Bericht an die griechische Regierung über den Besuch des Europäischen Ausschusses zur Verhütung von Folter und unmenschlicher erniedrigender Behandlung oder Strafe (CPT) in Griechenland

Der Europäische Ausschuss zur Verhütung von Folter und unmenschlicher erniedrigender Behandlung oder Strafe (CPT) möchte betonen, dass es die bedeutenden Herausforderungen anerkennt, vor denen die griechischen Behörden stehen, wenn sie mit einer großen Zahl von Geflüchteten, Asylsuchenden und irregulären Migrant*innen die ins Land kommen, umgehen müssen. Es hat wiederholt betont, dass die Bewältigung dieses Phänomens einen koordinierten europäischen Ansatz sowie die Unterstützung durch die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten erfordert. Die Antwort der griechischen Behörden kann sich nicht auf eine Politik der Inhaftierung stützen. Gleichzeitig möchte sie erneut darauf hinweisen, dass diese Situation die griechischen Behörden nicht von ihren internationalen Menschenrechtsverpflichtungen hinsichtlich der Behandlung von Ausländern, denen die Freiheit entzogen wurde, entbinden kann. Der Staat muss seine Fürsorgepflicht gegenüber allen Personen, denen die Freiheit entzogen ist, wahrnehmen und sie mit Menschlichkeit und Würde behandeln.

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Sprache(n): Englisch / English
Region(en): Griechenland / Türkei, Europäische Union