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borderline-europe Menschenrechte ohne Grenzen e. V.
16.06.2026, Spiegel
Sudanesische Mädchen und Frauen in Flüchtlingslagern im Tschad haben schwere Anschuldigungen gegen Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen erhoben. Es geht um Missbrauch und sexuelle Ausbeutung. Jetzt hat die NGO reagiert. Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Sudan
13.06.2026, Al Jazeera
Der EU Migrations und Asylpakt trat am Freitag, dem 12. Juni, offiziell in Kraft, nach jahrelangen, zähen Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten darüber, wie mit ankommenden Asylsuchenden und Migrant*innen umgegangen werden soll. Der Pakt führt strengere Maßnahmen für Menschen ein, die in die EU einreisen möchten. Menschenrechtsorganisationen und linke Parteien warnen, die Reformen könnten die Rechte von Schutzsuchenden untergraben, während rechte Parteien argumentieren, die neue Politik gehe nicht weit genug. Die zentrale Frage bleibt, ob der Pakt Menschen tatsächlich davon abhalten wird, in Europa Schutz zu suchen. Mehr lesen
Sprache(n): Englisch / English Region(en): Europa, Europäische Union
12.06.2026, Croatia Week / Hina
Mit dem Inkrafttreten des EU Asylpakts am 12. Juni 2026 erhalten Zypern, Griechenland, Italien und Spanien bis Ende 2026 Unterstützung in Form der Umsiedlung von bis zu 21.000 Asylsuchenden oder Finanzhilfen von bis zu 420 Millionen Euro aus dem EU Haushalt. Kroatien gehört zu sechs Mitgliedstaaten, die laut Europäischer Kommission in den letzten fünf Jahren erheblichem Migrationsdruck ausgesetzt waren, und kann gemeinsam mit Österreich, Bulgarien, Tschechien, Estland und Polen eine vollständige oder teilweise Ausnahmeregelung vom Solidaritätsmechanismus beantragen. Die EU verzeichnete zwischen Juli 2024 und Juni 2025 einen Rückgang der irregulären Grenzübertritte um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mehr lesen
12.06.2026, Infomigrants
Während sich die Länder der Europäischen Union auf die Umsetzung neuer Asylvorschriften vorbereiten, wird am Flughafen Berlin-Brandenburg in der deutschen Hauptstadt ein Zentrum für Asylverfahren an den Außengrenzen der Union eröffnet. Mehr lesen
Sprache(n): Englisch / English Region(en): Deutschland
12.06.2026, taz.de
Nach mehr als zehn Jahren Streit und zwei Jahren Vorbereitung trat am Freitag die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems in Kraft. Während Kirchen, Menschenrechtsorganisationen und Flüchtlingshelfer*innen vor den Folgen warnen, begrüßte Bundeskanzler Friedrich Merz die Reform in einer Regierungserklärung als eingeleitete Migrationswende und als bedeutendsten Schritt hin zur Lösung des Problems. Auch EU Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen äußerte sich zufrieden und sprach von effizienten, fairen und entschiedenen Maßnahmen, die GEAS liefern werde, mit sicheren Außengrenzen und Solidarität nach innen. Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Europa, Europäische Union
12.06.2026, euronews
Der EU Migrations und Asylpakt trat 2024 in Kraft und startete eine zweijährige Übergangsphase, nun sind die nationalen Regierungen verpflichtet, ihn umzusetzen. Laut der Europäischen Asylagentur (EUAA) soll der Pakt Effizienz in das System bringen. Rat und Parlament einigten sich am 1. Juni auf sogenannte Rückführungszentren außerhalb der EU Außengrenzen für Menschen ohne Bleiberecht. Um die Frist vom 12. Juni einzuhalten, mussten die EU Staaten ihre nationalen Gesetze überarbeiten, um Polizei, Gerichte und Ausländerbehörden an die neuen EU Vorgaben anzupassen. Die EUAA betont, ihr neues Überwachungssystem solle verhindern, dass einzelne Mängel Kaskadeneffekte auf das gesamte System haben. Mehr lesen
12.06.2026, Mediendienst Integration
Ab dem 12. Juni 2026 gelten EU-weit die neuen Regelungen zur Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems — das Reformpaket umfasst neun Verordnungen und eine Richtlinie. Zentral sind die neuen Grenzverfahren an den Schengen-Außengrenzen sowie die Möglichkeit, Asylanträge in sehr vielen Fällen im Schnellverfahren zu bearbeiten. In Deutschland gibt es künftig sogenannte Sekundärmigrationszentren, in denen Geflüchtete, für deren Verfahren ein anderer Mitgliedstaat zuständig ist, untergebracht und von dort überstellt werden sollen — eine Regelung, die über die europäischen Vorgaben hinausgeht. Schnellverfahren bedeuten erheblich geringeren Rechtsschutz für Asylsuchende. Mehr lesen
12.06.2026, PRO ASYL
Ab dem 12. Juni 2026 greift die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems in Deutschland und EU-weit — für Menschen, die in die EU fliehen, wird es damit noch schwerer werden, Schutz zu bekommen. PRO ASYL hatte die GEAS-Reform bereits 2024 als „historischen Tiefpunkt für den Flüchtlingsschutz in Europa" kritisiert — viele Asylanträge werden künftig in beschleunigten Verfahren mit eingeschränktem Rechtsschutz geprüft, mit der absehbaren Folge, dass sie oft fälschlicherweise abgelehnt werden. PRO ASYL beantwortet die wichtigsten Fragen zu den neuen Regelungen. Mehr lesen
12.06.2026, tagesspiegel
Der europäische Asylpakt tritt heute in Kraft, ein echter Fortschritt, kommentiert der Tagesspiegel. Die begleitende Rückführungsverordnung hingegen sei ein gefährlicher Irrweg und ein Geschenk an die Rechtspopulisten. Wer Menschen in Länder ohne Rechtsstaatlichkeit abschieben wolle, gebe den Gedanken auf, dass Würde universell sei, die Rückführungsverordnung sei kein Rezept gegen rechte Stimmungsmache, sondern deren Bestätigung. Viele Fragen blieben ungelöst, etliche Mitgliedstaaten seien bei der Umsetzung in Verzug — auch Deutschland. Mehr lesen
12.06.2026, Tagesspiegel
Fast zehn Jahre wurde am GEAS gearbeitet — ab heute gilt in allen 27 EU-Mitgliedstaaten ein einheitlicher Rahmen: Alle Ankommenden werden biometrisch erfasst, Verfahren beschleunigt, und Grenzstaaten sollen durch innereuropäische Solidarität entlastet werden. Für Menschen aus Ländern mit niedriger Anerkennungsquote sollen Asylverfahren künftig innerhalb von zwölf Wochen in Lagern an den Außengrenzen durchgeführt werden — bei Ablehnung folgt unmittelbar ein Rückführungsverfahren. Für Schutzsuchende bedeutet die Reform erhebliche Einschnitte in Verfahrensrechte und Schutzgarantien. Mehr lesen
11.06.2026, International rescue committee
Der IRC warnt, dass der neue EU Asylpakt die größte Einschränkung von Rechten für Schutzsuchende in Europa seit mehr als einem Jahrzehnt darstellt und voraussichtlich zu mehr Abschreckung, Inhaftierung und Abschiebungen führen wird. Die neuen Regeln zu sicheren Drittstaaten dürften die Zahl der Abschiebungen erheblich steigern, darunter auch Überstellungen in Hafteinrichtungen außerhalb des EU Territoriums, die der IRC als „rechtliche schwarze Löcher" bezeichnet. Besonders gefährdet seien vulnerable Gruppen, da die beschleunigten Screening Verfahren dazu führen könnten, dass Kinder und Menschen mit besonderen Bedürfnissen nicht erkannt und damit nicht angemessen geschützt werden. Mehr lesen
11.06.2026, Human Rights Watch
Der neue EU-Migrations- und Asylpakt bringt weitreichende Änderungen mit sich, die das Recht auf Asyl systematisch untergraben, erklärte Human Rights Watch. Besonders alarmierend: Der Pakt gefährdet den Schutz von Asylsuchenden mit Behinderungen — beschleunigte Grenzverfahren und verkürzte Fristen machen es für vulnerable Personen noch schwerer, ihre Rechte geltend zu machen. „Der neue EU-Asylpakt schlägt Menschen, die Würde und ein faires Verfahren verdienen, die Tür vor der Nase zu", so Judith Sunderland von Human Rights Watch. Mehr lesen
11.06.2026, Deutscher Bundestag
Das Deutsche Institut für Menschenrechte kritisierte, der Entwurf des GEAS-Anpassungsgesetzes berücksichtige die europarechtlichen Spielräume zugunsten von Schutzsuchenden nicht ausreichend — gleichzeitig würden die Möglichkeiten zur Beschränkung von Rechten weitgehend ausgeschöpft, sodass Inhaftierungen von der Ausnahme zur Regel werden. Prof. Constantin Hruschka von der Evangelischen Hochschule Freiburg erklärte, die Art und Weise, wie das Gesetz gemacht sei, mache es „unlesbar" — die GEAS-Reform bedeute den tiefsten Einschnitt ins deutsche Asylrecht seit 1993 und einen massiven Rückschritt für den Flüchtlingsschutz in Europa. Mehr lesen
11.06.2026, MiGAZIN
Zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt ist laut UN-Flüchtlingshilfswerk die Zahl der Menschen auf der Flucht im Jahresverlauf gesunken. Ende 2025 habe es weltweit 117,8 Millionen Geflüchtete und Vertriebene gegeben, erklärte das UNHCR am Donnerstag in Genf. Das seien 5,4 Millionen Männer, Frauen und Kinder oder vier Prozent weniger als Ende 2024. Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Weltweit
10.06.2026, Human rights watch
Human Rights Watch hat ein umfassendes Frage und Antwort Dokument veröffentlicht, das die wichtigsten Änderungen des EU Asylrechts und die Risiken für Grundrechte erläutert. Die neuen Regeln erleichtern es Regierungen, Asylentscheidungen zu beschleunigen und Schutzgarantien einzuschränken, da ein Großteil der Verfahren künftig in sogenannten Grenzverfahren stattfindet. Eine neue Krisenverordnung erlaubt es EU Staaten, das Recht auf Asylantragstellung in vage definierten Situationen einer Massenankunft oder der Instrumentalisierung von Migration durch Drittstaaten zu verweigern. EU Staaten können nun auch Abkommen mit sogenannten sicheren Drittstaaten außerhalb der EU schließen, um Asylsuchende dorthin zu überstellen. Mehr lesen
10.06.2026, Rheinische Post
Die EU-Asylreform kommt – doch für Innenminister Dobrindt läuft nicht alles rund. Leistungskürzungen kassiert, Abschiebungen abgesagt. Im Bundestag muss er Rede und Antwort stehen. Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Deutschland, Europa, Europäische Union
10.06.2026, Deutsche Welle
Präsident Cyril Ramaphosa will nach gewaltsamen Protesten die irreguläre Migration nach Südafrika eindämmen. Doch Migrationsgegner*innen überzeugt das noch nicht. Bereits jetzt sind einige Migrant*innen bei Zusammenstößen mit Bürgerwehren ums Leben gekommen. Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Afrika
10.06.2026, Infomigrant
Nach Angaben der spanischen Nichtregierungsorganisation „Caminando Fronteras“ sind in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 mehr als 1.300 Migranten bei dem Versuch, die spanische Küste zu erreichen, ums Leben gekommen. Mehr lesen
Sprache(n): Englisch / English Region(en): Afrika, Spanien
10.06.2026, ECRE
Der EU-Asylpakt beschränkt den Zugang zu Asyl in Europa, senkt die Grundrechtsgarantien für Asylsuchende und hält Schutzbedürftige an den EU-Außengrenzen fest — so ECRE in einer Erklärung vom 10. Juni 2026, zwei Tage vor dem Inkrafttreten des Pakts. Viele Mitgliedstaaten haben einen selektiven Umsetzungsansatz gewählt: Sie haben sich auf Strafmaßnahmen konzentriert und die Anforderungen des Pakts überschritten — etwa bei der Inhaftierung — während sie gleichzeitig ihre Grundrechtspflichten ignorieren und Schutzgarantien für Kinder und vulnerable Personen vernachlässigen. ECRE bestätigt, dass die Umsetzung ungleichmäßig und problematisch verläuft. Mehr lesen
10.06.2026, kirche-und-leben.de / katholisch.de
Als erstes Kirchenoberhaupt überhaupt sprach Papst Leo XIV. am 8. Juni vor dem spanischen Parlament, neben dem Thema Lebensschutz standen Flucht und Migration im Mittelpunkt seiner historischen Rede. Leo XIV. hatte Spaniens Bischöfen bereits im November geraten, sich klar von den extremen Rechten des Landes zu distanzieren, die unablässig gegen den Migrationskurs der Regierung wettern, und auf den Kanarischen Inseln traf er Geflüchtete persönlich. Die Abgeordneten aller Fraktionen quittierten die Rede mit minutenlangem stehendem Applaus, ein seltenes Zeichen der Einigkeit in einem tief gespaltenen Land. Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Europa, Europäische Union, Spanien
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