Die täglichen Dramen
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Aktuelle Artikel


29.07.2014, Siracusa Oggi

Küstenwache bring 156 Migranten an Land

Der Tag in Augusta beginnt mit einer neuen Anlandung. Um kurz nach sieben Uhr heute Morgen ist ein Patrouillenboot der Küstenwache im Hafen von Augusta eingelaufen. Es hatte in den letzten Stunden 156 Migranten aufgekommen, darunter 14 Frauen und 7 Minderjährige. Nach einer ersten gesundheitlichen Behandlungen und der Identifizierung werden sie in Aufnahmezentren in der Umgebung gebracht.

Zum Artikel Sprache(n): Italienisch / Italiano
Region(en): Italien / Malta

 

29.07.2014, Asca

In zwei Operationen 202 durch Mare Nostrum gerettet

Die Rettungsoperationen im Kanal vom Sizilien gehen weiter. Es wurden wieder Migranten, die aus Nordafrika kommen im Rahmen der Mare Nostrum Operation gerettet. Letzte Nacht hat die "Urania" der Marine südlich von Lampedusa ein Boot mit 80 Migranten an Bord gerettet und die Migranten aufgenommen. In einem anderen Einsatz hat das Schiff "Vega" 112 Migranten gerettet, darunter 22 Frauen und drei Minderjährige.

Zum Artikel Sprache(n): Italienisch / Italiano
Region(en): Italien / Malta

 

29.07.2014, Dom Radio

"Ungeheuerliche Leidenswege"

Adveniat sorgt sich um junge Migranten aus Zentralamerika. Mit einem "Eilbrief" hat sich das katholische Hilfswerk Adveniat an US-Präsident Barack Obama gewandt.Thema ist die gestiegene Zahl an minderjährigen Flüchtlingen aus Mittelamerika. Geschäftsführer Stephan Jentgens im Interview: " Es geht uns darum, die Lebensbedingungen junger Menschen in Lateinamerika zu verbessern. Dass immer mehr Heranwachsende aus Zentralamerika mit allen Mitteln in die USA wollen, zeigt, wie wenig Perspektiven die Jugendlichen in ihrer Heimat haben."

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Region(en): Amerika

 

29.07.2014, Euronews

Australien: Flüchtlinge aus Sri Lanka erreichen Festland

157 Flüchtlinge, die knapp vier Wochen von den australischen Behörden auf See festgehalten wurden, sind in einem Gefangenenlager auf dem australischen Festland angekommen. Berichten zufolge sollen die Asylsuchenden in einem Lager im westaustralischen Outback von indischen Behörden verhört werden. Die 157 aus Sri Lanka stammenden Flüchtlinge wurden am 29. Juni in der Nähe der Weihnachtsinsel aufgegriffen und offenbar wochenlang in fensterlosen Räumen untergebracht, das berichtet der britische Guardian unter Berufung auf Anwälte der Flüchtlinge.

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Region(en): Asien, Australien

 

29.07.2014, Tagesanzeiger

Beat Meiner von der Flüchtlingshilfe über steigende Flüchtlingszahlen

«Das ist nicht menschengerecht, Flüchtlinge sind keine Maulwürfe». Beat Meiner von der Flüchtlingshilfe ist über die steigenden Flüchtlingszahlen nicht erstaunt. Er fordert menschengerechte, oberirdische Unterkünfte und eine weitsichtigere Flüchtlingspolitik.

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Region(en): Österreich / Schweiz

 

29.07.2014, Il Fatto Quotidiano

Wenn die Schlepper noch Kinder sind

In diesen letzten Monaten auf Lampedusa habe ich mir bei den Ankünften immer wieder die Frage gestellt, wer der Schlepper des Bootes sein könnte, der "Kriminelle, der am Leid der Migranten verdient", so wie es die Medien immer wieder betonen. Ich habe geschaut ob jemand eine andere Hautfarbe hat, besser angezogen ist oder eine andere Sprache spricht aber mir ist niemand aufgefallen. Ich bin vielmehr zu dem Schluss gekommen, dass in vielen Fällen - nach Beginn der Mare Nostrum Operation sogar noch mehr - der Schlepper kein anderer ist als ein Migrant, dem kurz vor der Abfahrt das Kommando in die Hand gedrückt wurde, vielleicht gegen einen Rabatt auf seinen Fahrtpreis.

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Region(en): Italien / Malta, Nordafrika

 

28.07.2014, Blick

Flüchtlinge aus Eritrea im Tessin«Ich wünsche mir Schweizer Freunde»

Sie schuften am Hang, schwitzen in der Sonne. Sie träumen von Asyl in der Schweiz. Die Eritreer aus dem Tessin haben Unglaubliches auf sich genommen, damit dieser Traum wahr wird. Alles Männer, alle zwischen 16 und 44 Jahre alt, alle Christen. Die meisten sind seit Monaten in der Schweiz. Lodano ist für sie einfach eine weitere Station zum Paradies: Asyl in der Schweiz. Der Weg der jungen Eritreer nach Lodano war weit. Und am Ziel sind sie noch nicht. Sie flohen vor einem Militärdienst, der sie lebenslang versklavt. Die Freiheit kostete sie 5000 US-Dollar – und manchmal das Leben.

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Region(en): Österreich / Schweiz, Afrika

 

28.07.2014, Unser Radio

Schleuser und Flüchtlinge im Visier der Polizei

Die Serie der unerlaubten Einreisen nach Niederbayern reißt nicht ab – auch an diesem Wochenende haben Landes- und Bundespolizisten eine ganze Menge illegaler Einwanderer erwischt. Hauptsächlich an der A3 kontrollierten die Beamten vor allem Autofahrer, die sich dann als Schleuser entpuppten. Von insgesamt 35 Personen aller Altersgruppen ist der Großteil in die Erstaufnahmeeinrichtung nach München gebracht worden. Die Einreisenden kommen hauptsächlich aus Syrien.

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Region(en): Deutschland

 

28.07.2014, Süddeutsche Zeitung

"Das möchte sich niemand vorstellen"

Die Jugendämter nehmen so viele Kinder in Obhut wie nie zuvor. Dieser Anstieg lässt sich auch durch Flüchtlingskinder erklären, die allein nach Deutschland kommen. Thomas Berthold vom Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge schildert, wie es ihnen dabei ergeht. " Jungen werden häufig von ihrer Familie losgeschickt. Etwa wenn das eigentliche männliche Familienoberhaupt verstorben ist und die Söhne in Kriegsgebieten dann selbst von der Armee eingezogen werden könnten. Mädchen flüchten öfter vor innerfamiliärer Gewalt."

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Region(en): Deutschland

 

28.07.2014, Berliner Zeitung

Abschiebegefängnis in Grünau füllt sich

Im Abschiebegefängnis in Grünau sind Flüchtlinge eingesperrt, die Deutschland laut Gesetz verlassen müssen. Seit dem Wochenende ist das Gefängnis so voll wie lange nicht. Der Grund: Berlin leistet in Grünau Amtshilfe für Nordrhein-Westfalen.

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Region(en): Deutschland

 

28.07.2014, Heise

Italien plant zweiwöchige Polizeioperation gegen Migranten in der gesamten EU

Die italienische Regierung bereitet eine großangelegte Polizeioperation für das gesamte Gebiet der Europäischen Union vor. Damit knüpft Italien an frühere, ähnliche Maßnahmen anderer Länder an. Auf diese Weise fahnden die Polizeibehörden an Verkehrsknotenpunkten nach Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis. Solche "Gemeinsamen Polizeioperationen" ("Joint Police Operations") werden gewöhnlich von jeder der halbjährlich wechselnden EU-Präsidentschaften organisiert. Lediglich Griechenland hatte in seinem kürzlichen endenden EU-Vorsitz keine Operation durchgeführt.

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Region(en): Europäische Union

 

28.07.2014, Deutsche Welle

Zahlen für die Staatsbürgerschaft

Alles hat seinen Preis - in manchen Ländern sogar die Staatsbürgerschaft. Damit entsteht dort allerdings ein Zwei-Klassen-System: Reiche Flüchtlinge haben Zugang, arme bleiben draußen. Sie kommen für ein besseres Leben, für mehr Freiheit nach Europa. Aber sie landen nicht etwa auf einem Boot mit hundert anderen Flüchtlingen vor Lampedusa, sondern reisen in der Business-Klasse einer edlen Fluggesellschaft nach Malta, Lissabon oder Andalusien. Sie sind nicht arm, im Gegenteil: Sie sind Millionäre aus Nicht-EU-Staaten, die sich frei in Europa bewegen möchten.

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Region(en): Weltweit

 

28.07.2014, Der Bund

Flüchtlinge aus Eritrea: «Dann sind die Bilder wieder da»

Aus keinem Land kommen derzeit so viele Flüchtlinge zu uns wie aus Eritrea – auch Kinder und Jugendliche. 
Tsehay und Medhane haben es alleine ins Emmental geschafft. In der Nacht holt sie der Schrecken ihrer Flucht ein. Die beiden sind zwei von 252 Kindern und Jugendlichen, die in diesem Jahr ohne erwachsene Begleitung in die Schweiz geflüchtet sind. Und sie sind bereit, zu erzählen, wie es dazu kam, dass sie die gefährliche Reise ganz alleine auf sich genommen haben. Auch wenn es ihnen schwer fällt.

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Region(en): Afrika

 

28.07.2014, Neues Deutschland

»Luxustickets« kosten 6000 Euro

Erstmals wurden von spanischen Behörden Schleuserpreise offiziell genannt: Zwischen 45 und 6000 Euro müssen afrikanische Flüchtlinge Schleusern zahlen, wenn sie nach Europa wollen.Um illegal nach Melilla einzureisen, werden zwischen 45 Euro und 3000 Euro fällig. Der Preis richtet sich nach Art des versuchten Grenzübertritts. Wer mit einem Boot nach Melilla will, zahlt 200 bis 300 Euro. Und wer mit einer »Patera« an die Küste Andalusiens will, muss mindestens 1500 Euro hinlegen. Für das Einschmuggeln von Marokko ins spanische Melilla in Autos oder Lastwagen mit doppeltem Boden werden 3000 Euro verlangt.

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Region(en): Spanien, Nordafrika

 

28.07.2014, OVB Online

Schleuser verursacht Unfall und flüchtet

Um nicht von Fahndern der Bundespolizei erwischt zu werden, hat ein rumänischer Schleuser, 36, am Freitag das Leben von elf Flüchtlingen auf Spiel gesetzt. Als die Beamten den VW-Bus des Mannes auf der Inntalautobahn überprüfen wollten, raste er los und passierte mit etwa 180 km/h mehrere Baustellenbereiche. Auf der A 8 bei Rosenheim prallte er gegen ein Ausfahrts-Schild. Der Bus blieb liegen, während Fahrer und Insassen in verschiedene Richtungen losstürmten. Der Fahrer konnte in Rosenheim festgenommen werden.

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Region(en): Deutschland

 

28.07.2014, Neue Osnabrücker Zeitung

Caritas: Länder an EU-Außengrenzen nicht alleinlassen

Im Interview äußert sich Caritas-Präsident Peter Neher zur Unterbringung und zur Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge sowie zur Frage, ob Hungerstreiks sinnvoll sind. "Durch die Drittstaaten-Regelung kommen Flüchtlinge nur noch auf sehr verschlungenen Wegen in Länder wie Deutschland. Andere Länder sind durch ihre geografische Lage besonders betroffen. Daher wären neue Lösungen für die Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU nach anderen, fairen Regeln angemessen."

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Region(en): Deutschland, Europäische Union

 

27.07.2014, borderline-europe

1403 Menschen starben seit Mai 2014 im Mittelmer

Seit Anfang 2014 sind laut offiziellen Angaben 800 Menschen im Mittelmeer zwischen Nordafrika und Italien im der Straße von Sizilien gestorben. Unseren eigenen Zahlen zufolge sind allein von Mai 2014 bis heute 27. Juli, 648 Personen gestorben (wenn man nur die Leichen zählt und nicht die Menschen die womöglich untergegangen sind). Wenn man auch die Personen zählt, die nie gefunden wurden und wahrscheinlich im Mittelmeer verschollen sind, kommt man auf die Zahl von 1403 Toten, die ihr Leben bei dem Versuch Italien zu erreichen ihr Leben lassen mussten.

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Region(en): Italien / Malta, Nordafrika

 

27.07.2014, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Karawane der Hoffnung

Im Südwesten Deutschlands kommen immer mehr minderjährige Flüchtlinge alleine an – ohne Rucksack, ohne Pässe, und oft ohne Hoffnung. Die Kommunen stellt das vor große Herausforderungen. Bis vor vier Jahren waren die minderjährigen Flüchtlinge eine für Städte und Landkreise ziemlich beherrschbare Rarität. Nach Freiburg kamen im gesamten Jahr 2010 nur 30 jugendliche Flüchtlinge. Seither stiegen die Zuzugszahlen in den betroffenen Landkreisen um bis zu 40 Prozent. In Freiburg wurden allein im ersten Halbjahr 2014 insgesamt 80 „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ in Obhut genommen.

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Region(en): Deutschland

 

27.07.2014, 20 Minuten

«Verrat an unserer humanitären Tradition»

Die geplante Asylinitiative der SVP würde die Aufnahme von Flüchtlingen in der Schweiz faktisch verhindern. Parlamentarier sind entsetzt. Bei Politikern stösst das geplante Volksbegehren der SVP auf heftige Kritik. CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer ist völlig empört: «Das ist ein Verrat an der schweizerischen Tugend der humanitären Tradition.» Die Schweiz dürfe sich auf keinen Fall sich vor humanitären Tragödien, wie sie sich etwa gerade in Syrien abspielen, nicht verschliessen.

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Region(en): Österreich / Schweiz

 

27.07.2014, Basler Zeitung

«Die Bootsflüchtlinge sind gar nicht das Problem»

Die geplante SVP-Initiative zur Änderung des Asylrechts sei das falsche Mittel zur Problemlösung, sagt Migrationsexperte Jürg M. Gabriel. Es sei die «dümmste Forderung zum dümmsten Zeitpunkt».

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Region(en): Österreich / Schweiz, Europäische Union

 

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