23.04.2021, Alarm Phone
Koordinierung einer maritimen Katastrophe: Bis zu 130 Menschen ertrinken vor Libyen
Alarm Phone meldet eine weitere Tragödie vor der libyschen Küste: Wir befürchten, dass bis zu 130 Menschen ihr Leben verloren haben. Die Menschen hätten gerettet werden können, aber alle Behörden haben sie wissentlich dem Tod auf See überlassen. Alarm Phone war am 21. April über einen Zeitraum von zehn Stunden mit dem in Seenot geratenen Boot in Kontakt und hat wiederholt dessen GPS-Position und die katastrophale Situation an Bord an die europäischen und libyschen Behörden sowie an die breite Öffentlichkeit weitergegeben. Die einzige Maßnahme, die ergriffen wurde, war der Start eines Überwachungsflugzeugs von Frontex, sieben Stunden nach dem ersten Alarm, das das Boot fand und alle Behörden und Handelsschiffe in der Gegend über die kritische Notsituation informierte. Obwohl Frontex das in Seenot geratene Boot vom Himmel aus erspähte, suchten nur nichtstaatliche Akteure aktiv nach dem in Seenot geratenen Boot. Die europäischen Behörden lehnten die Verantwortung für die Koordinierung dieser Suchaktion ab und verwiesen stattdessen auf die libyschen Behörden als die "zuständigen" Behörden. Mehr lesen
Sprache(n): Englisch / English
Region(en): Italien / Malta, Nordafrika, Europa
