21.07.2024, TAZ
Hilfe lässt auf sich warten
In griechischen Camps für Geflüchtete fehlt es seit Juli an medizinischer Versorgung. Die zuständige Organisation bittet um Nachsicht. Krankenwagen, die mehrere Stunden zum Einsatzort brauchen – immer wieder dringen Horrorgeschichten wie diese aus griechischen Geflüchtetencamps, in denen Tausende Menschen leben. Seit Anfang Juli hat sich die Situation der medizinischen Versorgung in vielen Camps offenbar noch verschärft. Der griechische Gesundheitsdienst EODY beendete Ende Juni alle medizinischen Maßnahmen vor Ort. Der Grund: Das EU-finanzierte Programm „Philos II“, das die medizinische Erstversorgung in den Camps sicherstellen sollte, läuft aus. Das neue Programm „Hippocrates“ soll laut EU-Kommission zu einer Verbesserung der Versorgungslage führen, bringt bisher aber vor allem Ungewissheit und Sorge. NGOs und Asylsuchende schlagen Alarm: Seit Anfang Juli sei in vielen Camps kein medizinisches Personal mehr anwesend, berichten Betroffene aus unterschiedlichen Teilen des Landes. Tausende Menschen hätten nun kaum Zugang zu medizinischer Versorgung. Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German
Region(en): Griechenland / Türkei
