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Massensterben an den EU-Aussengrenzen

An den Außengrenzen der Europäischen Union finden immer mehr Menschen auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben den Tod. Sie fliehen vor der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen durch Kriege, Umweltkatastrophen, ungerechte Wirtschafts- und Handelsbedingungen und sie fliehen vor den gewalttätigen und diskriminierenden gesellschaftlichen Verhältnissen in ihren Herkunftsländern.

© Burkhard Lehde/INFOCANARIAS

Die Hintergründe der täglichen Dramen, die sich an den EU-Außengrenzen abspielen werden von der Politik gegenüber der Öffentlichkeit meist verschwiegen. Die zugänglichen dienen weniger der allgemeinen Aufklärung, als vielmehr einer (falschen) Panikmache vor dem „Massenansturm auf Europa“ von „Wirtschaftsflüchtlingen“, die den west und mitteleuropäischen Wohlstand ausnutzen wollen. Geschichtliche sowie strukturelle Zusammenhänge, die dafür verantwortlich sind, dass Menschen ihr Land verlassen müssen und gezwungen werden auf illegalem Weg in die EU einzureisen, werden bei Stammtischrhetoriken wie diesen nicht berücksichtigt.

Viele der Menschen, die aus afrikanischen Ländern, wie z.B. Somalia, nach Europa flüchten, sehen dies als ihre letzte Chance an. Sie fliehen vor Hunger, Armut, Klima- und Umweltkatastrophen, Verfolgung und Gewalt. Tatsächlich gibt es keinen „Massenansturm auf Europa“. Die wenigsten Menschen wagen die oft tödliche Überfahrt mit den meist völlig Seeuntüchtigen Booten von Nordafrika Richtung Europa. Die meisten Flüchtenden verbleiben im eigenen Land oder in den direkten Nachbarländern.

Die Toten des Mittelmeeres sind Opfer einer gezielten europäischen Abschottungspolitik, die seit der Gründung der europäischen Außengrenzschutzagentur FRONTEX 2005 eine neue Dimensionen erreicht hat. Vor den Küsten der EU-Staaten Malta, Spanien, Zypern, Griechenland und Italien und darüber hinaus vor den Küsten Libyens, der Türkei und Tunesiens versuchen europäische Militärs, zum Teil gemeinsam mit dem Militär der Herkunftsländer der Flüchtenden, die Überfahrten zu verhindern und zu kriminalisieren. Die Geflüchteten sind jedoch zur illegalen Einreise über See gezwungen, weil sie für Europa nie ein Visum bekommen würden. Damit haben viele von ihnen keine Chance, legal einzureisen und „auf legalem Wege“ Asyl zu beantragen.

Das Schweigen brechen

Das wahre Ausmaß dieser Tragödie wird von offizieller Seite verschwiegen, die Bürgerinnen und Bürger Europas sollen nicht erfahren, was sich an den Außengrenzen der EU tatsächlich abspielt.

Wir wollen dieses Schweigen brechen. borderline-europe arbeitet deshalb den Vertuschungsversuchen der Behörden mit präzisen Recherchen in den Grenzregionen entgegen. Wir wollen Öffentlichkeit herstellen, um auf Basis zuverlässiger Informationen den tödlichen Konsequenzen der Abschottungspolitik entgegen zu wirken. Denn menschenwürdige Lösungen lassen sich nur finden, wenn wir auch den Mut haben, uns der Realität zu stellen. Folgende Aufgaben stehen aus diesem Grund im Zentrum der Arbeit von borderline-europe:

  • Ein aktives Bewusstein für die praktischen Auswirkungen der gemeinsamen europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik zu schaffen,
  • umfassende Informationen und Dokumentationen zu den Vorgängen an den europäischen Außengrenzen bereitzustellen, z.B. mithilfe unserer Außenstelle in Palermo/Sizilien,
  • zivile, transnationale Initiativen zu vernetzen
  • und Lobbyarbeit auf nationaler und internationaler Ebene zu leisten.

Aachener Friedenspreis 2012 für borderline-europe


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Mosaik Support Center For Refugees And Locals

Mosaik Support Center is a community space in the heart of Mytilene, the capital of the Greek island of Lesbos. It is focused on providing conditions for local integration of refugees living on Lesbos. The Mosaik Support Center offers educational services, legal and social support, and creative and physical activities. Coursework includes Greek, English, Arabic, Farsi, and other language classes; a Legal Service Center; and creative activities. With a framework of cultural and educational exchange in place, we hope to facilitate the social and economic integration process for refugees.

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Situation of refugees and migrants in Italy

Here you will find information and a newsletter about the situation of refugees and migrants in Italy. We apologize - only in German language! This newsletter has been produced on behalf of PRO ASYL from 2009 -2017 by our Italian office and is published on the pages of Pro Asyl and borderline-europe. From 2017 December borderline-europe will produce the newsletter.

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Bridges instead of walls - strategies against the stigmatisation of refugees

The project is funded by the Europe for Citizens Programm. The main idea is to collect narratives from refugees in the form of interviews, videos, texts etc. These narratives will be published to deconstruct right wing populism and every-day racism.

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Controversies in European migration policies – Granting Protection vs. Border Control

The controversy in the European migration policy around the issue of so-called "illegal entry" shows a fundamental conflict of European values: the search for protection against persecution meets high-security boundaries which make the access to protection virtually impossible. Asyl in Not (A), borderline-sicilia (I) and borderline-europe (D), conducted within the framework of the EU program "Europe for Citizens" a research and event project from 01.10.2015 to 31.3.2017 in which this field was examined in the individual countries and the results were presented in public events.

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Proti Stassi

Since the beginning of this year, Proti Stassi is the first station for newly arrived refugees that land on the beaches from Korakas to Lagada in North-eastern Lesvos. From these beaches we organise, in cooperation with other volunteer groups, initial treatment and transport of refugees.

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'Humanitarian distress' on the Mediterranean Sea - monitoring in Sicily

The revolution in the Mediterranean area and the civil wars in Libya, Syria and other countries are changing the situation of asylum seekers but also for Europe. Monitoring project about the situation of migrants/refugees in Sicily, conducted by Borderline Sicilia and borderline-europe.

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