Was haben Turnschuhe aus China, Kapitalanlagemöglichkeiten in den Vereinigten Arabischen Emiraten und angespülte Leichen am Strand des andalusischen Surferparadieses Tarifa miteinander zu tun? Während Waren und Kapital schon lange keine Grenzen mehr kennen, werden sie für Menschen, etwa an den Außengrenzen der Festung Europa, immer unüberwindbarer.
Ende des 19. Jahrhunderts war Lomé die Hauptstadt der deutschen Kolonie Togo. Eine "Musterkolonie" an der westafrikanischen Küste sollte es werden. Aber nach Ansicht von Historikern hat die deutsche Kolonialherrschaft vor allem den Boden für eine der am längsten währenden Militärdiktaturen in Afrika bereitet.
Libyen hat eine Massenbefreiung der inhaftierten Migranten vorgenommen. Nicht nur die 205 inhaftierten Eritreer in Braq wurden entlassen, sondern auch 2800 weitere Flüchtlinge und Migranten. Alle haben eine Aufenthaltserlaubnis für drei Monate erhalten, um sich Arbeit in Libyen zu suchen.
Ukraine. Flüchtlinge auf dem Weg nach Westeuropa werden immer häufiger von der ukrainischen Grenzpolizei gefasst und inhaftiert. Die Fotografin Dörthe Hagenguth reiste mithilfe eines VG-Bilkunst-Stipendiums mehrfach in die ukrainischen Karpaten und dokumentiert die Situation mit Bildern und Interviews in einer Slideshow.
Dankesrede von Elias Bierdel zur Verleihung des Ute Bock-Preis für Zivilcourage
Elias Bierdel erhielt im Januar 2010 den Ute-Bock-Preis für seine Organisation Borderline Europe – Menschenrechte ohne Grenzen, mit der er auf das Massensterben an den europäischen Außengrenzen aufmerksam macht.
Mohammed Yussif war einer der 37 Geretteten von der "Cap Anamur". Im April 2006 starb er mit zwanzig weiteren Flüchtlingen bei einem erneuten Versuch nach Europa zu gelangen, als ihr Boot im Sturm vor Lampedusa kenterte.