antwort heißt es, dass die Abschiebungen überwacht werden. Laut der Bürgerbeauftragten würden aber nur Stichproben gemacht. Amnesty International verurteilt den Mangel an Transparenz bei Abschiebungen.

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Region(en): Spanien, Europäische Union

 

23.03.2015, entwicklungspolitikonline

"Sea Watch": Hilfsschiff für Flüchtlinge wird getauft

Hamburg. - Sie soll ab Mai im Mittelmeer zwischen Malta und der lybischen Küste patroullieren und Flüchtlinge aus Seenot retten: Die "MS Sea-Watch", ein 21 Meter langer und 100 Tonnen schwerer ehemaliger Fischkutter, wird am Freitag (27. März) im Hafen von Hamburg-Finkenwerder getauft. Die private Initiative "Sea Watch" will mit dem Schiff "dem massenhaften Sterben im Mittelmeer und der restriktiven Flüchtlingspolitik der Europäischen Union eine konkrete Antwort" entgegensetzen.

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Region(en): Deutschland

 

23.03.2015, Focus

Land baut neue Abschiebehaft-Anstalt in Bruchsal

Baden-Württemberg will einem Zeitungsbericht zufolge in Bruchsal (Kreis Karlsruhe) eine neue Abschiebehaft-Anstalt bauen. Das Kabinett wolle das Innenministerium auf seiner Sitzung an diesem Dienstag (24. März) mit der Ausarbeitung der Pläne beauftragen, schreiben die „Stuttgarter Nachrichten“ (Dienstag).

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Region(en): Deutschland

 

23.03.2015, Mitteldeutsche Zeitung

Pro Asyl: „Der Bund unterschätzt die Zahl der Flüchtlinge immer wieder“

Wie einige Landesregierungen hält auch der Vize-Geschäftsführer von Pro Asyl, Bernd Mesovic, die Prognosen über neue Asylanträge für zu niedrig. Für überfüllte Erst-Aufnahmeheime gebe es aber noch andere Gründe.

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Region(en): Deutschland

 

23.03.2015, Yahoo News

Bund blockt Wunsch nach mehr Geld für Flüchtlinge ab

Angesichts der steigenden Zahl der Flüchtlinge in Deutschland streiten Bund und Länder über die Kostenverteilung. Die Bundesregierung blockte Forderungen von Ländern und Kommunen nach mehr Finanzhilfen für die Versorgung der Ankommenden kategorisch ab. Zudem widersprach sie Vermutungen von Länderseite, dass die Zahl der Flüchtlinge dieses Jahr sprunghaft auf mehr als eine halbe Million ansteigen könne.

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Region(en): Deutschland

 

23.03.2015, iefimerida.gr

Über 225 Migranten in den letzten 12 Stunden aus griechischen Meeren gerettet

Die Rettungen wurden von der griechischen Hafenpolizei durchgeführt, und zwar im Einzelnen: im Norden von Lesbos 26 Migranten, östlich der Insel 44, an der östlichen Seite von Agathonisi 40, nordöstlich von Farmakonisi 33, sowie im Osten von Mytilini weitere 35 und am frühen Montag morgen zwei Seemeilen südöstlich von Mytilini noch einmal 49. Auf Chios wurden von einem Patrouilleschiff der Küstenwache – Hafenpolizei, 46 Migranten ausfindig gemacht, die an der Küste “DEI” der Insel ankamen und verhaftet wurden.

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Region(en): Griechenland / Türkei

 

23.03.2015, Press.tv

Griechen fordern Änderungen der Migrationsgesetze

Antirassistische Initiativen und die Jugend von Syriza fordern eine Änderung der Gesetze in Bezug auf die Verfahren und die Legalisierung von Migranten und Flüchtlingen. Die Antirassistische Bewegung tritt für die Schließung der unmenschlichen Abschiebegefängnisse, die Gewährung des Stimmrechts, den Bau von Moscheen und die Bekämpfung der Islamophobie ein.

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Region(en): Griechenland / Türkei

 

22.03.2015, Dutch News

Volkspartei für Freiheit will die Grenzen der EU schließen

Niederlande - Die regierende rechts-liberale Partei präsentierte der Öffentlichkeit am Sonntag eine neue Flüchtlingspolitik, die sie auf Kollisionskurs mit dem Koalitionspartner, berichtet der Volkskrant. Das siebenseitige Dokument, das vom Abgeordneten Malik Azmani, aufgestellt wurde, plädiert für die Aufgabe einer Flüchtlingspolitik in Europa und für die Schließung seiner Grenzen. Flüchtlinge sollten mit einer sicheren Unterbringung in ihrem Herkunftsland versorgt werden, wo sie sich ein neues Leben aufbauen können, möglicherweise mit europäischer Hilfe.

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Region(en): Europäische Union, Europa

 

22.03.2015, Ska Keller

Italienischer Vorschlag zur EU Flüchtlingspolitik: Abschottung um jeden Preis

In einem vertraulichen Papier, das der Grünen/EFA-Fraktion vorliegt, schlägt die italienische Regierung den übrigen EU-Mitgliedsstaaten vor, in Zukunft Drittstaaten, insbesondere Ägypten und Tunesien, an der Rettung von Flüchtlingen vor der libyschen Küste zu beteiligen. Sie sollen die Flüchtlinge aber nicht in EU-Mitgliedsstaaten bringen, sondern in ihre eigenen Länder. In dem Papier ist ausdrücklich von einem "Abschreckungseffekt" die Rede: Flüchtlinge sollen davon abgehalten werden, Schutz in der EU zu suchen.

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Region(en): Italien / Malta, Europäische Union

 

22.03.2015, strettoweb

54 Migranten auf einem Schlauchboot nahe der libyschen Küste gerettet

Ein Schlauchboot mit 54 Migranten an Bord ist circa 30 Seemeilen nahe der libyschen Küste von einem Handelsschiff gerettet worden. Das nationale Rettungszentrum der italienischen Küstenwache in Rom hat das Handelsschiff "Jaguar" zu dem Schlauchboot geleitet, welches die Migranten gerettet hat.

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Region(en): Italien / Malta

 

22.03.2015, Süddeutsche Zeitung

EU-Flüchtlingspolitik: Asyl als Fata Morgana

Man wünschte, es wäre eine sarkastische Glosse. Doch die EU will tatsächlich Staaten wie Ägypten und Tunesien als Abschrecker anheuern. Sie sollen Bootsflüchtlinge abfangen, bevor diese Europa erreichen. Es ist die Globalisierung einer elenden Politik.

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Region(en): Europäische Union, Europa