Das Schweigen brechen

borderline-europe ist als gemeinnütziger Verein unabhängig von politischen Parteien oder Regierungen. Unsere Arbeit ist als Akt des zivilen Widerstands gegen die Abschottung der EU und ihre tödlichen Folgen gedacht. Ziele sind die umfassende Information der Öffentlichkeit, die Vernetzung europäischer Initiativen und die Lobbyarbeit auf nationaler- und EU-Ebene.

 
Die täglichen Dramen
23.08.2017, Deutsche Welle

Frontex-Chef Fabrice Leggeri: "Grenzkontrolle allein ist kein Allheilmittel"

Die Absicherung der EU-Außengrenzen wird die Migration nicht stoppen, warnen Experten. Frontex-Direktor Fabrice Leggeri fordert legale Wege, um Asyl zu beantragen, ohne in die Hände von Menschenhändlern zu geraten.

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Region(en): Europäische Union, Europa

 

23.08.2017, ilsole24ore.com

Räumung in Rom, Geflüchtete kampieren immer noch auf der Piazza Indipendenza

Es ist bereits die vierte Nacht in der Hundert von Migrant*innen (hauptsächlich Geflüchtete und Asylbewerber*innen aus Äthiopien und Eritrea) in den Gärten der Piazza Indipendenza kampieren. Vergangenen Samstag wurde ein von 700 Migrant*innen besetzen Hauses zwischen Via Curtatone und Piazza Indipenza geräumt, vor dem römischen Sitz von Sole 24 Ore und nicht weit vom Sitz des Consiglio Superiore della Migistratura (CSM) und des Hauptbahnhofs Termini.

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Region(en): Italien / Malta

 

23.08.2017, Die Welt

Non-entrée par excellence: Seehofer will Flüchtlinge an der Grenze stoppen

Eine Zurückweisung sei notwendig, sollte es nicht gelingen, die Fluchtursachen zu bekämpfen, die europäischen Außengrenzen zu kontrollieren oder die Flüchtlinge zu verteilen, betonte Seehofer. Dies sei insbesondere vor dem Hintergrund der nächsten Landtagswahl in Bayern im Interesse des Freistaats.

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Region(en): Deutschland

 

23.08.2017, Spiegel Online

Italien schottet sich ab

Italien ist entschlossen, die Flüchtlingsroute über das Mittelmeer zu schließen. Die aktuelle Vertreibung der ehrenamtlichen Seenotretter ist dabei Teil eines großen Plans.

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Region(en): Italien / Malta, Europäische Union

 

23.08.2017, Mitteldeutsche Zeitung

Flüchtlinge im Mittelmeer Deutsche NGOs und die lybische Küstenwache im Zwiespalt

Bei den freiwilligen Helfern geht nun die Resignation um, gemischt mit Wut und Verzweiflung. Die meisten halten es für nicht vertretbar, dass ihre Crews zu neuen Einsätzen auslaufen. „Unser Handlungsrahmen wird immer kleiner“, sagt Axel Grafmanns, der Geschäftsführer der in Berlin ansässigen Organisation Sea Watch, gegenüber dieser Zeitung. Sea Watch gehört zu den Organisationen, die sich weigern, den Verhaltenskodex zu unterzeichnen. Alle NGO versichern immer wieder, dass sie in enger Abstimmung mit der zentralen Leitstelle für die Seenotrettung in Rom handeln und solche Noteinsätze durch internationales Recht geregelt seien. Wie es nun weitergeht, ist offen.

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Region(en): Italien / Malta, Deutschland, Europäische Union

 

22.08.2017, The New York Times

Wieso mehr Migrant*innen in der Sahara sterben

Ein großer internationaler Notfall entsteht in Nordafrika, und die Welt muss es noch merken: Schlepper lassen Hunderte von Migrant*innen im Stich, die den Sand und die Hitze der Sahara überqueren mächten. Um neuen Patrouillen des nigerianischen Militärs auszuweichen, verlassen die Schlepper ihre "Schützlinge" und lassen sie in der Isolation verdursten.

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Region(en): Nordafrika, Afrika

 

22.08.2017, Servizio Informazione Religiosa

NROs und Migrant*innen: MOAS hat in 3 Jahren 40.000 Personen gerettet. "Heute können wir weniger denn je unsere Einsätze unterbrechen"

"Heute können wir uns weniger denn je leisten unsere Einsätze zu unterbrechen: während wir hier bleiben und diskutieren, wie sich der Fluss von Menschen blockieren lässt und wie sich Ausschiffungen vermeiden lassen, gibt es Menschen, die weiterhin ihr Leben auf dem Meer riskieren". Das behauptet heute Regina Catambrone, Mitbegründerin von MOAS (Migrants offshore aid station), die erste private Iniziative des Search & Rescue im Meer, bei der Gelegenheit des dritten Jahrestags ihrer Stiftung.

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Region(en): Italien / Malta, Europäische Union, Europa

 

22.08.2017, Corriere della sera

Libyen: eine libysche Brigade blockiert Migrant*innen in der "Hauptstadt der Schlepper"

An den Stränden von Sabrata und anderen Punkten der westlichen Küste Libyens sind sie als "Brigade 48" bekannt. Der wahre Terror der Migrant*innen, nach Monaten (wenn nicht sogar Jahren) des Leidens auf dem Kreuzweg nach Italien, wird ihnen der Weg von bewaffneten Männern dicht an den Stränden gesperrt: dort sperren sie sie in Camps, vereinnahmen die Boote, verhindern den Weg über das Meer mit Waffen in der Hand.

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Region(en): Italien / Malta, Nordafrika, Europa

 

22.08.2017, Corriere della sera Blog

"Wir NROs sind die Augen eines Europa, das nicht sehen will"

Hier veröffentlichen wir den Text von Alessandro Porro, Mitglied des Search & Rescue Teams der Aquarius, das Schiff mit dem SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen an der libyschen Grenze Migrant*innen retten.

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Region(en): Italien / Malta, Europäische Union, Europa

 

22.08.2017, Reuters

Exklusiv: Bewaffnete Gruppen stoppen Migrantenboote aus Libyen

Eine bewaffnete Gruppe stoppt Migrant*innenboote davon in einer Stadt westlich von Tripoli loszulegen, um das Mittelmeer zu überqueren. Die Stadt war ein Ausgangspunkt für Menschenschmuggler*innen und die bewaffnete Gruppe verursachte einen plötzlichen Rückgang in Abfahrten über die letzten Monate hinweg, sagen Quellen in der Gegend.

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Region(en): Nordafrika

 

22.08.2017, Spiegel Online

Soldaten als Grenzschützer

Bulgariens Verteidigungsminister Krassimir Karakatschanow, 52, ist berüchtigt für seine chauvinistischen und rassistischen Sprüche. Mal nennt der ehemalige Informant der bulgarischen Staatssicherheit und heutige Kreml-Freund die EU eine Diktatur, dann hetzt er gegen "arbeitsscheue, kriminelle" Roma oder schwadroniert von Migrantenhorden aus Vergewaltigern und Mördern.

Seine neueste Idee: Bulgarisches Militär soll die Grenzen des Landes gegen Flüchtlinge verteidigen, unter anderem auch mit "hoch spezialisierten Kampftruppen."

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22.08.2017, Die Welt

Boot mit 68 Flüchtlingen vor Küste Rumäniens entdeckt

Rumänische Grenzschützer haben im Schwarzen Meer ein Fischerboot mit 68 Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak aufgegriffen. Wie die Küstenwache am Montag mitteilte, waren auch 23 Kinder an Bord des Schiffs.

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Region(en): Osteuropa, Europäische Union

 

21.08.2017, Der Tagesspiegel

"Das ist ein Outsourcing der Gewalt"

Flüchtlingsretter im Mittelmeer: Der Seenotrettung von NGOs ist seit vergangener Woche weitgehend gestoppt. Aber Migration wechselt ihre Orte. Ein Gespräch mit der Göttinger Grenzforscherin Sabine Hess.

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Region(en): Europäische Union, Europa

 

21.08.2017, Der Tagesspiegel

Europa in schlechter Gesellschaft

In der Migrationspolitik findet die EU nur autoritäre Antworten. Was macht das mit ihren vielbeschworenen Werten?

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Region(en): Europäische Union, Europa

 

21.08.2017, Der Standard

Flüchtlinge: Griechenland verzeichnet sprunghaften Anstieg

Athen – Auf den griechischen Inseln in der Ostägäis sind am Wochenende rund 630 neue Flüchtlinge registriert worden und damit wieder deutlich mehr als zuletzt. Allein am Samstag wurden 308 Neuankünfte gezählt, wie das griechische Migrationsministerium am Montag mitteilte. Der Durchschnitt lag in den vergangenen Monaten bei rund 70 Ankünften pro Tag. - derstandard.at/2000062933186/Fluechtlinge-Griechenland-verzeichnet-sprunghaften-Anstieg

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Region(en): Griechenland / Türkei, Europa

 

21.08.2017, Epoch Times

Steigender Migrantenstrom: Spanien bald das zweitbeliebteste Ankunftsland für Migranten?

Da Italien und Libyen verstärkt gegen Schlepper auf der zentralen Mittelmeer-Route vorgehen, weichen immer mehr Migranten auf die Route zwischen Afrika und Spanien aus. Oder stürmen die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla an der Nordküste Marokkos. Damit ist Spanien auf dem besten Weg, Griechenland als das zweitbeliebteste Ankunftsland für Migranten abzulösen.

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21.08.2017, rp-online.de

Schleuser werden kaum verurteilt

Das Mittelmeer ist nach wie vor Flüchtlingsroute Nummer eins. Die Polizei meldet jährlich Tausende Schleusertaten, doch nur die wenigsten enden vor Gericht. Die Zahlen unterscheiden sich in den Bundesländern enorm.

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Region(en): Deutschland, Europa

 

20.08.2017, Die Zeit

Das sind die Gesetze des Meeres

Darf Libyen freiwillige Helfer aus seiner Rettungszone vertreiben, die Flüchtlinge aus dem Mittelmeer ziehen wollen? Kann die EU wegschauen? Eine rechtliche Einordnung.

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Region(en): Nordafrika, Europäische Union, Europa

 

20.08.2017, Blick.ch

Schweiz rüstet libysche Küstenwache auf

Der Bund investiert eine Million Franken in die libysche Küstenwache, obwohl ihr massive Menschenrechtsverletzungen im Umgang mit Flüchtlingen vorgeworfen werden.

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Region(en): Österreich / Schweiz

 

20.08.2017, Tagesschau

Flüchtlinge in Libyen. Teil des Problems oder der Lösung?

Auf dem Mittelmeer, vor der Küste Nordafrikas herrscht im Moment eine Ruhe, die untypisch ist für diese Jahreszeit. Zur Zeit schaffen es weniger der Schlauchboote voller Migranten in internationale Gewässer, als in den letzten Jahren üblich war. Das liegt an der Situation in Libyen, das liegt aber auch daran, dass die Küstenwache der Einheitsregierung unter Fayez al-Sarradsch nun offenbar effektiv die Schlauchboote aufhält - mit kräftiger Unterstützung Italiens.

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Region(en): Italien / Malta, Nordafrika