"Ende gut, alles gut"? - Die Insel Lesbos seit der EU-Türkei Erklärung
Der folgende Artikel wird in der Moving Europe Broschüre "Resistance Along The Balkan Route" veröffentlicht werden, die begleitend zu der Veranstaltungsreihe "We’ll come united – Let’s talk about Thessaloniki, Belgrade and Berlin - Alltagswiderstand und Solidaritätsstrukturen entlang der Balkanroute" erscheinen wird. Weitere Informationen: http://moving-europe.org/well-come-united-lets-talk-about-thessaloniki-belgrade-and-berlin/
Die EU-Türkei Erklärung - welche die deutsche Kanzlerin Angela Merkel vorangebracht hat - wurde als "Europäische Lösung" gefeiert, vermeintlich sollte sie nationalistischen und isolationistischen policies etwas entgegensetzen und gleichzeitig die sogennante "Flüchtlingskrise lösen". Als die Balkanroute geschlossen wurde und das Abkommen mit Erdoğan abschließen, der deutsche Innenminister de Maizière erklärte stolz in einem Interview: "Die Balkanroute ist erledigt und soll erledigt bleiben. (...) Ende gut, alles gut." Dennoch, seit das Abkommen abgeschlossen wurde, hat sich die Krise für Geflüchtete, die auf den griechischen Inseln gefangen sind, dramatisch verschlechtert. Direkt nachdem der EU-Türkei Deal in Kraft trat, wurden Geflüchtete, die auf Lesbos ankamen, in das Camp Moria eingesperrt ohne irgendeine Möglichkeit es zu verlassen. Mehr lesen
Sprache(n): Englisch / English
Region(en): Griechenland / Türkei
