Externalisation conference III: Sahara - the deadly border

Das Interesse am Thema EU-Grenze in der Sahara hält an. Zur dritten Externalisierungskonferenz im Aquarium am 23.10.19 kamen über 120 Teilnehmer, die Diskussion wurde kurzerhand per Lautsprecher in den Vorraum übertragen, da nicht alle in dem Raum Platz fanden.

Auf dem Podium diskutierten jeweils ein Aktivist und ein/e Journalist/in über die Veränderungen, nachdem mit El Bashir (Sudan) und Bouteflika (Algerien) zwei maßgebliche Diktatoren und Türwächter der EU ihr Präsidentenamt verloren haben.

*Eine ausführliche Dokumentation der Externalisierungskonferenz werden wir in Form einer Broschüre Anfang nächsten Jahres veröffentlichen.*


Simone Schlindwein, (TAZ-Korrespondentin Region der Großen Seen): Neue Fluchtrouten: Äthiopien hat die Grenzen geöffnet, aber Libyen ist gefährlich. Eritreer*innen fliehen Richtung Asien oder Amerika.

Adam Baher, Aktivist (Sudan Up-Rising Germany): Neues zum Karthoum-Prozess und die Folgen der Revolution im Sudan. Warum hat die EU im Juni 2019 den Deal gestoppt?

Sofian Philip Naceur, (Journalist, Maghreb): Die neue algerische Migration nach Europa nach dem Ende von Bouteflika (Motivation, Rolle von Schleusern, wie geht der Staat damit um) und der Entstehung einer neuen Route via Tunesien aufgrund der verschärften Lage in Libyen.

Moctar Dan Yayé, Alarmphone Sahara (Niamey, Niger): Die Abschiebungen aus dem Norden Algeriens an die Grenze zu Niger; mittlerweile sind mehr als 25,000 Menschen aus Algerien ausgewiesen worden. APS versucht Öffentlichkeit dazu herzustellen und Nothilfe zu leisten.


9.jpg


Zur Verstärkung der Kooperation mit dem Gatroun Human Rights Center in Libyen und im Zusammenhang mit unserer Netzwerkarbeit mit Alarm Phone Sahara haben wir nun eine AG Sahara gegründet.

Außerdem möchte das „Tunis-Netzwerk“ langfristig ein „Sahara Watch“ auf die Beine stellen. Es geht um Human Rights Monitoring aber auch um Suchaktionen, falls Fahrzeuge auf der Transsahara-Route eine Panne haben, vom Militär aufgehalten werden oder sich verirren. Es gibt auch Überlegungen zu Friedhöfen für die Toten in der Sahara in Bilma und Gatroun.

*Eine ausführliche Dokumentation der Externalisierungskonferenz werden wir in Form einer Broschüre Anfang nächsten Jahres veröffentlichen.*