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Ankunft Porto Empedocle

Nachdem mehrere der Schiffbrüchigen mit Selbstmord drohen, erklärt Kapitän Stefan Schmidt den Notfall und verlangt am 11. Juli 2004 ultimativ die Genehmigung zur Einfahrt in den Hafen.

Noch einen weiteren Tag werden wir hingehalten, dann kann die "Cap Anamur" endlich anlegen. Eine humanitäre Lösung scheint gefunden. Doch entgegen ihren Zusagen nehmen die Behörden die 37 Geretteten in Abschiebehaft. Auch drei Mann der Besatzung werden wegen angeblicher "Schlepperei" ins Gefängnis gesteckt, das Schiff als "Tatwerkzeug" beschlagnahmt.

© Die Fotos stammen größtenteils von Besatzungsmitgliedern der Cap Anamur. Es sind Momentaufnahmen von Amateuren. Die meisten Fotos stammen von Birgit Geiger. Einige Abbildungen wurden aus Videomaterial der Firma Aquinofilm entnommen.

Nach drei Wochen auf See das erste Festland in Sicht.
Nach drei Wochen auf See das erste Festland in Sicht.
Der Hafenarzt kommt - seine Helfer tragen Gummihandschuhe und Mundschutz, als hätten wir die Pest an Bord.
Der Hafenarzt kommt - seine Helfer tragen Gummihandschuhe und Mundschutz, als hätten wir die Pest an Bord.
Während das Schiff anlegt, schnüren die Geretteten ihre Bündel.
Während das Schiff anlegt, schnüren die Geretteten ihre Bündel.
Alle ziehen die
Alle ziehen die "Cap Anamur"-T-Shirts an, die wir ihnen zum Abschied mitgeben.
12. Juli 2004: Die
12. Juli 2004: Die "Cap Anamur" fährt in den Hafen von Porto Empedocle ein.
Auf der Brücke weht neben der Flagge Italiens auch die der Friedensbewegung.
Auf der Brücke weht neben der Flagge Italiens auch die der Friedensbewegung.
Polizisten drängen Sympathisanten und Journalisten zurück.
Polizisten drängen Sympathisanten und Journalisten zurück.
Ohne Worte.
Ohne Worte.
Gummihandschuhe gehören hier zur Uniform.
Gummihandschuhe gehören hier zur Uniform.
Die Geretteten werden zur
Die Geretteten werden zur "Identifizierung" von Bord geführt.
Der Bus bringt die 37 Männer in ein Lager - sie sollen abgeschoben werden.
Der Bus bringt die 37 Männer in ein Lager - sie sollen abgeschoben werden.