Ist die willkürliche Inhaftierung von irregulären MigrantInnen ein kosteneffizientes Mittel der Politik?

Griechenland hat 2010 eine neue Richtlinie verabschiedet, die die irreguläre migrantische Bevölkerung bewältigen und die Außengrenzen der EU verfestigen sollte. Diese Richtlinie ist stark auf den Gebrauch von Inhaftierungen angewiesen. Unter diesem neuen Maßnahmenplan werden alle MigrantInnen, deren irregulärer Eintritt oder Aufenthalt in Griechenland bemerkt wurde, einschließlich Asylsuchender, systematisch in Haft genommen - dies ist eine direkte Auswirkung aus ihrem irregulären Status. Zusammen mit umfassenden Polizeioperationen hat diese Praktik zu der weitreichenden Inhaftierung von undokumentierten MigrantInnen im ganzen Land geführt. Um diese neue Richtlinie zu stützen, hat ein jüngstes Gutachten des grieschischen juristischen Rates den Behörden grünes Licht gegeben, die Inhaftierungen sogar über die Höchstgrenze von 18 Monaten, wie sie in der EU Rückführungsrichtlinie festgesetzt wurde, hinaus zu verlängern; bis der/die Inhaftierte "eingewilligt" hat zurückzukehren. Mehr lesen

Sprache(n): Englisch / English
Region(en): Griechenland / Türkei, Europäische Union