Relocation von Griechenland nach Deutschland: Entlastung des Hotspot-Systems oder Alibi-Politik?

Der Bericht, stellt unter anderem folgende Fragen: Verbesserten die Umverteilungsprozesse nach Deutschland die Lebensumstände von asylsuchenden Menschen, oder ging es ausschließlich um eine strukturelle Entlastung der EU-Außengrenzstaaten? Wer konnte (nicht) umverteilt werden und was boten die Relocation-Maßnahmen schutzsuchenden Personen an, um in Deutschland anzukommen und sich eine Zukunft aufzubauen?

Sprache(n): Deutsch / German

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Die Torwächter der Europäischen Union: Der Sudan nach El-Bashir

Vor fünf Jahren veranstaltete borderline-europe eine erste Externalisierungskonferenz in Berlin. Wir haben die Verträge, Abkommen und Kontrollmechanismen unter die Lupe genommen, die zur Abschottung der EU-Grenzen geschaffen wurden. 2012 wurde die Europäische Union mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Zehn Jahre später ertrinken immer noch Menschen im Mittelmeer und verdursten beim Durchqueren der Wüsten - weil es immer noch keine sicheren Fluchtwege gibt. Unter der Herrschaft von Diktator Omar El-Bashir hat der Sudan eine entscheidende Rolle bei der Sicherung der nach Afrika ausgelagerten Grenzen gespielt. Das Land ist zu Europas Torwächter für Geflüchtete und Migrant*innen aus Ostafrika und anderen Teilen der Welt geworden. Mit der Revolution von 2019 keimte im Sudan die Hoffnung auf eine neue demokratische Regierung auf. Der Staatsstreich von 2021 hat diese Hoffnung zunichte gemacht. Wie ist die Lage heute? Diese Broschüre ist das Ergebnis einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Africa Center for Justice and Peace Studies in Karthoum. Sie erörtert, wie die Situation heute ist und welche Folgen der Gegenputsch für Flüchtende hat. Eine Aufzeichnung unserer fünften Externalisierungskonferenz, auf der die Veranstaltung stattfand, könnt ihr auch hier nachsehen: https://www.youtube.com/watch?v=_u1MiUZVdAE&ab_channel=BorderlineEurope-MenschenrechteohneGrenzene.V.
Sprache(n): Englisch / English

Griechenland: Weil ein 58-jähriger Familienvater seinen Töchtern nach Berlin folgen wollte, drohen ihm 100 Jahre Haft

Weil er versucht hatte, seinen Töchtern nach Berlin zu folgen, steht H. Sabetara aus dem Iran am 26.9. im griechischen Thessaloniki vor Gericht. Drei Mal wurde der Gerichtstermin bereits seit Mai 2022 verschoben, seit September 2021 sitzt der 58-jährige Familienvater ohne Prozess im Gefängnis. Seine Töchter hatten zuvor mithilfe eines Studierendenvisums den Iran verlassen können. Da ihm dieser Weg versperrt war, bezahlte er einen Schmuggler. Dieser ließ ihn und weitere Mitreisende an der Landesgrenze zwischen der Türkei und Nordgriechenland allein zurück. Weil Sabetara ein Auto Richtung Landesinnere fuhr, wurde er wegen Schmuggel verhaftet. Ihm drohen 100 Jahre Haft.
Sprache(n): Griechisch / ελληνικά

Relocation von Griechenland nach Deutschland: Entlastung des Hotspot-Systems oder Alibi-Politik?

Unser Bericht ‘Relocation von Griechenland nach Deutschland: Entlastung des Hotspot-Systems oder Alibi-Politik?’ setzt sich kritisch mit der tatsächlichen Umsetzung der Relocation-Maßnahmen auseinander, die von der EU als ‘solidarische’ Lösung für die verheerenden Zustände in den Hotspot-Lagern in den Jahren 2020 und 2021 propagiert wurden.
Sprache(n): Deutsch / German