Das Schweigen brechen

borderline-europe ist als gemeinnütziger Verein unabhängig von politischen Parteien oder Regierungen. Unsere Arbeit ist als Akt des zivilen Widerstands gegen die Abschottung der EU und ihre tödlichen Folgen gedacht. Ziele sind die umfassende Information der Öffentlichkeit, die Vernetzung europäischer Initiativen und die Lobbyarbeit auf nationaler- und EU-Ebene.

 
Die täglichen Dramen
20.04.2015, Der Spiegel

Mittelmeer: Erneut Flüchtlingsschiff mit 300 Menschen an Bord in Seenot

Im Mittelmeer ist ein weiteres Flüchtlingsschiff mit Hunderten Menschen in Seenot geraten. An Bord sind laut einem Hilferuf mehr als 300 Menschen. Vor der griechischen Insel Rhodos starben drei Migranten, als ihr Boot zerschellte.

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Region(en): Italien / Malta, Griechenland / Türkei

 

20.04.2015, Berliner Zeitung

Nach Schiffsunglück: Leichen nach Malta gebracht

Valetta – Die Leichen der in der Nacht zum Sonntag vor Lampedusa verunglückten Flüchtlinge wurden am Montag nach Malta gebracht. Auch die Überlebenden waren an Bord des Rettungsschiffes. Der Inselstaat setzt sich derweil für ein härteres Vorgehen gegen Schlepperbanden ein.

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Region(en): Italien / Malta

 

20.04.2015, Der Spiegel

Umgang mit Bootsflüchtlingen: Das trügerische Vorbild Australien

Australien hat geschafft, wovon die Europäische Union träumt: Die Einwanderung illegaler Bootsflüchtlinge ist gestoppt. Doch taugt die harte Politik des Landes als Vorbild für die EU?

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Region(en): Europäische Union, Asien, Australien

 

20.04.2015, Repubblica

Rhodos, Schlauchboot mit 200 Migranten an Bord gekentert

Athen - Ein Schlauchboot mit 200 Migranten an Bord ist vor der östlichen Küste von Rhodos, in Griechenland gekentert. Dies berichten lokale Medien. Bis jetzt wurden drei Leichen geborgen und 80 Personen gerettet, von denen 57 auf das Kommissariat gebracht worden sind und 23 wurden ins Krankenhaus gebracht, laut einem Sprecher der Küstenwache. Die drei geborgenen Leichen sind ein Kind, ein Mann und eine Frau.

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Region(en): Griechenland / Türkei

 

20.04.2015, The Local

EU : "Spanien muss Asylanträge an der Grenze erlauben"

Die EU fordert Spanien dazu auf, Flüchtlinge die versuchen die nordafrikanischen Enklaven Ceuta und Melilla zu erreichen, ihre Asylanträge stellen zu lassen, ohne den Zaun überspringen zu müssen. Die Europäische Kommission forderte die spanische Polizei auf, die Flüchtlinge nicht sofort abzuschieben, wie es ihr ein am 26. März in Spanien in Kraft getretenes Gesetz, erlaubt. Die Enklaven sind die einzigen zwei Landgrenzen Europas mit Afrika und die neue sofortige Deportationserlaubnis wurde stark durch den Europarat und verschiedene Menschenrechtsorganisationen kritisiert.


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20.04.2015, abc news

Montenegrinische Polizei verhaftet 16 für die Schleusung von Flüchtlingen

Die Polizei in Montenegro sagt, sie habe 16 Personen festgenommen, die dem schleusen von 138 syrischen Flüchtlingen nach Serbien verdächtigt sind. Sie behaupten, die Gruppe habe den Menschenschmuggel von Albanien bis Serbien und durch Montenegro durchgeführt. Zehntausende Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten reisen illegal durch den Balkan, vor allem in Richtung Ungarn, am nördlichen Rand Serbiens.

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20.04.2015, International Business Times

Flüchtlinge aus Libyen: Sizilianische Bürger geben den Medien die Schuld für Vorurteile und angebliche Angst vor Einwanderern

Einwohner, Unternehmer und Politiker in Sizilien erklären, dass ein falsches Bild über die angeblichen Probleme, die Flüchtlinge verursachen wenn sie in die Region gelangen, von den Medien erzeugt wird. Viele finden, dass die Medien falsche Ideen der Angst vor der Einwanderung verursachen. Die Einwohner sind nicht gegen die Ankunft von Flüchtlingen, sondern wollen, dass die italienische Regierung und die EU ihren Ansatz zur Unterbringung und den Umgang mit Flüchtlingen verbessern.

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20.04.2015, Spiegel

Minderjährige Flüchtlinge: Jung, allein, traumatisiert

Es leben derzeit in Deutschland rund 14.000 junge unbegleitete Flüchtlinge, die durch die Kinder- und Jugendhilfe versorgt werden. Die Kinder und Teenager haben oft Schreckliches hinter sich: die strapaziöse und oft gefährliche Flucht, die Trennung von den Eltern. Deutschland behandelt sie grundsätzlich anders als Erwachsene oder Familien. Sie werden nicht abgeschoben, Jugendämter nehmen sie in Obhut. Die Bundesregierung arbeitet an einem Gesetz, das künftig auch die Verteilung der minderjährigen Flüchtlinge ermöglichen soll

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Region(en): Deutschland

 

20.04.2015, Reuters

EU befürchtet dass Marineeinsatz wegen Öl in Libyen mehr Einwanderer anziehen würde

Laut eines EU-Dokuments befürchten einige EU Beamten, dass ein Marineeinsatz vor die Küste Libyens zur Bekämpfung von Öl- und Waffenschmugglern mehr Einwanderer ermutigen würde, sich in der Hofung auf Rettung und Weitertransport auf den Seeweg nach Europa zu machen. Ein Marineeinsatz ist eine von mehreren Optionen, die von EU-Beamten der Außenbeauftragten Federica Mogherini in einem vertraulichen Dokument vorgeschlagen wurden, um eine Einheitsregierung in Libyen zu unterstützen, sobald von der UN vermittelte Gespräche zwischen Krieg führenden Gruppen, erfolgreich verlaufen.

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Region(en): Nordafrika, Europäische Union

 

20.04.2015, Tagesschau

Noch mehr tote Flüchtlinge befürchtet

Bei der jüngsten Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer könnten mehr Menschen ums Leben gekommen sein als befürchtet. Ein Überlebender berichtet, dass bis zu 950 Menschen an Bord gewesen seien. Bei einem Sondertreffen wollen die Außen- und Innenminister der EU heute über die Flüchtlingspolitik beraten.

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Region(en): Italien / Malta, Nordafrika, Europäische Union, Asien

 

20.04.2015, Frankfurter Allgemeine

Verdienen an den Flüchtlingen

Wieder sind im Mittelmeer Hunderte Flüchtlinge ums Leben gekommen. Doch selbst wenn sie Europa erreichen, gibt es Probleme. Die Städte wissen nicht mehr, wohin mit den Asylbewerbern. Hoteliers und Hausbesitzer helfen – und leben gut vom Geschäft mit der Not.

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Region(en): Deutschland, Europa

 

20.04.2015, Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Tschechien bereitet sich auf Flüchtlinge aus der Ukraine vor

Wegen des russisch-ukrainischen Konflikts weicht Tschechien von seiner rigorosen Einwanderungspolitik ab. In den vergangenen Wochen hat das mittelosteuropäische Land zahlreiche Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen, die der dortigen tschechischsprachigen Minderheit angehören.

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Region(en): Osteuropa

 

20.04.2015, 20min.ch

Watch the Med-Mitarbeiter: «Verlieren wir die Verbindung, hoffen wir»

Watch the Med ist eine Notrufhotline für Flüchtlinge in Seenot. Simon Sontowski steht im Team Zürich in Ausbildung. Er spricht über Wut, Angst und tiefe Überzeugung.

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Region(en): Italien / Malta, Nordafrika, Österreich / Schweiz, Europa, Asien

 

20.04.2015, Die Welt

Mittelmeer-Flüchtlinge bringen deutsche Reeder in Notlagen

Handelsschiffe haben im vergangenen Jahr rund 40 000 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Und die Reederverbände befürchten einen dramatischen Anstieg. In einem gemeinsamen Appell haben sich die europäischen und die Weltverbände der Reeder und der Gewerkschaften der Seeleute an die 28 EU-Regierungen gewandt. Wenn Tausende weitere Opfer vermieden werden sollten, müssten die EU-Staaten zusätzliche finanzielle Mittel bereitstellen und die finanzielle Bürde teilen.

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Region(en): Italien / Malta, Nordafrika, Europäische Union, Asien

 

20.04.2015, Der Tagesspiegel

Günther Jauch: Eine Minute Menschlichkeit

Um die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer ging es am Sonntag bei Günther Jauch. Zunächst war in der Sendung alles wie immer. Doch kurz vor Schluss erlebten die Zuschauer eine Sternstunde des Fernsehens und der Menschlichkeit - dank des Brandenburgers Harald Höppner.

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Region(en): Deutschland, Europäische Union

 

20.04.2015, shz.de

„Sea Watch“ verlässt Hamburg Richtung Mittelmeer

Nach den jüngsten Bootsunfällen mit Hunderten von toten Flüchtlingen im Mittelmeer hat die Initiative „Sea Watch“ die Flüchtlingspolitik der EU kritisiert. „Die EU und die Bundesregierung könnten gegen das Sterben im Mittelmeer mit einer Seenotrettung angehen“, sagte der Sprecher der Initiative, Harald Höppner, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. „Das ist eine reine Geldfrage.“ Die Initiative hat im Harburger Hafen einen Fischkutter umgebaut. Bald soll die „Sea Watch“ im Mittelmeer kreuzen und Flüchtlingsschiffe in Not der Küstenwache melden. Am Sonntagnachmittag hat der umgebaute Fischkutter Hamburg verlassen. Er wird zunächst nach Helgoland fahren und von dort über die Niederlande Richtung Malta.

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Region(en): Italien / Malta, Deutschland, Europäische Union

 

20.04.2015, Reuters, 19.04.2015

EU-Politiker gezwungen Migrationspolitik zu überdenken

Druck auf Europa sich intensiever mit der Anti-Migrationspolitik zu beschäftigen steigt, nachdem am Sonntag geschätzte 700 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sind. EU Länder müssen mehr Verantwortung für die Flüchtlingssituation übernehmen. Triton, das Europäische Grenzen Schutzprogramm, das die Italienische Version “Mare Nostrum“ ersetzt hat, muss erweitert werden. Es war eine Illusion, das durch die Beendung von “Mare Nostrum“, Flüchtlinge von dem Versuch die gefährliche Reise auf sich zu abgeschreckt werden.

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20.04.2015, Der Tagesspiegel

Möglicherweise mehr als 900 Tote, EU-Krisengipfel geplant

An Bord des im Mittelmeer gekenterten Kutters könnten bis zu 950 Flüchtlinge gewesen sein. Erst 28 wurden bisher gerettet. Viele Menschen waren offenbar im Laderaum eingeschlossen. EU-Ratspräsident Donald Tusk plant einen Krisengipfel.

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Region(en): Italien / Malta, Nordafrika, Europäische Union

 

20.04.2015, Frankfurter Allgemeine

Todesfalle Mittelmeer

Selbstgewissheit auf allen Seiten prägt die Debatte über die Lehren, die aus dem Flüchtlingsunglück im Mittelmeer zu ziehen sind. Das zeigte auch die Diskussion bei Günther Jauch. Ein Gast aus Brandenburg sorgte jedoch für eine Überraschung in der Sendung.

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Region(en): Deutschland, Europäische Union

 

19.04.2015, Tages Anzeiger

Die Hoffnung der Flüchtlinge hängt an Privaten oder NGOs

Die Flüchtlingstragödie im Mittelmeer nimmt immer dramatischere Dimensionen an. Und der Sommer steht erst bevor. Italien trägt die Hauptlast und verübelt Resteuropa, dass es nicht mithilft.

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Region(en): Italien / Malta, Europäische Union