Externalisierungskonferenz Sahara IV: Was macht eigentlich die IOM - die Migrationsbehörde der Vereinten Nationen - in Nordafrika, der Sahara und dem Sahel?

Im Juli 20202 veröffentlichten Medico International und Brot für die Welt eine Studie zu dem IOM Programm der „Freiwilligen Rückkehr“ von Migrant*innen von Libyen nach Subsahara-Afrika. Kurz vorher hatte der paneuropäische Sender Euro News verschiedene Berichte über eben jenes Programm veröffentlicht. Beide Quellen kritisieren das Programm; diese Art der Rückkehr sei nicht freiwillig, nicht menschenwürdig. IOM konterte, ihre Arbeit würde missverstanden, ihre Verdienste Leben in der Wüste zu retten nicht gewürdigt. NGOs berichten, dass IOM Abgeschobene und Zurückgewiesene in ihre Herkunftsländer zurückbringen würden.

borderline-europe fragte: „Ist die IOM williger Abschiebe-Logistiker oder Helfer in der Not?“ und lud am 04. November 2020 zur Debatte zur vierten „Externalisierungskonferenz Sahara“ ins Aquarium in Berlin – der Pandemie geschuldet als Online-Konferenz abgehalten.

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Die Reihe entstand 2017, als die sogenannten „Sklavenmärkte“ in Libyen in die Schlagzeilen kamen. Wir haben in der Vergangenheit die Abkommen der Europäischen Union mit afrikanischen Staaten beleuchtet, die Interessen Europas an der Abschottung und die Auswirkungen auf die Flucht -und Migrationsrouten in der Sahara, die Menschenrechtsverletzungen und die Alternativlosigkeit der lebensgefährlichen Route.

In diesem Jahr wurde also die Rolle der IOM beleuchtet, die mit dem Programm der sogenannten „Freiwilligen Rückkehr“ die Migrant*innen und Flüchtlinge vom Mittelmeer fernhält.

Auf dem Panel diskutierten

Hier kann die gesamte Diskussion (auf Englisch) noch einmal angeschaut werden: https://www.youtube.com/watch?v=ok5KnId6Vvo

Hier gibt es eine Pinnwand mit den Recherchen von borderline-europe zur unsichtbaren EU-Außengrenze in der Sahara: https://padlet.com/sahara_1/sei4u3o06bsefbwy

Download Pinnwand als pdf

Building blocks of an unvisible border in the Sahara


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