Zitate
Giusi Nicolini, Bürgermeisterin von Lampedusa, 2012

"Mich regt das Schweigen von Europa auf, das gerade den Friedensnobelpreis erhalten hat, und nichts sagt, obwohl es hier ein Massaker gibt, bei dem Menschen sterben, als sei es ein Krieg."


 

Joachim Gauck, Bundespräsident, 2013

"Wir brauchen offene Türen für Verfolgte, und das nicht nur wegen unserer Verfassung und unserer Geschichte, sondern auch aus ökonomischen Gründen."


 

Horst Köhler, Bundespräsident, 2009

"Ich fürchte, wenn sich nichts ändert, wird sich die Zahl der Bootsflüchtlinge noch drastisch erhöhen. Die Grenzen Europas dagegen abzuriegeln, ist weder politisch noch moralisch eine Lösung."


 

Navi Pillay, UN-Kommissarin für Menschenrechte, 2009

"Heute fahren größere Schiffe einfach an kleinen Booten vorbei und ignorieren alle Hilferufe, weil sie automatisch davon ausgehen, dass darin illegale Migranten sitzen. Das verstößt gegen das Völkerrecht!"


 

Jörg Alt, Jesuitenpater, 2009

"Nicht böse Schlepper und Schleuser haben Schuld an den Flüchtlingsdramen, sondern unsere Migrationspolitik."


 

B. De Rubeis, Bürgermeister von Lampedusa, 2009

"Die Regierung wendet ihr Gesicht ab, tut so, als ob sie nichts bemerke, und lässt die Immigranten ertrinken"


 

Günter Nooke, Menschenrechtsbeauftragter, 2009

"Ich glaube, dass an den Außengrenzen der Europäischen Union das größte Menschenrechtsproblem überhaupt existiert (...) Wir können nicht zulassen, dass dort Menschen ertrinken, wenn die Möglichkeit besteht sie zu retten"


 

Katholische Bischofskonferenz Italiens, 2009

"Im Meer unserer Ferien sterben die Leute. Das ist die Verletzung eines alten Gesetzes, die unsere eigenen Wurzeln bedroht - die Idee, was der Mensch wirklich ist und was sein unendlicher Wert bedeutet"


 

Friedrich Nietzsche, Philosoph

"Ihr führt Krieg? Ihr fürchtet euch vor einem Nachbarn? So nehmt doch die Grenzsteine weg -- so habt ihr keinen Nachbarn mehr. Aber ihr wollt den Krieg und deshalb erst setzet ihr die Grenzsteine."


 

Roberto Maroni, italienischer Innenminister, 2009

"Um die illegale Einwanderung zu bekämpfen, darf man nicht zu gutherzig sein. Im Gegenteil: gemein muss man sein, streng und gesetzestreu."


 

Louis Michel, EU-Kommissar, 2008

"Manche Politiker möchten die Migrationsproblematik durch schärfere Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der 'Festung Europa' in den Griff bekommen. Das soll die Öffentlichkeit von den schockierenden Bildern Hunderter zu Tode erschöpfter Afrikaner abzulenken, die wie Treibgut an die Strände gespült werden."


 

Angela Merkel, Bundeskanzlerin, 2007

"Wir werden den Terrorismus und die organisierte Kriminalität und die illegale Einwanderung gemeinsam bekämpfen."


 

Heidrun Friese, Ethnologin, 2009

"Lampedusa ist ein Testgelände für unsere Selbstdefinition als Europäer, für unser Verständnis von Europa. Dieser Fels im Mittelmeer ist so etwas wie ein Brennglas der Gegenwart."


 

Ilkka Laitinen, FRONTEX Direktor, 2009

"Wenn wir in internationalen Gewässern oder im Hoheitsgebiet von Drittstaaten patrouillieren, dann können Einwanderer dort kein Asyl beantragen."


 

Ilija Trojanow, Schriftsteller, 2009

"Es geht nicht darum, wie viele Afrikaner man aufnimmt, sondern darum, wie wir uns überhaupt noch als Zivilisation definieren. Der fast vollständige Abbau des Asylrechts ist für mich ein Schritt in die Barbarei."


 

Antonio Camacho Vizcaino, spanischer Staatssekretär, 2006

"Unsere Bürger können nicht akzeptieren, dass sich unsere Meere zu Massengräbern entwickeln."


 

Kofi Annan, 2003

"Einwanderer brauchen Europa, aber Europa braucht auch Einwanderer. Diese stille Krise der Menschenrechte beschämt unsere Welt."


 

Wolfgang Schäuble, Bundesinnenminister, 2007

"Natürlich müssen wir die Hilflosen retten. Wir können ja nicht akzeptieren, dass im Mittelmeer oder auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln die Menschen ertrinken."


 

Franco Frattini, EU-Justizkommissar, 2007

"Letzten Sommer sind etwa 3000 Menschen im Mittelmeer und im Atlantik ums Leben gekommen. Europa hat die Verantwortung und die Pflicht, Menschenleben zu retten. Das ist eine Selbstverständlichkeit."


 

Peter Sodann, 2008

"... wenn ich gar nichts habe und hungere, dann setze ich mich in ein Boot und fahre von Afrika über das Mittelmeer."


 

Seiten