Press review

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11.02.2020, The Guardianrdian

UN calls for urgent evacuation of Lesbos refugee camp

The UN refugee agency has called for the urgent evacuation of families and sick people from the Moria camp on Lesbos. Over the weekend boats continued to arrive on the Agean islands, sending more families into “alarming” and overcrowded conditions in the refugee camps. UNHCR spokesperson Andrej Mahecic said: “More than 36,000 asylum seekers are now staying in reception centres across five islands which were originally designed for 5,400 people. We are seriously concerned about the limited access to health services at the reception centres which is aggravated by the difficult living conditions. Dr Hana Pospisilova is a consultant cardiologist who regularly volunteers on Lesbos. She told the Guardian that she has serious concerns that the failure to treat very sick and vulnerable individuals could lead to a major public health crisis. “ I saw many people with respiratory problems and even though it’s cold, it’s winter, we are sending these people back to wet tents in an overcrowded camp. I am worried about a pandemic breaking out. They don’t have hot water, they have to wait three hours in the cold for food, they aren’t getting enough vitamins so many have bleeding gums." Doctors currently on the island have been warning that conditions are so bad lives are being put at risk on a daily basis. read more

Language(s): Englisch / English
Region(s): Griechenland / Türkei, Europäische Union

08.02.2020, Tagesspiegel

Deutschland setzt seine Versprechen zur Flüchtlingsaufnahme nicht um

Bisher ist keiner der Geflüchteten, die seit dem Malta-Abkommen zur Verteilung aus Seenot Geretteter in Südeuropa an Land gingen, tatsächlich von Deutschland übernommen worden. Das geht aus einer Aufstellung des Bundesinnenministeriums hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt. Demnach wurden noch 47 Schiffbrüchige von einer Rettungsaktion des Schiffs „Ocean Viking“ übernommen, die einen Tag nach Inkrafttreten der Vereinbarung in Italien an Land gingen. Seither niemand mehr – obwohl Deutschland für 13 weitere Anlandungen erklärt hat, insgesamt 309 Menschen zu übernehmen. Die vorerst letzte war wieder eine der „Ocean Viking“ am 21. Januar, die von "SOS Méditerranée" und "Ärzte ohne Grenzen“ betrieben wird. Das Innenministerium machte auf Nachfrage lange Prozeduren in den südeuropäischen Zielländern Malta und Italien verantwortlich. Ruben Neugebauer, der Sprecher von Sea Watch, zeigt sich zwar immer noch froh über Malta und darüber, „dass Deutschland sich auf den Druck aus der Zivilgesellschaft hin bewegte.“ Es gehöre damit zu den fortschrittlicheren Ländern in dieser Frage. Hinter der Nullbilanz von Malta sieht er allerdings Methode: „Unser Eindruck ist, dass man in Berlin zwar Zusagen macht, dann aber versucht, möglichst wenig davon umzusetzen“, sagte Neugebauer dem Tagesspiegel. Der Verweis auf lange Prozeduren sei unverständlich: „Frankreich und Portugal haben zum Beispiel immer sehr schnell übernommen.“ read more

Language(s): Deutsch / German
Region(s): Deutschland, Europäische Union

07.02.2020, Junge Welt

Rechte attackieren Helfer

Sid ist seit 2015 eine wichtige Transitstation für Geflüchtete in Serbien auf deren Weg nach Westeuropa geworden. Von dort aus versuchen die Menschen weiter über die Grenze nach Kroatien und so in die EU zu gelangen. Neben drei staatlichen Zentren für Asylsuchende gibt es informelle Camps. Eines davon befand sich auf dem Gelände der ehemaligen Druckerei Grafosrem. Bereits im vergangenen November wurde das Fabrikgebäude von der Polizei geräumt, Geflüchtete hatten deswegen ihre Zelte in den nahegelegenen Büschen aufgeschlagen. Ein Zelt, in dem sich eine junge Helferin befand, wurde mit Benzin übergossen und versucht anzuzünden. Nur durch Glück sei die Frau aus Deutschland dabei nicht verletzt worden. Ein Aktivist aus Italien sei geschlagen worden. Die eintreffende Polizei habe die Aktivisten auf eine Wache gebracht. Später wurden sie einer Richterin vorgeführt, wo sie ohne anwaltlichen Beistand mit dem Vorwurf der Arbeiter*innen konfrontiert wurden, diese angegriffen zu haben. Zwei der drei Helfer wurden wegen Landfriedensbruch zu einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Dinar, rund 170 Euro, verurteilt. Alle drei müssen zudem das Land verlassen. Wie aus dem Gerichtsdokument hervorgeht, gehört mindestens einer der Arbeiter der serbisch-nationalistischen »Tschetnik-Bewegung Sokolovi« an. Diese bezieht sich auf die historischen Tschetniks, die bereits während der Balkankriege und später im Zweiten Weltkrieg kämpften. read more

Language(s): Deutsch / German
Region(s): Balkanstaaten

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