Fortress Europe Bericht April 2008
101 Immigranten starben im April vor den Toren Europas, in Marokko, Spanien, Tunesien, Italien, in der Türkei und in Europa. Aus Marokko kommen grauenhafte Nachrichten, die Fortress Europe unter den Immigranten aus der Subsahara gesammelt hat, die nach Oujda abgeschoben worden waren. Die Überlebenden des Schiffbruches am 28. April, der 36 Menschen, darunter vier Frauen und zwei Kinder, das Leben kostete, beschuldigen die marokkanische Marine, absichtlich ihr Schlauchboot mit Messern aufgeschlitzt zu haben, um erst eine Stunde später mit Rettungskräften zurückzukehren.
In Ägypten fährt die Polizei fort, an der Grenze zu schießen. Ein Flüchtling aus Eritrea wurde getötet. In der Türkei wurden während der Abschiebung vier Iraner von der Polizei in einen Fluss an der Grenze zum Irak geworfen und ertranken. Ancur verlangt von der türkischen Regierung eine Erklärung.
Gute Nachrichten aus Libyen: Italien hat weitere 30 Flüchtlinge aus Eritrea aufgenommen. Sie befanden sich bis dahin im Aufnahmelager Misratah, wo allerdings noch 700 Flüchtlinge unter schlechtesten Bedingungen eingesperrt bleiben.
Die Zahl der Ankünfte in Sizilien erreichte dank des schönen Wetters und der Verzögerung der Nautilus III Mission von Frontex im vergangenen Monat einen Höchststand. Zwei Unteroffiziere der italienischen Küstenwache haben indessen Mut gezeigt. Sie stürzten sich bei Windstärke fünf ins Meer, um zwei Schiffbrüchige zu retten, die während des Umsteigens von einem Schiff zum anderen ins Meer gefallen waren. (Bericht in italienischer Sprache)
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