Europas Abschottung fordert 77 Tote
77 Eritreer, Äthiopier und Nigerianer finden im Kanal von Sizilien im August 2009 den Tod, weil weder Malta noch Italien zu einer Rettung bereit sind.
Drei lange Wochen lässt man sie wissentlich verhungern, verdursten und ertrinken.
borderline-europe unterstützt die Interessengemeinschaft "boatpmalital", gegründet von Verwandten der Opfer, und veröffentlicht hier die weltweiten Reaktionen auf dieses europäische Verbrechen, welches wir auf das Schärfste verurteilen.
Möchten auch Sie Ihr Beileid und Ihr Unverständnis über diese unmenschliche Abschottungspolitik zum Ausdruck bringen, so mailen Sie an
mail@borderline-europe.de
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Brief an den Kommissar für Meschenrechte
von Familien und Freunden der Flüchtlinge (dt. und engl. Version)
Julien Winandy, 03.09.2009
Ich bin schockiert über die unterlassene Hilfeleistung der italienischen und maltesischen Regierungen
gegenüber den afrikanischen Flüchtlingen. Eine Regierung, die zusieht, wie arme, unschuldige, verzweifelte
Menschen an Hunger und Durst sterben hat offenbar nicht mitgekriegt, wofür Europa steht. Diese Taten sind
auf's Schärfste zu verurteilen.
Interessengemeinschaft boatpmalital@rocketmail.com, 07.09.2009
Hiermit wollen wir zum Ausdruck bringen, wie erschüttert wir über den Vorfall am Mittelmeer sind.
Als Familie von Filmon Gheressin trauern wir nicht nur um den heranwachsenden, sehr
intelligenten jungen Mann, der seine Abitur mit Bravour bestanden hat und Vorbild von vielen
Kindern war für seine u. a. sportliche Aktivität, seine Hilfsbereitschaft und seine Höflichkeit jedem
gegenüber. Wir trauern um jeden von denen, welche qualvoll sterben mussten, weil die Malteser
und die Italiener sie nicht als "Menschen" angesehen hatten, sondern für die beiden Regierungen
waren diese junge Leute irgendwelche Versuchskaninchen, über die gewettet wurde, wie lange
wohl diese afrikanischen Flüchtlinge diese Qual ertragen werden würden, damit sie als Beispiel
gelten, falls irgend ein verzweifelter Flüchtling jemals wieder in ein Boot einsteigen sollte!!!
Wir, die Angehörigen von Filmon, sind überall auf der Welt zerstreut. Manche von uns fühlen sich
als Europäer, manche als Amerikaner, manche als Australier und die meisten der Familie fühlen
sich als Afrikaner, weil sie in Afrika leben. Wir, die Familie, welche in Europa leben, haben uns
wohl geirrt. Wir dachten, wir gehören zur europäischen Gesellschaft, was uns durch diese Aktion
klar wurde, wir als Afrikaner werden wohl niemals der europäischen Gesellschaft angehören, weil
die Regierungen alles daran setzen, dass kein Afrikaner sich hier in Europa wohl fühlt, sondern
sich als Mensch zweiter Klasse fühlen muss.
Pastor Friedrich Scherrer, Bremen, 07.09.2009
Als Christ bin ich erschüttert über den Tod der Flüchtlinge und das Verhalten der Regierungen und
denke an die Angehörigen.
Amina Rimi & Familie, 07.09.2009
75 unschuldige Opfer der Regierung von Malta und Italien vom August 2009
Ich trauere mit Euch gemeinsam um die 75 junge Leute, die ihr Leben so früh und so grausam
verloren haben. Die Umstände, wie sie ihr Leben verloren haben, macht es noch mehr
schmerzhafter. Wie können Länder wie Italien und Malta, die sich gern als "zivilisierte Welt"
bezeichnen so Schlimm das Menschenleben beenden. Wie können sie nur zugucken, wie die 75
Menschen eines nach dem anderen wegen Durst und Hunger so qualvoll sterben. Wie grausam
müssen die Malteser und die Italiener sein, das ganze zu beobachten. Es macht uns alle sprachlos
um das ganze harmlos auszudrücken.
Ich lebe seit meine Jugend in Deutschland und arbeite fast 20 Jahre als Krankenschwester. Jedes
mal, wenn ich mich von einen sehr kranken Patienten Abschied nehmen muss, kann ich meine
Schmerzen kaum ausdrücken, weil ich einen "Menschen" verloren habe. Ich kann mir diese
Grausamkeit, was die Malteser und die Italiener getan haben nicht vorstellen und auch überhaupt
nicht akzeptieren.Wenn Italien und Malta so grausam sind, diese armen junge Menschen, die aus
politischen Gründen ihr Heimat verlassen mussten, vor Hunger und Durst langsam sterben zu
lassen, warum haben sie sie nicht direkt nach Libyen abgeschoben, so hätte man zumindest ihren
Leichnam gefunden oder um das ganze einfacher auszudrücken sie hätten sie gleich erschießen
können. Die Tat, was die beiden Länder sich geleistet haben, ist Feige, Grausam und
unmenschlich.
Ich frage mich, ob ich überhaupt als Afrikanerin ein Platz in Europa habe.
Leute Kopf hoch, viele Menschen, die ein Gewissen haben fühlen mit euch!! Es geht hier nicht um
schwarz gelb oder weiß, hier geht es um Menschen und Menschlichkeit
Wir denken an Euch und an unsere grausam hingerichtete Landsleuten
Amete Mekonnen, 07.09.2009
Herzliches Beileid an allen Angehörigen, Freunde und Bekannte der Opfer der Regierung von
Malta und Italien.
Ich bin wütend darüber und gleichzeitig traurig, dass vor allem der Rettungsdienst auf dem Meer
seine Pflicht zur Lebensrettung nicht wahrgenommen hat.
Es ist merkwürdig, nach Hilfe schreienden Menschen, nicht zu helfen. Wie gleichgültig die
unschuldigen Bootsflüchtlinge wohl für die beiden Regierungen waren??? Für diese Tat sollen sich
beide Länder ewig schämen. Sie haben eine schlimme Geschichte für ihre Länder geschrieben.
Organisationen, wie hier die EU, sind doch dazu verpflichtet ein gutes Beispiel für die anderen zu
sein! Ich kann mich nach diesem Geschehnis, leider nur kritisch zur Theorie der Menschenrechte
äußern. Da das Handeln der Regierungen und des Rettungsdienstes auf offener See für mich
kriminell ist. Leute die niemandem was schlechtes gesagt oder getan haben, mussten auf eine
grausame Art sterben, nur weil die Regierungen sich vorgenommen haben keine Immigranten
mehr in ihre Länder zu haben. Es wundert mich, dass die Ausländer in diesen Ländern sehr gern
als billige Arbeitskräfte angesehen werden, und trotzdem sind sie unerwünscht?
In meinem Beruf als Krankenschwester weiß ich, dass es meine Pflicht ist, jedem hilfsbedürftigem
Menschen das Leben zu retten, ohne zuerst auf die Nationalität, Hautfarbe oder sozialen Stand zu
schauen.
So sollte es auch im normal Fall bei allen Rettungsdienste auf dem Meer sein, auch wenn diese
Leute in der Augen der Regierungen "nur Bootsflüchtlinge" sind.
Ich bin der Meinung, dass solche Länder erst Menschenleben retten und dann die Konsequenzen
für die illegalen Einwanderer treffen. Denn kein Mensch ist illegal. Die Menschen, welche ihr Leben
auf offener See riskieren, um überhaupt in Frieden leben zu können, wurden von Kriminellen
Regierungen in Empfang genommen und bewusst getötet. Die beiden Regierungen sollen erstmal
darüber im klaren sein, dass sie in der Lage waren Menschen hinzurichten. Was für eine tragische
und dunkle Geschichte diese 24Tage der Flüchtlinge auf offener See wohl für die beiden Länder
ist, wird immer wieder lauter. Es erinnert vielen in den 2.Weltkrieg, wie damals die unschuldigen
hingerichtet wurden und alle weg guckten. So haben es die beiden Regierungen es geschafft, dass
ihre Bevölkerung (Fischer & Marine) weg guckten, während junge Leute vor Durst und Hunger auf
offener See qualvoll starben.
Ich könnte hunderte von Seiten schreiben mein Wut und mein Trauer Luft zu machen, aber die
Geschichte wird uns allen ewig begleiten und wir alle werden lange brauchen, um diese
Kriminalität zu verdauen.
Gott gebe Euch und uns allen viel Kraft.
Fagret Kafil,
Demsas Kebin,
Asgedet Kafil,
Ajir Kafil,
Okbalidet Kafil,
Saba Kafil,
Amanet Demsas,
Selwa Demsas,
David Auinger,
Tina Bender,
Christoph Auinger,
Elif Solak,
Yasaman Shamloo, 10.09.2009
Hiermit möchten wir den Familien der Opfer unsere aufrichtige Anteilnahme aussprechen und
möchten gerne der Interessengemeinschaft angehören und alles mitgestalten. Bitte informiert uns,
was wir machen können, um diese schlimme Geschichte Weltweit bekannt zu machen, damit jeder
weiß, wie kriminell und GLEICHGÜLTIG Italien und Malta gegenüber Bootsflüchtlinge sind. Solche
Taten in den 21Jahrhundert zu gedulden, würde bedeuten, dass sich alle Menschen mitschuldig
machen, wenn sie nicht öffentlich demonstrieren und die beiden Regierungen offiziell verurteilen.
Wir alle sind der Meinung, dass die Italiener und die Malteser die 75 Bootsflüchtlinge gezielt
ermordet haben.
Nebiat Eyob, 11.09.2009
Wir sind traurig, empört, verzweifelt und sprachlos
Wir sind über das was geschehen ist sehr bestürzt und empört. Die italienische und maltesische
Regierung hätte dies verhindern können und schaute tatenlos zu, wie die Flüchtlinge ihrem
Schicksal überlassen wurden. Dies ist menschenverachtend.Wir fordern, dass die italienische und
maltesische Regierung offiziell zu gibt falsch gehandelt zu haben und sich bei den Hinterbliebenen
entschuldigt,auch wenn das kein Trost ist,ist dies jedoch eine „Genugtuung“ für die in der hohen
See verstorbenen Menschen.
Unser herzlichstes Beileid an alle Familienangehörigen.
Sennait aus Frankfurt am Main, 13.09.2009
Grausamkeit, Gleichgültigkeit, Kaltblütigkeit; Hinrichtung und Mord der Flüchtlinge durch
die Malteser und den Italienern
Ich bin über die Tragödie zutiefst bestürzt und bewegt. Die italienische und maltesische
Staaten wurden mehrmals informiert, dass sich Flüchtlinge auf hoher See befinden und sie
hatten mehrere Möglichkeiten sie zu retten, jedoch ist dies nicht geschehen aus Gründen
die nicht akzeptabel sind und die ich als menschenunwürdig bezeichne.
Ich finde es menschenverachtend, dass man die Flüchtlinge verdursten und verhungern
ließ. Der Gedanke allein löst in mir tiefste Verachtung gegenüber denen, die es zuließen,
dass man den vielen Flüchtlingen nicht geholfen hat. Ich frage mich, wo war ihr Mitgefühl,
als diese an den Flüchtlingen vorbei fuhren ohne angemessene Hilfe zu leisten. Wie
Grausam und Gefühls kalt muss man dazu seien, um Menschen einfach sterben zu
lassen. Allen Schiffen, die an den Flüchtlingen vorbei fuhren sei gesagt, dass Sie für deren
Tod mitverantwortlich sind.
Allen Familienangehörigen mein herzlichstes Mitgefühl.
Milite Bahta - Wichita,
Yodit Mowes and Meles Okbalidet - Wichita,
Tecle Tensew - Wichita, 15.09.2009
We are realy upset
We hereby want to express how upset we are about the incident of between 28 July to 20
August 2009 on the Mediterranean sea. As a family of Filmon Gheressin we mourn not
only the adolescent, very intelligent young man who has passed his school with flying
colors and pattern of many children were among others for his sport that his helpfulness
and his courtesy towards all. We mourn every one of those who had to painfully die,
because the Maltese and the Italians had not considered them as "people", but for the two
governments that young people have any guinea pigs was bet on how long these African
refugees were well this torture would be tolerated, so that they serve as an example, if at
all should ever again enter a desperate refugee in a boat!
We, the members of Filmon, are scattered all over the world. Some of us feel, as
Europeans, some Americans, some as Australians and most of the family feel as Africans,
because they live in Africa. We, the family, who live in Europe, have probably made a
mistake. We thought that we belong to the European society, which we realized by this
action, we as Africans will probably never belong to European societies, because
governments will do everything that no Africans here in Europe feel good, but the second
as man Class must feel.
We doubt whether the Maltese and the Italians even a belief, or even have a conscience.
For a creditor or a person with no conscience is directed toward people who are screaming
for help. This intended execution of the 75 refugees, showing the younger generations that
they are as long as they are in Europe, have to move with their backs to the wall. The
Eritrean, Ethiopian and many other African youth today has no other issue than the
execution of the refugees by the Maltese and Italian. As the governments have got the
whole point that the Europeans have no conscience. Is this just because of existential
angst or put other stories behind it?
We know definitely that we executed our families and friends will not get back, but we still
want to express our sorrow for the two governments expressed their people with hatred
which feeds and above all with indifference, for tomorrow, all the hatred is return and the
indifference to those countries because their own children grow up with hatred, anger and
indifference.
We are 'grateful for the compassion of others who are committed, despite its European
origin for human rights and tirelessly with us to share this pain.
We thank Ms Judith Gleitze and Mr. Gabriele Del Grande and the lawyer who is willing to
represent the rights of our victims.
Family Filmon Gheressin from Africa, Australia, Europe, America, and Canada
& Syndicate boatpmalital@rocketmail.com
Unterzeichnet haben 69 Personen, die Namen sind borderline-europe bekannt, 16.09.2009
Liebe Freunde, liebes Boatp.team,
wir möchten sehr gerne der Interessengemeinschaft angehören und fragen uns:
sollen wir der maltesischen und der italienischen Regierung für ihre kriminelle Tat
applaudieren? Sollen wir nur für einen kurzen Augenblick eine Schweigeminute halten und
an die Opfer der beiden Regierungen denken und sagen "die armen Bootsfllüchtline" und
sie gleich vergessen? Sollen wir sagen, dass die Fischer und die Marine nur Angst hatten
ihre "Existenz" zu verlieren und für sie Verständnis aufbringen, dass sie die qualvoll
sterbenden Menschen bemitleidend angesehen haben und weiter gefahren sind? Oder
sollen wir nur sagen, wie ungerecht die Welt ist und weiter in unser alltägliches Leben
zurückkehren? Oder, oder, oder????? Wir wissen es wirklich nicht, wie wir mit diese
kriminelle Tat umgehen oder sie verarbeiten sollen.
Für diese Gleichgültige, kriminelle Tat wird es nie eine Erklärung bzw. eine Antwort geben.
Diese Geschichte ist genau so schlimm wie die Geschichte des zweiten Weltkrieges.
Während Menschen vor Durst und Hunger sterben, fahren mehr als zehn Schiffe vorbei.
Was war anders im zweiten Weltkrieg? Die meisten hatten auch nur Angst um ihren
Existenz oder hatten Angst als Verräter des eigenen Landes zu gelten. Das ist genau so!!!
Berlusconi & Co. schüren Hass und Verfolgung gegen unterdrückte, politisch verfolgte
oder auch "Wirtschaftsflüchtlinge" , die Schutz und Frieden suchen und die Italiener haben
nicht einmal den Mut, um gegen diese Verschwörung NEIN zu sagen? Sie müssen die
Flüchtlinge nicht aufnehmen, sie sollten aber auch auf die billige Arbeitskräfte, die sie sehr
gern ausbeuten verzichten. Das gilt auch für Malta. Es geht nicht, dass man nur die
Rosinen aus dem Brot raus pickt. ...
Aster Hamid, Feven Johannes, Helen Dirar, Tina, Danel, Ezana, London, 24.09.2009
Me and my close friends and family would like to express how sad we are about the lost of
our beloved brother and son Abel Yohannes, and some for all of those other people between
July 28 to August 20. However we would like to say how disappointed we are of the Italians
and Maltesers for not rescueing them.We were informed that our brother and (the people
who died tragically) asking for help at the time of death, however the Italian and Malta
ignored them, left them to die in tragic circumstance.We are really shocked to hear this. We
couldn't belive how cruel some people can be to leave other people to die in an unknown
place. The young adults who were left to die were only looking for a better life and bright
future but instead they were ignored while they were asking for help. This is a shameful
reputation for the Italians and Maltesers authorities. What if it was themselves or a family
member on the boat instead of those unknown immigrants. These authorities need to reflect
upon their actions.
We give our condoliances to all Familymembers of the victims and their Friends.
We are grateful for the compassion of others who are committed, despite its European origin
for human rights and tirelessly stay with us to share this pain.
27.09.2009
Liebe G.,
ich habe Dir lange nicht geschrieben, hauptsächlich weil ich nicht wusste, was ich Dir
schreiben soll. Aber ich habe Dich keine Minute außer Acht gelassen. War zu allen
möglichen und unmöglichen Zeiten bei Dir. Immer in Deiner Reichweite. Ich habe für Dich
und für den jungen
Abel gebetet. Ich habe für ihn gebetet, dass er nun die Ruhe finden möge, die ihm hier
nicht gegönnt war.
Dass ihm seine erstaunliche Mut und Entschlossenheit, in Frieden leben zu wollen,
anerkannt und hochgelobt wird. Dass ihm hoch anerkannt wird, dass er mutig und bereit
war, viel und wenn nötig, alles zu geben, um dem, was ihm wichtig war, wofür er lebte,
bedingungslos nachzugehen.
Dass man es ihm nicht verübelt, dass er lieber groß und frei leben wollte als klein und
versklavt. Dass man ihm wahren Respekt erweist, dass er für diese Freiheit bereit war,
wenn es sein muss, auf ein für ihn bedeutungsloses Leben zu verzichten. Helden fallen
nicht vom Himmel.Wer in der unerschütterlichen Entschlossenheit bestrebt ist, seiner
Freiheit zu erkämpfen, egal was dabei raus kommt, ist ein Held. Er hat sich entschlossen,
in Freiheit zu leben, und wenn es sein muss, lieber
sein Leben als Löwe zu verlieren anstatt als Maus daran zu klammern. Das verlangt Mut,
und sollte einem nicht übel genommen werden.
Und ich habe für Dich gebetet, dass Du, trotz der tiefen Trauer bei der Verlust eines so
geliebten Menschen doch recht bald in die Lage versetzt wirst, Kraft schöpfen zu können.
Dass Du trotz der Tragik Dich von der Niedergeschlagenheit, der Mutlosigkeit und
Verzweiflung, die von uns in
diesen Situationen Besitz ergreift, dennoch lösen und erheben kannst.Trauer und Leid
engt unser Horizont ein und drehen uns in einem Karussell negativer Gedanken und
Gefühlen. Sie versperren uns die Sicht der Sonne. Wir sind gefangen in der dunklen
Kessel der Niedergeschlagenheit, Mutlosigkeit, und Ohnmacht. Wir sind abgeschnitten
von unseren inneren Ressourcen der Energie und Freude. Ich hab deshalb für Dich
gebetet, dass die Schleier der Trauer durch neuen Lebensfreude durchströmt wird, dass
Dein Herz zum Zentrum eines energetischen Sonnenstrahlen wird, der die dunklen
Wolken trauriger Gedanken aufnimmt und auflöst, dass Du aus dem Kreislauf der
Mutlosigkeit und Ohnmacht heraus brechen kannst. Dass Du Deine Freude wieder
erlangst, der auf andere wie heilende Balsam für die Seele so gut wirkt, auf eine Art und
Weise wie nur Du auf dieser Erde kannst.
Swedish-Eritrean Partnership for Democracy, 05.10.2009
Swedish-Eritrean Partnership for Democracy urges EU to investigate the death of 73
Eritrean asylum seekers who lost their lives in the Mediterranean, 05.10.2009
Dear Sir/Madam, We are writing to your respected Council to highlight and demand a proper
investigation in the tragic death of 73 Eritrean asylum seekers who recently lost their lives in the
Mediterrennean while trying to reach the shores of Southern Europe (Italy) in search of protection,
freedom and a dignified life.
As you are well aware these 73 asylum seekers were part of 78 Eritrean asylum seekers who
sailed from Libya on board of a crowded plastic boat on July 28 July this year. One day after
departing the Libyan coast the boat ran of out fuel leaving these helpless asylum seekers in
distress at sea for three weeks without any rescue either from by-passing vessels or Italy which
has an obligation to observe the law of seas or from FRONTEX which heavily monitors Europe’s
external borders.
According to accounts given by survivals from this tragedy, while the asylum seekers were in
distress and fighting for their lives they saw in distance a vessel passing by and two of them
jumbed in the water in a desperate attempt to call for help but neither them nor help did come to
their rescue. [...]
Kaleab and the rest of Abel`s family, 16.10.2009
We hereby want to express how upset we are about the incident that happened between July
28 to August 20, 2009 in the Mediteranean sea.
People migrate from their homeland for many reasons but all have one thing in common, to
better their quality of life in the so called more human and democratic societies.
Nowadays, from the sub-seharan countries, many people attempt to cross Mediteranean sea to
enter European countries. Eritrea is one of the sub-saharan countries which breeds many
immigrants to European countries.
From July 28 to August 20, 2009 there was tragedy in the Mediteranean sea.
73 Eritreans were discovered dead because the ship bringing them from Libya to Sicily drifted
for 23 days due to lack of fuel without receiving assistance from passing vessels (except one
fishing boat).
It was heart breaking news for all Eritreans, particularly for the family members of the dead.
One of the dead was Abel Yohannes. Abel was a very intelligent young man who was eager to
help others. Abel has many family members in the West such as America, Europe, Australia,
Eritrea and the rest of the world. We were shocked by Abel’s death.
We mourn for Abel and for every one of those who had to painfully die, because the Maltese
and the Italian governments had not considered them as “People”.
We know that it is stated on paper that the European Union is fully committed to international
law but we are concerned that these irresponsible and inhuman actions will be repeated. We
feel ashamed as citizens of the West.
We know that our families and friends who died in this tragedy will not come back, but we still
want to express our sorrow to the two governments that expressed no humanity.
We are greatful for some who stand for human rights and tirelessly stay with us to share this
pain despite of their European origin.
We thank Ms. Judith Gleitze and Mr. Gabriele Del Grande and the lawyer Leonardo Marino who
is willing to represent the rights of our victims.
Azieb, Roger, Andrew, Familymembers from Atlanta, 17.10.2009
We request rights of our victims!
Tesfazghi Paulos, 19.10.2009
We request rights of our victims
We hereby want to express how upset we are about the incident that happened between July 28 to
August 20, 2009 in the Mediteranean sea.
People migrate from their homeland for many reasons but all have one thing in common, to better
their quality of life in the so called more human and democratic societies.
Nowadays, from the sub-saharan countries, many people attempt to cross mediteranean sea to
enter European countries. Eritrea is one of the sub-saharan countries which breeds many
immigrants to European countries.
From July 28 to August 20, 2009 there was tragedy in the Mediteranean sea.
73 Eritreans were discovered dead because the ship bringing them from Libya to Sicily drifted for
23 days due to lack of fuel without receiving assistance from passing vessels (except one fishing
boat).
It was heart breaking news for all Eritreans, particularly for the family members of the dead.
One of the dead was Abel Yohannes. Abel was a very intelligent young man who was eager to help
others. Abel has many family members in the West such as America, Europe, Australia, Eritrea and
the rest of the world. We were shocked by Abel’s death.
We mourn for abel and for every one of those who had to painfully die, because the Maltese and
the Italian governments had not considered them as “People”.
We know that it is stated on paper that the European Union is fully committed to international law
but we are concerned that these irresponsible and inhuman actions will be repeated. We feel
ashamed as citizens of the West.
We know that our families and friends who died in this tragedy will not come back, but we still want
to express our sorrow to the two governments that expressed no humanity.
We are greatful for some who stand for human rights and tirelessly stay with us to share this pain
despite of their European origin.
We thank Ms. Judith Gleitze and Mr. Gabriele Del Grande and the lawyer who is willing to
represent the rights of our victims.
Medina Beshir, Familie & Freunde, 20.10.2009
Wir können es gar nicht beschreiben, welche Trauer, Wut und Schmerzen wir empfinden. Wir sind zutiefst betroffen.
Wir fragen uns: Was haben diese junge Menschen, die ihr Leben noch vor sich hatten, verbrochen,
dass sie auf so eine grausame und qualvolle Art sterben mussten? Für uns ist das ein
Verbrechen,wenn in den Gewässern Europas, die sogenannten zivilisierten Länder, von denen
behauptetet wird, sich für Menschenrechte und Gerechtigkeit einzusetzen und achten, bewusst
Menschen hingerichtet werden.
Wo bleibt die Menschlichkeit?
Haben die 75 Eritreer, die verzweifelt um ihr Leben gekämpft, verzweifelt und laut nach Hilfe
geschrien haben keine Menschlichkeit verdient?
Diese jungen Menschen wollten nur in Frieden leben und Zukunft haben, wie jeder andere auch.
Doch ihre Träume und das Recht zum leben hat man ihnen genommen. Es wurde gedankenlos
über deren Schicksal entschieden und sie wurden zum Tode verurteilt. Zwei EU-Länder haben
bewusst über deren Leben entschieden und beschlossen, dass diese verzweifelte Bootsflüchtlinge
kein Recht zum Leben haben. Es ist eine schmerzhafte Vorstellung, in welcher Trauer und Schmerzen die Angehörigen sich
befinden.
Wenn die EU nicht diese Geschichte öffentlich kritisiert, macht sie sich für den Tod der Flüchtlinge
mitschuldig.
Daher fordern wir alle EU-Mitgliederstaaten hiermit auf, sich an die Veröffentlichung dieser
kriminellen Tat zu beteiligen und für das Recht der Opfer der maltesischen und der italienischen
Regierungen zu kämpfen.