“Als wir zu schreien anfingen, weil wir uns nicht mehr an den Streben festhalten
konnten, hat das Fischerboot die Leinen verlängert, damit er sich entfernen konnte…sie
wollten uns nicht schreien hören, aber sie ließen uns auch nicht an Bord!“ Die Erzählung
von Justice kommt immer wieder zu diesem Punkt, verankert in diesen drei Tage im Mai,
geklammert an die Thunfischnetze. 27 Männer, verlassen inmitten des Meeres, während
die internationale Bürokratie darüber stritt, welches Land denn nun die Rettung
übernehmen sollte, Malta oder Libyen. Bilder eines spektakulären Dramas, die um die
Welt gingen und die für zahllose weitere Tragödien standen, die sich im Stillen auf den
Routen durch das verbotene Mittelmeer abspielen.
(siehe dazu auch:
"Flüchtlinge 24 Stunden im Meer - es muss erst geklärt werden, wer sie rettet")