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borderline-europe Menschenrechte ohne Grenzen e. V.
28.07.2014, Unser Radio
Die Serie der unerlaubten Einreisen nach Niederbayern reißt nicht ab – auch an diesem Wochenende haben Landes- und Bundespolizisten eine ganze Menge illegaler Einwanderer erwischt. Hauptsächlich an der A3 kontrollierten die Beamten vor allem Autofahrer, die sich dann als Schleuser entpuppten. Von insgesamt 35 Personen aller Altersgruppen ist der Großteil in die Erstaufnahmeeinrichtung nach München gebracht worden. Die Einreisenden kommen hauptsächlich aus Syrien. Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Deutschland
28.07.2014, Süddeutsche Zeitung
Die Jugendämter nehmen so viele Kinder in Obhut wie nie zuvor. Dieser Anstieg lässt sich auch durch Flüchtlingskinder erklären, die allein nach Deutschland kommen. Thomas Berthold vom Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge schildert, wie es ihnen dabei ergeht. " Jungen werden häufig von ihrer Familie losgeschickt. Etwa wenn das eigentliche männliche Familienoberhaupt verstorben ist und die Söhne in Kriegsgebieten dann selbst von der Armee eingezogen werden könnten. Mädchen flüchten öfter vor innerfamiliärer Gewalt." Mehr lesen
28.07.2014, Berliner Zeitung
Im Abschiebegefängnis in Grünau sind Flüchtlinge eingesperrt, die Deutschland laut Gesetz verlassen müssen. Seit dem Wochenende ist das Gefängnis so voll wie lange nicht. Der Grund: Berlin leistet in Grünau Amtshilfe für Nordrhein-Westfalen. Mehr lesen
28.07.2014, Heise
Die italienische Regierung bereitet eine großangelegte Polizeioperation für das gesamte Gebiet der Europäischen Union vor. Damit knüpft Italien an frühere, ähnliche Maßnahmen anderer Länder an. Auf diese Weise fahnden die Polizeibehörden an Verkehrsknotenpunkten nach Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis. Solche "Gemeinsamen Polizeioperationen" ("Joint Police Operations") werden gewöhnlich von jeder der halbjährlich wechselnden EU-Präsidentschaften organisiert. Lediglich Griechenland hatte in seinem kürzlichen endenden EU-Vorsitz keine Operation durchgeführt. Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Europäische Union
28.07.2014, Deutsche Welle
Alles hat seinen Preis - in manchen Ländern sogar die Staatsbürgerschaft. Damit entsteht dort allerdings ein Zwei-Klassen-System: Reiche Flüchtlinge haben Zugang, arme bleiben draußen. Sie kommen für ein besseres Leben, für mehr Freiheit nach Europa. Aber sie landen nicht etwa auf einem Boot mit hundert anderen Flüchtlingen vor Lampedusa, sondern reisen in der Business-Klasse einer edlen Fluggesellschaft nach Malta, Lissabon oder Andalusien. Sie sind nicht arm, im Gegenteil: Sie sind Millionäre aus Nicht-EU-Staaten, die sich frei in Europa bewegen möchten. Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Weltweit
28.07.2014, Der Bund
Aus keinem Land kommen derzeit so viele Flüchtlinge zu uns wie aus Eritrea – auch Kinder und Jugendliche. Tsehay und Medhane haben es alleine ins Emmental geschafft. In der Nacht holt sie der Schrecken ihrer Flucht ein. Die beiden sind zwei von 252 Kindern und Jugendlichen, die in diesem Jahr ohne erwachsene Begleitung in die Schweiz geflüchtet sind. Und sie sind bereit, zu erzählen, wie es dazu kam, dass sie die gefährliche Reise ganz alleine auf sich genommen haben. Auch wenn es ihnen schwer fällt. Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Afrika
28.07.2014, Neues Deutschland
Erstmals wurden von spanischen Behörden Schleuserpreise offiziell genannt: Zwischen 45 und 6000 Euro müssen afrikanische Flüchtlinge Schleusern zahlen, wenn sie nach Europa wollen.Um illegal nach Melilla einzureisen, werden zwischen 45 Euro und 3000 Euro fällig. Der Preis richtet sich nach Art des versuchten Grenzübertritts. Wer mit einem Boot nach Melilla will, zahlt 200 bis 300 Euro. Und wer mit einer »Patera« an die Küste Andalusiens will, muss mindestens 1500 Euro hinlegen. Für das Einschmuggeln von Marokko ins spanische Melilla in Autos oder Lastwagen mit doppeltem Boden werden 3000 Euro verlangt. Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Spanien, Nordafrika
28.07.2014, OVB Online
Um nicht von Fahndern der Bundespolizei erwischt zu werden, hat ein rumänischer Schleuser, 36, am Freitag das Leben von elf Flüchtlingen auf Spiel gesetzt. Als die Beamten den VW-Bus des Mannes auf der Inntalautobahn überprüfen wollten, raste er los und passierte mit etwa 180 km/h mehrere Baustellenbereiche. Auf der A 8 bei Rosenheim prallte er gegen ein Ausfahrts-Schild. Der Bus blieb liegen, während Fahrer und Insassen in verschiedene Richtungen losstürmten. Der Fahrer konnte in Rosenheim festgenommen werden. Mehr lesen
28.07.2014, Neue Osnabrücker Zeitung
Im Interview äußert sich Caritas-Präsident Peter Neher zur Unterbringung und zur Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge sowie zur Frage, ob Hungerstreiks sinnvoll sind. "Durch die Drittstaaten-Regelung kommen Flüchtlinge nur noch auf sehr verschlungenen Wegen in Länder wie Deutschland. Andere Länder sind durch ihre geografische Lage besonders betroffen. Daher wären neue Lösungen für die Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU nach anderen, fairen Regeln angemessen." Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Deutschland, Europäische Union
27.07.2014, borderline-europe
Seit Anfang 2014 sind laut offiziellen Angaben 800 Menschen im Mittelmeer zwischen Nordafrika und Italien im der Straße von Sizilien gestorben. Unseren eigenen Zahlen zufolge sind allein von Mai 2014 bis heute 27. Juli, 648 Personen gestorben (wenn man nur die Leichen zählt und nicht die Menschen die womöglich untergegangen sind). Wenn man auch die Personen zählt, die nie gefunden wurden und wahrscheinlich im Mittelmeer verschollen sind, kommt man auf die Zahl von 1403 Toten, die ihr Leben bei dem Versuch Italien zu erreichen ihr Leben lassen mussten. Mehr lesen
Sprache(n): Englisch / English Region(en): Italien / Malta, Nordafrika
27.07.2014, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Im Südwesten Deutschlands kommen immer mehr minderjährige Flüchtlinge alleine an – ohne Rucksack, ohne Pässe, und oft ohne Hoffnung. Die Kommunen stellt das vor große Herausforderungen. Bis vor vier Jahren waren die minderjährigen Flüchtlinge eine für Städte und Landkreise ziemlich beherrschbare Rarität. Nach Freiburg kamen im gesamten Jahr 2010 nur 30 jugendliche Flüchtlinge. Seither stiegen die Zuzugszahlen in den betroffenen Landkreisen um bis zu 40 Prozent. In Freiburg wurden allein im ersten Halbjahr 2014 insgesamt 80 „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ in Obhut genommen. Mehr lesen
27.07.2014, 20 Minuten
Die geplante Asylinitiative der SVP würde die Aufnahme von Flüchtlingen in der Schweiz faktisch verhindern. Parlamentarier sind entsetzt. Bei Politikern stösst das geplante Volksbegehren der SVP auf heftige Kritik. CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer ist völlig empört: «Das ist ein Verrat an der schweizerischen Tugend der humanitären Tradition.» Die Schweiz dürfe sich auf keinen Fall sich vor humanitären Tragödien, wie sie sich etwa gerade in Syrien abspielen, nicht verschliessen. Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Österreich / Schweiz
27.07.2014, Basler Zeitung
Die geplante SVP-Initiative zur Änderung des Asylrechts sei das falsche Mittel zur Problemlösung, sagt Migrationsexperte Jürg M. Gabriel. Es sei die «dümmste Forderung zum dümmsten Zeitpunkt». Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Österreich / Schweiz, Europäische Union
27.07.2014, Initiative gegen Abschiebehaft
Am 26.7.2014 wurden alle Abschiebegefan- genen aus NRW gegen ihren erklärten Willen von der JVA Büren in das Polizeigewahrsam Berlin-Köpenick ver- bracht. Nach aktueller Beschlusslage der Gerichte hätten sie entlassen werden müssen. Die Gefangenen haben nun den Kontakt zu ihrem sozialen Umfeld verloren. Mehr lesen
27.07.2014, Deutsche Welle
Mal kommen 20, mal mehrere Hundert: Mit ausländerfeindlichen Parolen marschieren Demonstranten vor Flüchtlingsheimen auf. Flüchtlingsräte sind besorgt über die steigende Gewalt. Das ostdeutsche Bundesland Sachsen gehört neben Berlin und Nordrhein-Westfalen (NRW) zu den Bundesländern, in denen es im ersten Halbjahr 2014 die meisten Aggressionen gegen Flüchtlinge gab. Das dokumentiert die Amadeu Antonio Stiftung. In einer gemeinsamen Chronik mit Pro Asyl listet sie 155 flüchtlingsfeindliche Kundgebungen auf und 52 gewalttätige Angriffe, davon 36 auf Flüchtlingsunterkünfte. Mehr lesen
27.07.2014, Frankfurter Rundschau
Zehntausende Kinder sind dieses Jahr bereits vor dem Elend in Mittelamerika geflohen. Während in den USA die politischen Lager über den richtigen Umgang mit den Migranten streiten, fehlt es diesen am Nötigsten zum Überleben. Die US-Behörden sind wegen der großen Zahl der Flüchtlinge völlig überfordert. Es fehlt an Übersetzern, Betreuern und Richtern, die über Abschiebung oder Bleiberecht entscheiden sollen. In Bundesstaaten, die oft Tausende von Kilometern von der Grenze entfernt liegen, regt sich schon Protest, wenn Auffanglager für nur ein paar Dutzend der Kinder und Jugendlichen aus Mittelamerika eröffnet werden sollen. Mehr lesen
Sprache(n): Deutsch / German Region(en): Amerika
27.07.2014, Zeit Online
Minderjährige und traumatisierte Asylsuchende können in Deutschland auf psychologische Hilfe hoffen: Eine geplante Gesetzesänderung enthalte den Anspruch auf eine "geeignete psychologische Betreuung" im Bedarfsfall, heißt es in einer Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion, aus welcher der "Spiegel" am Sonntag zitierte. Grundlage der Änderung sei die novellierte EU-Aufnahme-Richtlinie, die bis Mitte 2015 in deutsches Recht umgesetzt werden müsse. Mehr lesen
27.07.2014, Blog Sicilia
"Es ist eine Niederlage der Europäischen Union nicht für Italien wenn das Budget von Mare Nostrum das von Frontex übersteigt. Die Situation in Libyen hat sich in den letzten Wochen verschlechtert. Ich erachte es als dringend notwendig, dass die internationale Gemeinschaft, angefangen bei der UNO interveniert. Ich werde in den nächsten Tagen weiter versuchen Druck auf die Uno und die EU aufzubauen", so Mario Renzi. Mehr lesen
Sprache(n): Italienisch / Italiano Region(en): Italien / Malta, Europäische Union, Weltweit
Ausgerechnet den Grünen muss die Bundesregierung eine Zustimmung zu höheren Hürden für Flüchtlinge aus dem Westbalkan abringen. Es wird hart verhandelt - in Aussicht steht ein Kompromiss. Daniel Köbler, der Fraktionsvorsitzende der Grünen in Rheinland-Pfalz, sagt: „Wir lehnen das Konstrukt ,sichere Herkunftsländer‘ generell ab. Das Recht auf Asyl ist ein individuelles Menschenrecht, das nicht pauschal pro Land gewährt oder verwehrt werden kann.“ Mehr lesen
Radikale Initiativpläne der SVP: Nur wer auf direktem Weg in die Schweiz kommt – und nicht über sichere Drittstaaten – soll in Zukunft noch ein Asylverfahren erhalten. Die SVP liebäugelt rund 15 Monate vor den Wahlen 2015 erneut mit einer Volksinitiative zum Asylwesen. «Wer wirklich um sein Leben bangt, wird richtigerweise im nächstgelegenen sicheren Land einen Antrag stellen, um rasch wieder in die Heimat zurückkehren zu können», begründet der Berner Nationalrat. Ziel der Einschränkung sei es auch, «dem unsäglichen Menschenhandel den Riegel zu schieben». Mehr lesen
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